Neueste Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zur Onshore- und Offshore-Windenergie

Areva Multibrid Anlage (c) DOTI GmbH
Areva Multibrid Anlage (c) DOTI GmbH

(WK-intern) – Fachkonferenz in Bremen als Forum für aktuelle Themen in der Windenergie-Forschung

Wilhelmshaven – Die neuesten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zur Offshore-Windenergie, aber auch zur Windenergienutzung an Land, werden am 7./8. November auf der 11. Deutschen Windenergie-Konferenz (DEWEK 2012) in Bremen präsentiert.

Eine begleitende Ausstellung sowie eine Exkursion am Tag nach der Konferenz runden die Veranstaltung ab. Im Rahmen der Exkursion haben die Teilnehmer die Gelegenheit, in Bremerhaven vor Ort den Umschlag der Komponenten für die aktuellen Offshore-Windparks zu besuchen. Darüber hinaus steht eine Werksbesichtigung bei AREVA Wind, einem Hersteller von Offshore-Windenergieanlagen sowie ein Besuch des Fraunhofer-IWES Rotorblatt-Teststands auf dem Programm der DEWEK-Exkursion.

Die Offshore-Windenergienutzung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt auch die aktuelle Entwicklung in der deutschen Nordsee, wo derzeit sechs Offshore-Windparks im Bau sind und noch in diesem Jahr ein weiteres Projekt folgen soll. Trotz der gegenwärtigen Diskussion über technische und finanzielle Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Realisierung der küstenfernen Offshore-Windparks sind die Fortschritte heute also bereits unverkennbar. Nach der Fertigstellung 2013/14 werden in der deutschen Nordsee 438 zusätzliche Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von fast 2.000 Megawatt (MW) installiert sein; in der Ostsee kommen weitere 80 Anlagen mit 288 MW hinzu. Zum Vergleich: Bisher sind in Nord- und Ostsee nur zwei Offshore-Windparks (insgesamt 108 MW) vollständig in Betrieb.

Europaweit stieg die installierte Offshore-Windenergieleistung im ersten Halbjahr 2012 nach Angaben der Europäischen Windenergievereinigung EWEA um 50% gegenüber dem Vorjahr. Die größte Ausbau-Dynamik zeigte sich dabei in Großbritannien. Vor den europäischen Küsten sind laut EWEA 132 neue Offshore-Windenergieanlagen mit insgesamt 523,2 MW in den ersten sechs Monaten des Jahres ans Netz gegangen. Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung.

Der Aufbau der küstenfernen Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee bildet eine ungleich höhere technische Herausforderung als die bisher in Nordeuropa küstennah errichteten Windparks. Das Offshore-Testfeld “alpha ventus” ist der deutsche Vorreiter dieser küstenfernen Windparks und wird mit der dort gewonnenen Erfahrung, zusammen mit der in Deutschland auf die Offshore-Anwendung konzentrierten Forschung, wesentlich zur Zuverlässigkeit dieser Technologie beitragen.

Wie können die wetterbeeinflussten Offshore-Logistikprobleme vermindert werden, welche Methoden gibt es die Rotorblattfertigung stärker zu automatisieren oder die dynamisch hoch belasteten Fundamentstrukturen für einen 20 Jahre sicheren Betrieb auszulegen? Welche Möglichkeiten der Netzeinbindung bestehen und wie können die Energieflüsse geschickt in einem Nordseeverbundnetz verteilt und dann an Land gebracht werden?

Diese und andere Fragen werden in 105 Vorträgen und über 80 Posterbeiträgen behandelt, die auf die internationalen Fachleute aus Wissenschaft und Technik auf der DEWEK warten, zusammen mit der Gelegenheit, in den Vortragspausen auf den Ausstellerständen Informationen rund um die Windenergietechnik einzuholen und dabei neue Kontakte zu knüpfen.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter http://www.dewi.de

PM: DEWI GmbH

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