EU-Mitgliedstaaten setzen Energieeffizienz bei Gebäuden nicht um

(WK-intern) – Laut EU-Kommission haben 19 Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, die Richtlinie über die Energieeffizienz von Gebäuden verletzt.

Bereits im vergangenen September leitete die EU Vertragsverletzungsverfahren gegen 24 Mitgliedstaaten ein, die zu dem Zeitpunkt keinerlei Maßnahmen zur vollen Umsetzung der Richtlinie gemeldet hatten.

Seitdem haben acht Staaten angegeben, das Gesetz umgesetzt zu haben. Die restlichen 19 könnten laut EU nun vor Gericht gebracht werden.

Die EU hat sich das freiwillige Ziel gesetzt, bis 2020 ihren Primärenergieverbrauch um 20 Prozent zu reduzieren. Die Richtlinie, die 2002 angenommen und 2010 umgestaltet wurde, soll für ein Viertel der geplanten Einsparungen sorgen. Unter anderem müssen neue öffentliche Gebäude bis 2019 und neue private Gebäude bis 2021 als Niedrigstenergiegebäude gebaut werden. Außerdem müssen seit Mittwoch alle öffentlichen Gebäude ab einer Fläche von 500 Quadratmetern Ausweise über die Gesamtenergieeffizienz vorweisen. Bislang lag die Grenze bei 1.000 Quadratmetern.

Laut Internationaler Energieagentur ist ein effizienterer Gebäudesektor unabdingbar, um die globalen CO2-Emissionen zu senken. Denn Wohn- und Betriebsgebäude verbrauchen 32 Prozent der globalen Energie und sind für 30 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich. [uk]

Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

PM: EU-Kommission

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