FH Kiel eröffnet Campus für Wind Engineering auf Helgoland

Hauptinsel Helgoland (vorne) und die Insel Düne im Luftbild / Foto: Wikipedia
Hauptinsel Helgoland (vorne) und die Insel Düne im Luftbild / Foto: Wikipedia

(WK-intern) – Schon jetzt fehlt der Windkraftbranche Fachpersonal und dieser Mangel wird sich durch die geplante Energiewende noch verschärfen.

Um auf den wachsenden Bedarf zu reagieren, hat die Fachhochschule (FH) Kiel den Bachelorstudiengang „Offshore Anlagentechnik (OAT)“ eingeführt.

Seit Beginn des Wintersemesters studieren 36 künftige Windkraftingenieurinnen und -ingenieure in Kiel und – zeitweise – auf Helgoland. Inselbürgermeister Jörg Singer und die Hochschule haben einen gemeinsamen Campus eingerichtet, der unter dem Namen COOL firmiert (Campus für Ocean und Offshore Learning).

Vom 5. bis 8. November 2012 haben 40 Studierende der FH und ihre Professoren COOL in Betrieb genommen. Neben Erstsemestern hatten sich auch Studierende des Masterstudiengangs Wind Engineering auf den Weg nach Helgoland gemacht. Empfangen wurden Sie von Fachleuten aus zehn Unternehmen der Windkraftbranche, die in Vorträgen von den technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Offshore-Energiegewinnung berichteten. Die Studierenden erhielten so Informationen aus erster Hand. Prof. Michael Klausner, als Vizepräsident der FH Kiel zuständig für Forschungsfragen, betonte die Alleinstellung der Hochschule im Bereich der Offshore-Technik: „Mit dem Campus auf Helgoland und den beiden Forschungsplattformen FINO 1 und 3 verfügt sie als einzige Hochschule Deutschlands über drei Standbeine in der deutschen Nordsee. Ich freue mich, dass wir zu den Pionieren der Offshore-Energieerzeugung gehören.“

Auch in Zukunft werden die OAT-Studierenden zu Beginn ihres Studiums einige Tage auf Helgoland verbringen. Darüber hinaus plant die Fachhochschule vor Ort regelmäßige Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Windenergiebranche. Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel werden Windkraftexpertinnen und -experten künftig gebraucht: Als sogenannter Reaktionshafen wird Helgoland Ausgangspunkt sämtlicher Wartungs- und Reparaturarbeiten für benachbarte Offshorewindparks sein. In den kommenden Jahren, so Bürgermeister Jörg Singer, sollen auf der Insel bis zu 150 neue Arbeitsplätze entstehen. „In diesem Jahr war das Rathaus unser Hörsaal. Vielleicht entsteht auf Helgoland in den nächsten Jahren ein richtiger CAMPUS für OCEAN und OFFSHORE LEARNING, der Lösungen für die Energiewende in der Nordsee hervorbringen wird.“

Studienangebot der Fachhochschule Kiel im Bereich der Windenergie
seit Wintersemester 2012/13 – Bachelorstudiengang Offshore-Anlagentechnik (OAT)
seit Wintersemester 2008/09 – Masterstudiengang Wind Engineering (gemeinsam mit der Fachhochschule Flensburg)

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