UN-Umweltprogramm-Bericht ist Warnsignal an Weltgemeinschaft

Klimaauswirkung / Foto: HB
Klimaauswirkung / Foto: HB

GLOBAL 2000: EU braucht ambitionierte Klimaschutzziele!

Wien – Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hält anlässlich des UNEP-Klimaberichtes und im Vorfeld der nächste Woche beginnenden UNO-Klimakonferenz in Doha fest, dass vor allem die Industrienationen ihren Treibhausgasausstoß verringern müssen.

„Die EU muss in Sachen Klimaschutz wieder eine Vorreiterrolle einnehmen und sich vor allem ambitioniertere Ziele stecken“, betont Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000. „Lediglich 20 Prozent der Treibhausgasemissionen bis 2020 zu reduzieren, ist definitiv zu wenig, um die globale Erderwärmung unter zwei Grad halten zu können!“

Bis dato wurden bereits 17,4 Prozent der Treibhausgase gegenüber 1990 reduziert, die EU hat ihr 2020-Ziel also fast schon erreicht und sollte das Zwei-Grad-Ziel nun mit Nachdruck angehen. Die EU muss sich das Ziel setzen, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Als ersten Schritt erwartet sich GLOBAL 2000, dass das Treibhausgasreduktionsziel auf 30 Prozent erhöht wird. „Die Welt gerät unter Zeitdruck. Auf ein neues globales Klimaschutzabkommen darf nicht länger gewartet werden. Liefern müssen vor allem die Industriestaaten. Sie müssen vorangehen und in Doha eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls beschließen“, betont Wahlmüller. Dazu gehören strengere Ziele und wirksamere Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase als bisher zugesagt.

Österreich hat keine gute Klimabilanz: Statt um 13 Prozent zu reduzieren, sind die Emissionen um fünf Prozent gestiegen. „Österreich liegt satte 18 Prozent neben seinem Klima-Ziel, damit gehören wir zu den Klimaschlusslichtern der EU“, sagt Wahlmüller. Vor allem der Verkehr und die Industrieemissionen sind massiv gestiegen, gleichzeitig wird das Klimaschutzgesetz nur mangelhaft umgesetzt. „Es gibt bis heute keine verbindliche Strategie, obwohl die Deadline schon im März verstrichen ist, auch Kompetenzaufteilungen zwischen Bund und Ländern sind bis dato nicht erfolgt, dazu kommt eine nicht-funktionierende Gremienstruktur. Insgesamt ist das kein guter Start für Österreich für die nächste Periode“, sagt Wahlmüller. „Österreich braucht ein effizientes Klimaschutzgesetz. Umweltminister Berlakovich ist gefordert, sich bei der Klimakonferenz in Doha für eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls einzusetzen und die Zusagen für Hilfsgelder im Rahmen der Klimafinanzierung für Entwicklungsländer einzuhalten!“

Vom 30. November bis 10. Dezember wird GLOBAL 2000 Klimasprecher Johannes Wahlmüller als offizielles Delegationsmitglied Österreichs live aus Doha unter www.global2000.at berichten.

PM: GLOBAL 2000

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