Dem Wind gehört die Zukunft – auch in Nordrhein-Westfalen

(WK-intern) -Kaum zu glauben, dass ein Land in der Mitte Deutschlands ein so hohes Potenzial an Windenergie besitzt. Im Grunde genommen vermutet man die stärksten und effizientesten Winde in den Küstenregionen der Republik. Weit gefehlt, denn das bevölkerungsreichste Bundesland arbeitet gleichermaßen mit Hochdruck an der Umsetzung der Energiewende unter Einbeziehung der Windkraft.

Bildquelle : flickr.com / twicepix

Aktuell gewinnen die Betreiber und Provider für Strom circa vier Prozent der benötigten Elektrizität aus der Windkraft. Bis zum Jahr 2020 soll dieser Anteil auf bis zu 15 Prozent gesteigert werden. So lautet zumindest die Aussage des Umweltministers des Landes, Johannes Remmel. Der Grünen-Politiker will damit die derzeitige Euphorie und positive Einstellung zu regenerativen Energien ausnutzen und in »seinem« Bundesland endlich Zeichen setzen.

Wie gewinnt man so viel Strom?

Die angeführten vier Prozent des Stroms aus der Windkraft werden derzeit von 2900 Anlagen erzeugt. Um den Ertrag zu vervierfachen ist es jedoch nicht notwendig die Anzahl der Windräder ebenfalls um den Faktor vier zu erhöhen. Dank der technischen Entwicklung der letzten Jahre und einer enorm angestiegenen Effektivität der Generatoren hinter den Propellern kommt man laut Remmel schon mit doppelt so vielen Masten aus. Sollte sich der technische Fortschritt und der Anstieg der Wirkungskraft in den nächsten Jahren weiter so entwickeln wie in den vergangenen Jahren, werden unter Umständen keine neuen Windräder gebaut. Dazu sind jedoch erhebliche Modernisierungsmaßnahmen erforderlich, deren Kosten den Neubauten gegenübergestellt werden müssen.

Ein hochgestecktes Ziel geht sogar noch weiter. Bis zum Jahr 2025 soll insgesamt ein Drittel des in Nordrhein-Westfalen benötigten Stroms aus sauberen Quellen stammen. Dazu zählen neben Windkraft auch die Sonnenenergie, die Wasserkraft und Strom aus Biogasanlagen.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Land Nordrhein-Westfalen bis heute lediglich 10 Prozent aus den »Regenerativen« gewinnt und damit weit unter dem Bundesdurchschnitt liegt, ist für die Regierung in Düsseldorf Ansporn genug zeitig mit dem Ausbau zu beginnen und die Defizite aufzuholen. In allen Bundesländern wird im Schnitt aktuell ein Viertel der Energie aus regenerativen Quellen gewonnen.

Der Energieatlas für NRW

Um die formulierten Ziele in die Realität umzusetzen, bedarf es einer straffen und optimal koordinierten Planung. Teil dieses Konzeptes ist der sogenannte Energieatlas. Diese EDV-gestützte Datenbank ist den lokalen Gemeinden zugänglich und gibt eine Übersicht über geeignete Orte zum Errichten neuer Windräder. Parallel dazu finden Planer, Entwickler und Techniker in diesem Informationssystem Aussagen und Prognosen zu möglichen Erträgen und baulichen Rahmenbedingungen. Mit einer stetigen Pflege der Datenbank bekommen die Verantwortlichen einen schnellen Überblick über den Status quo. Quasi auf Knopfdruck lässt sich auslesen, ob man in Nordrhein-Westfalen bereits ausreichend Kapazitäten verfügbar hat oder noch weitere Regionen suchen muss. Hinsichtlich der Standorte ist natürlich vorgesehen neue Anlagen in erster Linie außerhalb von Waldflächen zu errichten. Vor allem der Regierungsbezirk Köln bietet diesbezüglich beste Voraussetzungen. Der Vorteil der Errichtung von Windkraftanlagen in der Nähe dieser Metropolregion liegt darin, dass der erzeugte Strom nahezu verlustfrei auf kurzen Wegen zu Verbraucher gelangt.

Die anstehenden Aufwendungen für den Auf- und Ausbau der erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen werden unter anderem durch die Umlage des EEG finanziert. Der Verbraucher bezahlt je nach Verbrauch einen Anteil an die Provider, damit diese sowohl Anlagen als auch Netze ausbauen können. Damit diese Mehrkosten für einen Privathaushalt oder auch in einem Gewerbebetrieb wenigstens teilweise zu kompensieren sind, ist es ratsam, die Verbrauchskosten zu senken oder sich nach einem günstigeren Lieferanten umzusehen. Um verschiedene Tarife zu vergleichen, bietet das Internet diverse Möglichkeiten und Portale. Unter Zuhilfenahme der letzten Jahresabrechnung findet man hier rasch eine große Auswahl an Stromprovidern, die für die jeweilige Region elektrische Energie liefern. Aufpassen sollte man allerdings bei den Preisen. Nicht selten bieten die Unternehmen Neukundenrabatte oder Boni an, die lediglich im ersten Vertragsjahr gelten. Wer diese Vergünstigungen in den Tarif mit einrechnet, der kann so manchen Euro sparen. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist übrigens im Rahmen der Fristen möglich. Sollte ein Lieferant geänderte Bedingungen ankündigen, dürfen Kunden sogar vom sogenannten Sonderkündigungsrecht gebrauch machen.

Barrakuda

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