Zuschüsse für Heizen mit erneuerbaren Energien in 2012 um 30 Prozent von der BAFA

(WK-intern) – BAFA steigert Wärmemarkt für Heizen mit erneuerbaren Energien in 2012 um 30 Prozent

Rund 150 Millionen Euro ausgezahlt

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat im vergangenen Jahr rund 150 Millionen Euro für moderne Öko-Heiztechnik ausgezahlt.

Damit wurde das Fördervolumen des Vorjahres um fast 30 % übertroffen. Die Anzahl der geförderten Anlagen ist von 60.000 auf 75.000 gestiegen.

Dr. Arnold Wallraff, Präsident des BAFA, wertet dies als positives Signal für die Energiewende im Wärmemarkt.
„Mit diesem Trend können wir in 2013 einen großen Schritt in Richtung des Ziels der Bundesregierung gehen, den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch für Wärme zu erhöhen.“

Nach Dr. Wallraffs Überzeugung gibt es für die positive Entwicklung vier Gründe:

  1. Das „Marktanreizprogramm“, aus dem die Investitionszuschüsse für Solarthermieanlagen, Biomasseanlagen und Wärmepumpen finanziert werden, wurde von Bundesumweltminister Altmaier im August 2012 erheblich verbessert. Sowohl private als auch gewerbliche Hausbesitzer, die auf Heizen mit erneuerbaren Energien setzen, können sich seitdem über sehr attraktive Investitionszuschüsse freuen.
  2. Die Bundesregierung hat auf Kontinuität und Vertrauensschutz geachtet. Es wurden ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt, um alle Anträge bedienen zu können.
  3. Bürger und Wirtschaft haben aufgrund steigender Öl- und Gaspreise erkannt, dass der Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen nicht nur positive Effektefür die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel hat. Dank hoher Zuschüsse verkürzen sich die Amortisationszeiten inzwischen auf wenige Jahre.
  4. Das BAFA hat eine Kooperation mit Kommunen initiiert, die als „Botschafter des Marktanreizprogramms“ im Rahmen ihrer kommunalen Klimaschutzaktivitäten erfolgreich für die Investitionszuschüsse des BAFA werben.

Im BAFA geht man davon aus, dass sich die positive Entwicklung in 2013 durch drei neue Fördermöglichkeiten noch verstärken wird:
Solarthermischen Anlagen können jetzt auch in neu errichteten Mehrfamilienhäusern oder in neuen Gewerbegebäuden bezuschusst werden.
Bei Verwendung solarer Prozesswärme in Gewerbe und Industrie werden bis zu 50% der Nettoinvestitionskosten erstattet.
Schließlich erhalten Stadtwerke und Energiedienstleister einen direkten Zuschuss, wenn sie Kunden im Rahmen eines Contractingmodells mit Wärme aus solarthermischen Anlagen, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen versorgen.

Notwendig sei jedoch, so Dr. Wallraff, dass in der öffentlichen Diskussion der Fokus nicht nur auf den Strommarkt,sondern auch auf den Wärmemarkt gelegt wird: „Heizung und Warmwasser machen immerhin 40 Prozent des Energieverbrauchs ausund produzieren ein Drittel der CO2-Emissionen. Eine Ökoheizunglässt sich in nahezu jedes Gebäudeeinbauen. So kann die Energiewende im Wärmemarkt mit staatlichen Anreizen sehr schnell zu Ergebnissen kommen, von denen Bürger, Wirtschaft und Umwelt profitieren.“

Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm sind auf der Internetseite des BAFA unter www.bafa.de verfügbar.

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