Energiespeicher: Strom speichern in der Cloud – Partner aus Industrie und Forschung starten Projekt

Ministerin Schavan bekommt von Dr. Melina Frenken, OFFIS, den Datensensor des Forschungsprojektes Paaliativ angelegt
Ministerin Schavan bekommt von Dr. Melina Frenken, OFFIS, den Datensensor des Forschungsprojektes Paaliativ angelegt

(WK-intern) – Cloud-Computing, das Speichern von Daten in der Wolke, ist in der Computerwelt inzwischen Gegenwart.

Ein Konsortium aus den Bereichen Energie, IT- und Kommunikationstechnik adaptiert jetzt dieses Prinzip auf die Energiewelt.

Mit dem Forschungsprojekt „green2store“ entwickelt und erprobt Konsortialführer EWE gemeinsam mit den Partnern EWE NETZ, Alcatel-Lucent, Süwag Energie, BTC und ABB sowie dem Informatik-Institut OFFIS, dem EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY und dem Institut elenia der TU Braunschweig in den nächsten vier Jahren eine sogenannte Energy Storage Cloud. Ziel ist es, dezentral verteilte Speicherkapazitäten unterschiedlichster Betreiber zusammenzufassen, zentral zu verwalten und schließlich verschiedenen Akteuren der Energiewirtschaft zur Verfügung zu stellen. Das Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von über 9 Millionen Euro ist Teil des vom Bundesumweltministerium geförderten Leuchtturms „Batterien in Verteilnetzen“ der Förderinitiative Energiespeicher.

In einem überregionalen Feldtest verbindet das Konsortium 13 ausgewählte Batteriespeicher in Oldenburg, Frankfurt/Main und Stuttgart zu einem virtuellen Großspeicher und erprobt die Kombination verschiedener Betriebsstrategien unterschiedlicher Akteure in Bezug auf Kommunikation und Steuerung. Die gebündelte Nutzung soll eine wesentlich höhere Auslastung der Speicher ermöglichen. „green2store“ untersucht, wie Energiespeicher optimal zu betreiben sind, um die weitere Aufnahme regenerativer Energien in das Versorgungsnetz zu unterstützen und dabei die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Im Anschluss an den Feldtest werden die Ergebnisse hinsichtlich des Beitrags zur Integration regenerativer Stromerzeuger in das Verteilnetz sowie zum wirtschaftlichen Betrieb von Speichern bewertet. Parallel zu diesem Feldtest werden die Anforderungen an den Rechtsrahmen zur Umsetzung einer solchen Energy Storage Cloud wie auch ihr ökologischer Mehrwert ermittelt.

Schavan informiert sich über OFFIS-Projekte

Am 7. Januar 2013 besuchte Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung (BMBF), Oldenburg. Im Rahmen ihres einstündigen Besuches hat sich die Ministerin über die Arbeit des Informatikinistituts OFFIS informiert und unter anderem die Musterwohnung für Senioren besichtigt.

Das BMBF ist einer der größten Fördermittelgeber des OFFIS. So flossen in 2012 ca. 1,9 Mio. Euro für 22 Forschungs- und Entwicklungsprojekte – primär durchgeführt in den OFFIS-Anwendungsdomänen Gesundheit und Verkehr – nach Oldenburg.

Stellvertretend für die zahlreichen Projekte wurden der Ministerin im Detail Informationen über das Projekt PAALiativ vermittelt. Das Projekt zielt auf die Entwicklung von Produkten, die Menschen in ihrem letzten Lebensjahr im heimischen Umfeld unterstützen, um ihnen ein weitestgehend unabhängiges und sozial integriertes Leben mit der bestmöglichen Lebensqualität zu Hause ermöglicht. Darüber hinaus wurde vertiefend über die Forschungsvorhaben im Bereich Verkehr zur Entwicklung eingebetteter Systeme im europäischen Kontext gesprochen.

PM: OFFIS

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