Egebnisse von Renewbility II: Klimaschutz im Verkehr

(WK-news)Bis 2030 können die Treibhausgasemissionen um mehr als 37 % gegenüber 2005 Verringert werden, wenn alle Maßnahmen umgesetzt werden.

Die Ergebnisse des Klimaschutzszenarios in RENEWBILITY II zeigen, dass bei einer ambitionierten Maßnahmenausgestaltung der Verkehrssektor seine Treibhausgasemissionen (inklusive der Emissionen der Kraftstoffherstellung und der Fahrzeugproduktion) bis zum Jahr 2030 um 37 Prozent gegenüber 2005 mindern kann.

Die Treibhausgasminderung wird unter anderem durch den Einsatz effizienterer Fahrzeuge, die Verlagerung auf energieeffiziente Verkehrsmittel, die Optimierung von Transportketten und den zunehmenden Einsatz alternativer Kraftstoffe erreicht.

Das Klimaschutzszenario im Verkehr wurde wie bei der Vorgängerstudie RENEWBILI-TY I unter Beteiligung von gesellschaftlichen Akteuren in Form eines Bündels von Maßnahmen und Annahmen zur Entwicklung der Rahmenbedingungen erarbeitet.
Die Ergebnisse des Klimaschutzszenarios in der Übersicht:

Entwicklungen der Verkehrsnachfrage:

  • Im Personenverkehr sinkt der Anteil des motorisierten Individualverkehrs bis 2030 zu Gunsten von Öffentlichem, Rad und Fußverkehr.
  • Die Nachfrage im Güterverkehr kann bis 2030 in ihrem Anstieg gedämpft werden. Gleichzeitig kann eine spürbare Verlagerung auf die Bahn und Binnenschiffe erzielt werden.

Entwicklungen bei Energiebedarf und Treibhausgasemissionen:

  • Der Endenergiebedarf kann bis 2030 um 31 Prozent gegenüber 2005 reduziert werden. Der Anteil fossiler Kraftstoffe sinkt deutlich und die Bedeutung erneuerbarer Energieträger nimmt zu.
  • Bis 2030 können die Treibhausgasemissionen um mehr als 37 Prozent (das entspricht 84 Millionen Tonnen CO2) gegenüber 2005 verringert werden, wenn alle Maßnahmen des Klimaschutzszenarios umgesetzt werden.
  • Im Personenverkehr kann bis 2030 eine Minderung der Treibhausgasemissionen um 44 Prozent (oder 76 Millionen Tonnen CO2) gegenüber 2005 erreicht werden. Der Anteil des Pkw-Verkehrssinkt ? er bleibt jedoch die dominierende Größe.
  • Im Güterverkehr kann eine Trendumkehr erreicht werden und bis 2030 eine Minderung der Treibhausgasemissionen um knapp 17 Prozent (neun Millionen Tonnen CO2) gegenüber 2005 erzielt werden. Auch im Jahr 2030 bleibt der Straßengüterverkehr der Hauptemittent.
  • Der Einsatz effizienterer Fahrzeuge und alternativer Kraftstoffe führt zu geringeren direkten und indirekten Emissionen ? der Anteil der Emissionen aus der Fahrzeugproduktion steigt leicht an.
  • Der Einsatz von nachhaltig erzeugten Biokraftstoffen und erneuerbaren Energien für Elektromobilität kann die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 24 Millionen Tonnen reduzieren.

Ökonomische Effekte:

  • Ambitionierter Klimaschutz im Verkehr kann die Mobilitätsausgaben von Haushalten verringern. Für die Pkw-Nutzung stehen höheren Investitionskosten bei der Neuanschaffung geringeren Kilometerkosten in der Nutzungsphase gegenüber.
  • Höhere Steuern und die Ausweitung der Lkw-Maut tragen maßgeblich zur Erhöhung der Staatseinnahmen bei.
  • Klimaschutzmaßnahmen können einen zusätzlichen Wachstumsimpuls auf die Volkswirtschaft auslösen.

Detaillierte Informationen über die Ergebnisse finden Sie in:

RENEWBILITY II Broschüre 2012 (PDF)

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