Freudenberg investiert drei Millionen Euro in eine neue Werkstoff-Mischanlage

(WK-intern) – Die Mischung macht den Unterschied

Die Unternehmensgruppe Freudenberg investiert drei Millionen Euro in eine neue Werkstoff-Mischanlage in Hamburg-Wilhelmsburg. 15 neue Arbeitsplätze werden geschaffen.

Weinheim/Hamburg – Freudenberg baut seine Werkstoff-Kompetenz weiter aus. An dem Standort in Hamburg-Wilhelmsburg hat der Dichtungsspezialist Freudenberg Sealing Technologies heute eine neue Werkstoff-Mischanlage in Betrieb genommen. Drei Millionen Euro hat das Unternehmen in die Anlage zur Herstellung von Gummimischungen aus Fluorkautschuk (FKM) investiert und schafft damit 15 Arbeitsplätze an seinem norddeutschen Standort.

In der neuen Anlage werden jährlich rund 1.000 Tonnen unterschiedlicher FKM-Mischungen hergestellt. Beliefert werden künftig vor allem die europäischen Standorte des Unternehmens. Ein Teil der Mischungen ist für den Standort Hamburg-Wilhelmsburg selbst bestimmt, der auf Hydraulik-Dichtsysteme in der Schwerindustrie spezialisiert ist. „Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist für uns von großer Bedeutung. Wir investieren in modernste Anlagen, um unsere Kunden mit technisch anspruchsvollen Produkten zu unterstützen“, unterstreicht Dr. Mohsen Sohi, Sprecher des Vorstandes der Freudenberg-Gruppe, das Engagement.

Dichtungen müssen je nach Anwendungsfall ganz unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Temperatur, Druck und Medienresistenz erfüllen. Die Einsatzbedingungen sind in einer Windkraftanlage auf der Nordsee völlig anders als in einer Getränkeabfüllanlage oder im Motor eines Autos. Dies erfordert individuell angepasste Werkstoff- und Dichtungslösungen in höchster Qualität. „Neben der Entwicklung zählt auch das Herstellen der passenden Gummimischung für den jeweils individuellen Anwendungsfall zu unseren Kernkompetenzen. Dies differenziert uns vom Wettbewerb. Dem Ausbau unserer Werkstoffexpertise messen wir weiterhin höchste Priorität bei. Die neue Werkstoff-Mischanlage in Hamburg ist dabei ein wichtiger Meilenstein“, sagt Claus Möhlenkamp, Sprecher der Geschäftsleitung von Freudenberg Sealing Technologies.

Die Anlage ist technisch auf dem allerneuesten Stand. Beispiele sind die automatisierte Verwiegung der eingesetzten Rohstoffe sowie die Homogenisierung der Mischung über Feinwalzen in einem Refiner. Eine ausgeklügelte Prozesslogistik sorgt für einen fehlerfreien Mischvorgang und sichert damit eine durchgängige Top-Qualität.

„Wesentlicher Bestandteil von Qualität ist Stabilität. Das heißt: Eine Mischung muss verlässlich immer wieder identisch auf höchstem Qualitätsniveau reproduzierbar sein“, führt Bernd Koch aus, Geschäftsleiter Merkel Freudenberg Fluidtechnic und fügt hinzu: „Wir fahren auf der neuen Linie ausschließlich FKM-Mischungen. Diese Sortenreinheit erleichtert uns, die von unseren Kunden erwartete hohe Qualität stabil zu produzieren.“ Auch in puncto Arbeitsplatzergonomie und unter ökologischen Gesichtspunkten ist die Anlage vorbildlich. Ein Beispiel: Die stromsparende LED-Beleuchtungstechnik in der Werkhalle – Sensoren regeln die für den Arbeitsplatz notwendige Lichtmenge.

Die Investition in Hamburg-Wilhelmsburg ist Teil des europäisch angelegten Mischwerke-Konzepts. Es zielt darauf, Kapazitäten für steigende Bedarfe zu schaffen und die eigene Werkstoffkompetenz auszubauen.

Diese Investition in Hamburg ist eine von insgesamt dreien, die die Unternehmensgruppe Freudenberg in dieser Woche bekanntgibt. So hat der Freudenberg-Teilkonzern Helix Medical, ein globaler Hersteller von Komponenten für medizintechnische Instrumente, eine neue Fabrik in Alajuela, Costa Rica, eröffnet. Die Investition beläuft sich auf vier Millionen US-Dollar. Künftig sollen rund 60 Mitarbeiter dort beschäftigt sein und Silikonschläuche sowie Silikon- und Thermoplastformteile herstellen.

In Russland eröffnete Freudenberg Politex, ein weiterer Teilkonzern der Unternehmensgruppe und Weltmarktführer bei Vliesstoffen aus Polyester für die Baustoff-Industrie, eine neue Produktionslinie zur Herstellung von Spinnvlies. Die Gesamtinvestition in die Erweiterung der Fabrik in Zavolzhye in der Region Nizhniy Novgorod beträgt rund 20 Millionen Euro.

PM: Freudenberg

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