BürgerEnergie: Berliner Abgeordnetenhaus will Bürgergenossenschaft am Stromnetz beteiligen

(WK-intern) – Allparteien-Konsens: Berliner Fraktionen wollen Bürgergenossenschaft am Stromnetz beteiligen

Die energiepolitischen Sprecher aller Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus haben sich übereinstimmend dafür ausgesprochen, die Bürger über eine Genossenschaft am Stromnetz zu beteiligen.

Auf einer Podiumsdiskussion auf dem Stromnetzkongress „NetzGipfel“ am vergangenen Samstag erklärten die Vertreter von SPD, CDU, Grünen, Linkspartei und Piraten, umgehend Gespräche mit der Genossenschaft BürgerEnergie Berlin aufnehmen zu wollen. Die Bürgergenossenschaft hat sich neben Vattenfall und anderen Interessenten um die Konzession für das Berliner Stromnetz beworben.

Nachdem die Fraktionsspitzen von SPD und CDU erklärt hatten, 51 Prozent des Stromnetzes solle in öffentliche Hand kommen, fordern die Bürger eine demokratische Lösung für die übrigen Anteile. Hartmut Gaßner, Aufsichtsratsvorsitzender der BürgerEnergie Berlin, forderte die Koalition auf dem NetzGipfel auf: “Geben Sie die restlichen 49 Prozent des Stromnetzes direkt in die Hände der Bürger!” Die BürgerEnergie Berlin werde das nötige Eigenkapital dafür bereitstellen und einen kompetenten Partner für den technischen Betrieb einbinden.

Mehr als 300 Bürger nahmen am Samstag am “NetzGipfel” der BürgerEnergie Berlin teil, der auch vom Berliner Energietisch unterstützt wurde. Als Referenten sprachen neben den energiepolitischen Sprechern der Berliner Fraktionen auch zahlreiche Experten aus dem gesamten Bundesgebiet, u.a.

Johannes van Bergen (Stadtwerke Schwäbisch-Hall), Prof. Dr. Bernd Hirschl (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung), Dr. Michael Sladek (EWS Schönau), Dr. Dierk Bauknecht (Öko-Institut) und Dr. Erik Landeck (Vattenfall Europe).

Luise Neumann-Cosel, Vorstand der BürgerEnergie Berlin, erklärt dazu:
“Das große Interesse der Bürger am Stromnetzkongress zeigt: Die Berliner wollen über ihr Stromnetz mitbestimmen. Die Abgeordneten haben dies verstanden. Nun müssen sie zu ihrem Bekenntnis zur Bürgerbeteiligung stehen und auch den Senat verpflichten, die Bürger am Stromnetz zu beteiligen. Die BürgerEnergie Berlin steht für die angebotenen Gespräche bereit und freut sich auf die angekündigte Einladung der Fraktionen.”

Dass die Bürgergenossenschaft die Herausforderungen der Übernahme des Stromnetzes meistern könne, habe sie auf dem NetzGipfel etwa durch die Einbindung eines kompetenten Netzwerkes eindrücklich bewiesen, so Neumann-Cosel weiter.

PM: http://www.buerger-energie-berlin.de/

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