EnBW Quartalszahlen Januar-September 2012 im Rahmen der Erwartungen

EnBW City Stuttgart-Fasanenhof / Fotograf: EnBW / Uli Deck Ansicht auf Haupteingang und Piazza
EnBW City Stuttgart-Fasanenhof / Fotograf: EnBW / Uli Deck Ansicht auf Haupteingang und Piazza

(WK-news) – Operative Ergebnisse bewegen sich im Rahmen der Erwartungen

Karlsruhe – In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2012 steigerte die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ihren Umsatz um 4,4 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro.

Einem deutlichen Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Strom ‘Erzeugung und Handel‘ (-26,7 Prozent) standen dabei ebenso deutliche Umsatzzuwächse in den Geschäftsfeldern Strom ‘Netz und Vertrieb‘ (+15,8 Prozent), Gas (+28,8 Prozent) und ‘Energie- und Umweltdienstleistungen‘ (+10,6 Prozent) gegenüber. Ein wesentlicher Grund für den Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Strom ‘Erzeugung und Handel‘ war ein mit 101,7 Milliarden Kilowattstunden um 13 Prozent geringerer Absatz, der vor allem aus verringerten Handelsaktivitäten unter anderem in Folge der Abschaltung zweier Kernkraftwerke resultiert. Die Umsatz-
steigerungen in den anderen Geschäftsfeldern gehen im Wesentlichen auf erhöhte EEG-Umsätze, einen gestiegenen Gasabsatz aufgrund gestiegener Gashandelsaktivitäten sowie die Ausweitung des Geschäftsvolumens im Bereich Contracting zurück.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted EDITDA) erreichte im Berichtszeitraum 1.927,9 Millionen Euro. Dies entspricht einem Minus von 2,0 Prozent gegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Ursache ist unter anderem das deutlich verringerte Ergebnis des Geschäftsfelds Strom ‘Erzeugung und Handel‘. Der ebenfalls um Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss (Adjusted Konzernüberschuss) beträgt für die ersten neun Monate in 2012 598,2 Millionen Euro.

Der Operating Cashflow belief sich in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres auf 1.051,1 Millionen Euro und lag damit um 32,1 Prozent niedriger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Wesentliche Ursache für diesen Rückgang ist der gestiegene Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der aus einer derzeit nicht ausreichenden EEG-Umlage resultiert, die im Geschäftsjahr 2013 ausgeglichen wird.

„Angesichts der strukturellen Herausforderungen und des vielfach schwierigen Marktumfelds verlief die Geschäftsentwicklung des EnBW-Konzerns in den ersten neun Monaten 2012 im Rahmen unserer Erwartungen. Unverändert belasten die rückläufigen Preise an den Großhandelsmärkten unser Ergebnis. Positiv machen sich dagegen gestiegene Netznutzungsentgelte und gestiegene Erträge bei den erneuerbaren Energien bemerkbar, die auf eine erhöhte Stromerzeugung aus Laufwasser und Windenergie zurückzuführen sind“, so Thomas Kusterer, Finanzvorstand der EnBW.

Die bereinigten Nettoschulden verringerten sich zum 30. September 2012 gegenüber dem Stand zum Jahresende 2011 um 5,9 Prozent auf 8.289,2 Millionen Euro. Hauptgründe hierfür waren die im Juli 2012 erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung sowie Desinvestitionen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2011 von 17,1 auf 20,3 Prozent.

„Die gute Bonität der EnBW gilt es weiter zu erhalten. Finanzielle Handlungsspielräume für zukunfts- gerichtete Investitionen müssen wir uns durch unser Effizienzprogramm FOKUS eröffnen. Bis Ende 2014 werden die erforderlichen Effizienzmaßnahmen entwickelt sein, so dass wir die geplanten Ergebnis- verbesserungen von insgesamt 750 Millionen Euro ab 2015 jährlich realisieren können“, so Thomas Kusterer.

PM: EnBW

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