Die BürgerEnergie Berlin hat den Förderpreis EnergieFAIRsorgung der Stiftung Neue Energie gewonnen

(WK-intern) – BürgerEnergie Berlin mit Förderpreis “EnergieFAIRsorgung” ausgezeichet

Die Genossenschaft zum Kauf des Berliner Stromnetzes wurde als „Motor der Energiewende“, als „Vorreiter und Vorbild“ für ihr innovatives Konzept und das herausragende ehrenamtliche Engagement ausgezeichnet. Am vergangenen Freitag wurde der Preis an die BürgerEnergie Berlin verliehen.

Die Stiftung Neue Energie begründet die Würdigung mit dem Urteil:

„Für den Mut, sich in der Bundeshauptstadt um die Konzession für das Stromverteilnetz zu bewerben. Damit stellen sie den gemeinschaftlichen Erwerb gegen die Übermacht der Großunternehmen.“

Ursula Sladek, Stiftungsrätin der Stiftung Neue Energie, in ihrer Laudatio für die BürgerEnergie Berlin: „Eine erneuerbare Energiewirtschaft ist nicht zentralistisch – sie ist dezentral, bürgereigen und demokratisch! Wer die Energiewende wirklich will, muss seine Bürger an dieser fair beteiligen. Die BürgerEnergie Berlin will möglichst viele Menschen für die Idee eines bürgereigenen Stromnetzes begeistern und am Kauf des Netzes beteiligen. Dieses großartige Engagement verdient unsere volle Unterstützung. Ich denke, dass die BürgerEnergie Berlin derzeit eines der spannendsten Projekte in Deutschland ist und ich möchte alle ermuntern, die Genossenschaft nach allen Kräften zu unterstützen. Denn wenn es tatsächlich gelingt, die Bürger am Berliner Netz zu beteiligen, sind wir einen großen Schritt weiter auf dem Weg in eine ökologische und bürgereigene Energieversorgung!“

Über die Stiftung Neue Energie:

Die Stiftung Neue Energie wurde 1997 anlässlich des Stromnetzkaufes in Schönau im Schwarzwald gegründet. Dort hatten sich Bürgerinnen und Bürger – beeinflusst von der Katastrophe in Tschernobyl – entschlossen, für eine Stromversorgung ohne Atomstrom einzutreten. Ein bürgereigenes Energieversorgungsunternehmen, das in erster Linie ökologischen Zielsetzungen verpflichtet ist, sollte entstehen. Nach langen Kämpfen konnten sie diesen Plan in die Tat umsetzen und die Elektrizitätswerke Schönau wurden gegründet. Zur Unabhängigkeit gehörte auch der Kauf des Stromnetzes. Der bisherige Eigentümer verlangte dafür eine überteuerte Summe, die nicht von den Menschen in Schönau allein aufgebracht werden konnte. Um die fehlende Summe zusammen zu bekommen, gründete die GLS Treuhand 1997 die Stiftung Neue Energie. Sie übernahm die Durchführung der Spendenkampagne „Ich bin ein Störfall“. Gezwungen durch einen Gerichtsbeschluss überwies der ehemalige Netzbetreiber ein Teil der überhöhten Kaufsumme wieder an die Elektrizitätswerke Schönau. Ein Teil dieses Geldes ist zurück in die Stiftung Neue Energie geflossen und steht zur Realisierung der Stiftungszwecke zur Verfügung.

www.stiftung-neue-energie.de

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