Erneuerbare Energien weiter auf Wachstumskurs – Rekordinvestitionen und sinkende Kosten

(WK-news) – Der vom Politik­netzwerk REN21 heute in Bonn vor­ge­stell­te “Global Status Report 2012” zeigt, dass der globale Sieges­zug der erneuer­baren Ener­gien weiter anhält.

Der seit 2005 jährlich erscheinende Bericht gibt einen Überblick über das globale Wachstum des Markts der erneuer­baren Energien und welt­weite Energie­politiken.

Die In­ves­ti­tio­nen im Bereich der Erneuer­baren haben gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent zugelegt auf einen Rekord­wert von 257 Milliarden US-Dollar. Damit flossen in erneuer­bare Energien 40 Milliarden US-Dollar mehr als in In­ves­ti­tio­nen für fossile Energie­erzeugung.

Der Trend zum massiven Ausbau re­ge­ne­ra­tiver Energien wurde damit auch 2011 wieder bestätigt und erscheint un­ge­brochen. Ende letzten Jahres deckten die Erneuer­baren 16,7 Prozent des globalen End­energie­bedarfs und rund 20,3 Prozent des welt­weiten Strom­verbrauchs. Des Weiteren wurden 2011 in etwa 50 Ländern erneuer­bare Energie­tech­no­lo­gien auf Markt­basis neu eingeführt. Neben China, den USA und Deutsch­land fand das Wachstum der erneuerbaren Energien hauptsächlich in Spanien, Italien, Indien und Japan statt.

Die mit dem Innovations- und Technologie­zentrum in Bonn vertretene In­ter­na­ti­o­nale Organisation für Er­neu­er­bare Ener­gien (IRENA) stellte jüngste Studien­er­geb­nisse zur Preis­redu­zie­rung und Kosten­senkung auf dem Gebiet der erneuer­baren Energien vor. Gerade in der aktuellen Debatte um die Kosten der Energie­wen­de wiesen die Analysen darauf hin, dass die Preise für Photo­voltaik-Module im Jahr 2011 um fast 50 Prozent und für Onshore-Wind­energie­anlagen um circa 10 Prozent gefallen sind. So gälten diese beiden erneuer­baren Energie­formen als ernst­hafte Kon­kur­ren­ten für fossile Energieträger wie Kohle und Gas.

Hin­ter­grund

Herausgeber des Global Status Reports ist das Politik­netzwerk REN21, das im Rahmen der Bonner Welt­konferenz “Renewables 2004” gegründet wurde und seinen Sitz in Paris hat. Neben Regierungen, in­ter­na­ti­o­nalen Or­ga­ni­sa­ti­on­en und Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen sind Vertreter aus der Wirtschaft, dem Finanz­sektor sowie der Zivil­ge­sell­schaft aus dem Energie-, Umwelt- und Ent­wick­lungs­bereich vertreten.

Die In­ter­na­ti­o­nale Orga­ni­sa­tion für Er­neu­er­bare Energien (IRENA) wurde 2009 mit maß­geb­licher Un­ter­stüt­zung der Bun­des­re­gie­rung ins Leben gerufen. Neben dem Haupt­sitz in Abu Dhabi, Vereinigte Ara­bische Emirate, befindet sich ein Innovations- und Techno­lo­gie­zentrum in Bonn. Bundes­entwicklungs- und Bundes­umwelt­ministerium unter­stützen sowohl REN21 als auch IRENA.

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