Wind und Erdgas als Energieträger der Zukunft

Onshore-Windkraft / Foto: HB
Onshore-Windkraft / Foto: HB

(WK-news) – Die Onshore-Windenergie ist und bleibt ein unverzichtbares Zugpferd für die Entwicklung der Erneuerbaren Energien

Energiedrehscheibe Ostfriesland und Papenburg

“Die Onshore-Windenergie ist und bleibt ein unverzichtbares Zugpferd für die Entwicklung der Erneuerbaren Energien”, hat der Präsident der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK), Wilhelm-A. Brüning, beim Jahrespressegespräch der IHK in Emden festgestellt.

“Parallel dazu gilt es, das Potenzial der Offshore-Windenergie für die Region zu nutzen und weiter auszubauen”, erläuterte Brüning.

Im IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg waren 2011 rund 1.170 MW Windenergieleistung und damit 17 Prozent der niedersächsischen Gesamtleistung installiert. Das sind rein rechnerisch 113 Prozent des Gesamtstromverbrauchs im IHK-Bezirk (Erneuerbare Energien gesamt 140 Prozent). Weiteres Potenzial der Windenergie an Land gilt es – insbesondere auch durch Repowering-Maßnahmen – zu realisieren. Fast 65 Prozent aller 987 Onshore-Windenergie-Anlagen im IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg hätten Anspruch auf den sog. Repowering-Bonus, den das Erneuerbare-Energien-Gesetz derzeit vorsieht.

Hinzu kommen 185 MW installierte Leistung in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) vor der niedersächsischen Nordseeküste. 12 Offshore Windenergieanlagen stehen im Windpark “alpha ventus”, weitere 25 Anlagen sind im Windpark “Bard Offshore I” ans Netz angeschlossen. Im Sommer d. J. soll außerdem der Offshore-Windpark “Riffgat” (30 x 3,6 MW) den ersten Strom ins Netz einspeisen. Welche Chancen sich daraus für die Region ergeben und welche Herausforderungen auf See zu meistern sind, ist Inhalt der “3. Emder Offshore-Tage, zu denen IHK und Hochschule Emden/Leer am 4. und 5. September 2013 einladen.

“Der schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien macht einen massiven Ausbau der Energienetze auf allen Spannungsebenen umso dringender”, mahnte Brüning in dem Gespräch. “Neben den viel diskutierten Höchstspannungs-Übertragungsnetzen dürfen die Verteilnetze nicht aus dem Blickfeld geraten”, so der IHK-Präsident weiter. In die Diskussion um die mit dem Netzausbau verbundenen Kosten müsse stärker einbezogen werden, dass Investitionen in die Netzinfrastruktur immer auch verbunden sind mit regionaler Wertschöpfung sowie Arbeits- und Ausbildungsplätzen vor Ort.

Abschließend erwähnte Brüning in diesem Zusammenhang auch die anstehenden Investitionen in die Erdgasinfrastruktur, die in den nächsten Jahren in der Energiedrehscheibe Ostfriesland und Papenburg geplant seien. Er erwähnte dabei die bereits im Bau befindlichen Gaskavernen in Etzel und Jemgum. Ausdrücklich begrüßte Brüning nochmals die Entscheidung des Unternehmens Gassco für den Neubau einer Gasempfangsanlage auf dem Rysumer Nacken. “Durch die Energieträger Wind und Erdgas leistet die Energiedrehscheibe Osfriesland und Papenburg einen wichtigen Beitrag, um die Energiewende weiter voranzubringen.”

PM: IHK- Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top