Waldwindpark im Landkreis Tirschreuth: Windmessung in 140 Metern Höhe

Die Windmessexperten von Ge:Net auf der Husum WindEnergy 2012 / Foto: HB
Die Windmessexperten von Ge:Net auf der Husum WindEnergy 2012 / Foto: HB

(WK-intern) – Clausthal-Zellerfeld –Ge:Net hat an einem Waldstandort im Landkreis Tirschreuth einen 140m Mast errichtet.

Schon von weitem kann man die rot-weiße Spitze des Turms sehen, der derzeit sogar das höchste Bauwerk der nördlichen Oberpfalz ist. Insbesondere die hohen Eislasten haben eine besonders starke Konstruktion erfordert.
Mit diesem neuen Windmessmast sollen die Windverhältnisse über dem Wald möglichst genau erforscht werden. Dazu ist der Mast mit einer ganzen Reihe hochwertiger Sensoren bestückt und streng nach den Regeln der internationalen Norm IEC 61400 aufgebaut. Mit zahlreichen Anemometern und Windfahnen auf verschiedenen Höhen sollen nicht nur Windgeschwindigkeit und -richtung, sondern insbesondere auch deren Höhenprofil und die Turbulenzintensität erfasst werden.
So genaue und aufwendige Windmessungen in solch großen Höhen sind nötig geworden, seit durch immer größere Nabenhöhen und spezielle Leichtwindanlagen auch Gebiete mit wenig Wind und schwierigen Standorten – wie etwa im Wald – für die Errichtung von Windparks interessant geworden sind. Inzwischen sind bei Windturbinen im Binnenland Nabenhöhen von 140m keine Seltenheit mehr. Entsprechend hoch muss auch gemessen werden, um bei schwierigen Windverhältnissen keine unkalkulierbaren Risiken einzugehen.
Ein Jahr lang wird der Ge:Net-Mast hochpräzise Winddaten aufzeichnen. Danach ist die Messperiode beendet, und der Mast kann einem noch größeren Wahrzeichen weichen: einem Windpark, deren Rotorblätter noch über 140m hinausragen werden, als Zeichen für saubere Energie in der Region.

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top