Günther Oettinger besichtigt am FZI Forschung für das Energiesystem der Zukunft

Interessiert und in regem Dialog sprachen Günther Oettinger (r.) sowie Vorstand und Direktoren des FZI über den Einsatz von effizienten IKT-Technologien in der Energiewirtschaft beim Besuch des EU-Kommissars für Energie am FZI Forschungszentrum Informatik. Foto: FZI
Interessiert und in regem Dialog sprachen Günther Oettinger (r.) sowie Vorstand und Direktoren des FZI über den Einsatz von effizienten IKT-Technologien in der Energiewirtschaft beim Besuch des EU-Kommissars für Energie am FZI Forschungszentrum Informatik. Foto: FZI

(WK-intern) – „Wir brauchen innerhalb der nächsten zehn Jahre nicht weniger als eine komplette Generalüberholung unserer Energieinfrastruktur.

Die Infrastrukturentwicklung für ein nachhaltiges europäisches Energiesystem ist eine der größten Herausforderungen, denen die EU gegenübersteht“.

Dies erklärte der EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, am Freitag, den 28.9.2012, bei seinem Besuch am FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe. Dort ließ sich Oettinger auf Einladung des FZI-Vorstands von FZI-Direktor Prof. Dr. Hartmut Schmeck über die Möglichkeiten des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für aktuelle und zukünftige Aufgaben der Energiewirtschaft sowie am FZI laufende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten informieren. Effiziente Technologien für das Energiesystem der Zukunft werden am FZI seit mehreren Jahren im Rahmen eines strategischen Projekts erforscht. Seit April 2012 steht dafür auch das neu eröffnete, bundesweit bislang einmalige FZI House of Living Labs als interdisziplinäre Forschungsplattform mit mehreren Living Labs zur Verfügung. Das Gebäude ist mit moderner Technologie zur Bereitstellung, Speicherung und flexiblen Nutzung von thermischer und elektrischer Energie ausgestattet.

Beim Rundgang durch das FZI House of Living Labs konnte Oettinger im FZI Living Lab smartEnergy live besichtigen, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am FZI ihre neuen Lösungsansätze praxisnah erforschen und Software- und Systementwicklungen erproben. Das FZI Living Lab smartEnergy ist eine einzigartige Plattform für angewandte Energieforschung. Mit dem im Aufbau befindlichen Energiemanagementsystem wird das Gebäude in die Lage versetzt, z. B. seine Versorgung mit eigenem Photovoltaik-Strom nach Bedarf zu erhöhen und den Strombezug bzw. die -einspeisung an den Zustand im Stromnetzt anzupassen. Die Energieforscher am FZI sind der Überzeugung, dass solche Energiemanagementsysteme einen essentiellen Beitrag zur Energiewende leisten können. Der EU-Kommissar zeigte sich beindruckt.

Bei der abschließenden Diskussion mit Vorständen und Direktoren des FZI wies Oettinger nachdrücklich darauf hin, dass man nicht, anstatt zu handeln, abwarten könne, bis sich die Wirtschaft nach der Krise wieder erholt hätte. Vorstände und Direktoren sicherten ihm volle Unterstützung bei der Entwicklung von Lösungen für die herausfordernde Aufgabe zu. Sie nutzen dafür die am FZI gelebte interdisziplinäre Anwendungsforschung, um die fachübergreifenden Probleme der Energieinfrastrukturentwicklung gemeinsam anzugehen.

Weitere Informationen:
EU-Kommission, Kommissar für Energie Günther Oettinger
http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/oettinger/index_de.htm

Für das FZI
FZI Forschungszentrum Informatik
Haid-und-Neu-Str. 10-14, 76131 Karlsruhe
Ansprechpartnerin: Johanna Barsch, FZI Corporate Communications and Media
Telefon: +49 721 9654-904
E-Mail: barsch@fzi.de
Internet: http://www.fzi.de

Über das FZI Forschungszentrum Informatik
Das FZI ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und der ehemaligen Universität Karlsruhe (TH), jetzt Karlsruher Institut für Technologie (KIT), in der Rechtsform einer gemeinnützigen Stiftung bürgerlichen Rechts. Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie aus Informatik, Inge-nieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in direktem Auftrag entwickelt das FZI für seine Partner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben sowie Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich zur Zeit am FZI 19 Professoren des KIT, darunter eine Professorin und ein Professor, der in Tübingen lehrt. Sie erforschen in verschiedenen Disziplinen Informatik und ihre Anwendungen. Das FZI ist Innovationspartner des KIT, das aus dem Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) entstanden ist.
Im FZI House of Living Labs ermöglicht das FZI Wissenschaftlern und Partnern aus der Wirtschaft und Gesellschaft, sich über Anwendungsbereiche hinweg auszutauschen und integrative Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnologie interdisziplinär zu entwickeln.

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