Bezahlbare und sichere Energieversorgung fordert die IHK Nord

Offshore-Windkraftanlage des Typs REpower 5M im Windpark alpha ventus Photographer/Creator Matthias Ibeler
Offshore-Windkraftanlage des Typs REpower 5M im Windpark alpha ventus Photographer/Creator Matthias Ibeler

(WK-intern) – Norddeutschland Chancen liegen in Windenergie

Auf der Abschlussveranstaltung der IHK Nord-Energietour 2012 „Energie und Rohstoffe für Norddeutschland“ wurden heute in der Handelskammer Bremen die energiepolitischen Positionen der IHK Nord vorgestellt.

Mit der Energietour informierte die IHK Nord, ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern, auf 13 Veranstaltungen in allen fünf norddeutschen Bundesländern über die Potenziale und Herausforderungen der Energiewende. Mit rund 1.000 Vertretern aus Wirtschaft und Politik wurde unter anderem über die Themen On- und Offshore-Windenergie, Energieeffizienz und den Ausbau der Energienetze diskutiert.

Eineinhalb Jahre nach den Beschlüssen der beschleunigten Energiewende zog die norddeutsche Wirtschaft mit dem jetzt in Bremen vorgestellten Positionspapier „Energie für Norddeutschland“ Bilanz: Darin wird deutlich, dass der Anteil der Windenergie am Nettostromverbrauch in Norddeutschland mit rund 20 Prozent schon heute weit über dem Bundesdurchschnitt von derzeit 7,6 Prozent liegt. Das gewaltige Potenzial der On- und Offshore-Windenergie muss nach Ansicht der IHK Nord noch konsequenter genutzt werden.

Die Windparkplanung, die Herstellung der Komponenten und Anlagen sowie die Montage bieten Chancen für die norddeutsche Industrie und den norddeutschen Mittelstand, unter anderem für die Grundstoffindustrie und Zulieferbetriebe. Aber auch in der Weiterentwicklung der Speicher- und Effizienztechnologien und der Nutzung dezentraler Versorgungsstrukturen bieten sich zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten für die Unternehmen im Norden.

Otto Lamotte, Vorsitzender der IHK Nord und Präses der Handelskammer Bremen, sagte: „Der Norden profitiert als Vorreiter vom Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der On- und Offshore-Windenergie. Gleichzeitig bedeuten das stark wachsende Angebot erneuerbarer Energien und der Wegfall konventioneller Kraftwerkskapazitäten auch eine Herausforderung für die sichere und bezahlbare Energieversorgung der norddeutschen Unternehmen, besonders der Industrie.“

Ein Blick auf den Ausbau der Offshore-Windenergie lässt deutlichen Handlungsbedarf erkennen. Hier ist neben der Klärung von Haftungs- und Finanzierungsfragen eine verbesserte Koordinierung des Baus der Offshore-Windparks mit der Anbindung durch Seekabel und Umspannanlagen notwendig. Lamotte betonte: „Um Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen zu gewährleisten, müssen neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien aber auch konventionelle, flexible Kohle- oder Gaskraftwerke gebaut beziehungsweise modernisiert werden.“

Nach derzeitigem Planungsstand entfallen in Norddeutschland bis 2030 voraussichtlich fast 90 Prozent der vor der Energiewende vorhandenen konventionellen Kraftwerksleistung, wenn die Lücke nicht durch den Neubau oder die Modernisierung bestehender Kraftwerke aufgefüllt wird. Andernfalls wäre nicht mehr gewährleistet, dass ausreichende Mengen Strom zu jeder Zeit zuverlässig bereitstehen. Deutlich macht das auch die aktualisierte Kraftwerkslandkarte der IHK Nord: Demnach geht der Bau neuer konventioneller, flexibler Kraftwerke nur schleppend voran. In den letzten zwei Jahren wurden sechs Kraftwerksplanungen gestoppt, dagegen befinden sich nur vier neue Kraftwerke im Bau.

Auf der Abschlussveranstaltung in Bremen diskutierten Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des Vorstandes der EWE AG, Barbie Kornelia Haller, Leiterin des Referats Ökonomische Grundsatzfragen der Energieregulierung der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) sowie Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg und Torsten Staffeldt, Mitglied des Deutschen Bundestages, welche Handlungsleitlinien nun zur Umsetzung der Energiewende erforderlich sind. Dabei betonten sie sowohl die Möglichkeiten, die sich aus der Energiewende besonders für norddeutsche Unternehmen ergeben, als auch die Herausforderungen für die zukünftige Energieversorgung.

Eine zentrale Herausforderung für das Gelingen der Energiewende ist die Energieinfrastruktur. „Das Angebot aus erneuerbaren Energien schwankt stark. Außerdem muss immer mehr Strom über große Distanzen transportiert werden. Vor diesem Hintergrund müssen die Energienetze aller Spannungsebenen dringend an die neue Erzeugungslandschaft angepasst werden“, forderte der IHK Nord-Vorsitzende Lamotte. Anfallende Kosten für Netzausbau und -anschluss müssten bundesweit gerecht geteilt werden. „Außerdem müssen Planungs- und Genehmigungsverfahren für Energieinfrastrukturmaßnahmen vereinfacht und beschleunigt werden. Die Politik muss für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung werben“, betonte Lamotte.

Die Windparkplanung, die Herstellung der Komponenten und Anlagen sowie die Montage bieten Chancen für die norddeutsche Industrie und den norddeutschen Mittelstand, unter anderem für die Grundstoffindustrie und Zulieferbetriebe. Aber auch in der Weiterentwicklung der Speicher- und Effizienztechnologien und der Nutzung dezentraler Versorgungsstrukturen bieten sich zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten für die Unternehmen im Norden.

Otto Lamotte, Vorsitzender der IHK Nord und Präses der Handelskammer Bremen, sagte: „Der Norden profitiert als Vorreiter vom Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der On- und Offshore-Windenergie. Gleichzeitig bedeuten das stark wachsende Angebot erneuerbarer Energien und der Wegfall konventioneller Kraftwerkskapazitäten auch eine Herausforderung für die sichere und bezahlbare Energieversorgung der norddeutschen Unternehmen, besonders der Industrie.“

Ein Blick auf den Ausbau der Offshore-Windenergie lässt deutlichen Handlungsbedarf erkennen. Hier ist neben der Klärung von Haftungs- und Finanzierungsfragen eine verbesserte Koordinierung des Baus der Offshore-Windparks mit der Anbindung durch Seekabel und Umspannanlagen notwendig. Lamotte betonte: „Um Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen zu gewährleisten, müssen neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien aber auch konventionelle, flexible Kohle- oder Gaskraftwerke gebaut beziehungsweise modernisiert werden.“

Nach derzeitigem Planungsstand entfallen in Norddeutschland bis 2030 voraussichtlich fast 90 Prozent der vor der Energiewende vorhandenen konventionellen Kraftwerksleistung, wenn die Lücke nicht durch den Neubau oder die Modernisierung bestehender Kraftwerke aufgefüllt wird. Andernfalls wäre nicht mehr gewährleistet, dass ausreichende Mengen Strom zu jeder Zeit zuverlässig bereitstehen. Deutlich macht das auch die aktualisierte Kraftwerkslandkarte der IHK Nord: Demnach geht der Bau neuer konventioneller, flexibler Kraftwerke nur schleppend voran. In den letzten zwei Jahren wurden sechs Kraftwerksplanungen gestoppt, dagegen befinden sich nur vier neue Kraftwerke im Bau.

Auf der Abschlussveranstaltung in Bremen diskutierten Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des Vorstandes der EWE AG, Barbie Kornelia Haller, Leiterin des Referats Ökonomische Grundsatzfragen der Energieregulierung der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) sowie Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg und Torsten Staffeldt, Mitglied des Deutschen Bundestages, welche Handlungsleitlinien nun zur Umsetzung der Energiewende erforderlich sind. Dabei betonten sie sowohl die Möglichkeiten, die sich aus der Energiewende besonders für norddeutsche Unternehmen ergeben, als auch die Herausforderungen für die zukünftige Energieversorgung.

Eine zentrale Herausforderung für das Gelingen der Energiewende ist die Energieinfrastruktur. „Das Angebot aus erneuerbaren Energien schwankt stark. Außerdem muss immer mehr Strom über große Distanzen transportiert werden. Vor diesem Hintergrund müssen die Energienetze aller Spannungsebenen dringend an die neue Erzeugungslandschaft angepasst werden“, forderte der IHK Nord-Vorsitzende Lamotte. Anfallende Kosten für Netzausbau und -anschluss müssten bundesweit gerecht geteilt werden. „Außerdem müssen Planungs- und Genehmigungsverfahren für Energieinfrastrukturmaßnahmen vereinfacht und beschleunigt werden. Die Politik muss für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung werben“, betonte Lamotte.

PM: IHK Nord

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