Landwirtschafts-Staatssekretär Kämpfer: Neufassung der Düngeverordnung ist überfällig

(WK-intern) – In den letzten 30 Jahren wurden alle oberflächennahen Brunnen von der Landwirtschaft vergiftet.

Nitrate, Düngemittel, Phosphor, Antibiotika, Gülle von Kühen, Schweinen, Hühnern verseuchen das Grundwasser. Insektizide und Pestizide vergiften Bienen und alle Kleinlebewesen, die so dringend zum Kreislauf der Natur gehören.
Natürlich hier nicht vorkommende Pflanzenarten, wie Mais, verändern unsere Umwelt radikal.
Dafür muss der Landwirt belohnt werden, er bekommt für die „Erhaltung der Landschaft“ EU-Subventionen, je nach Größe seines Landbesitzes, natürlich auch Subventionen von Bund und Land.
Viele Bauern sind auch Jäger, die so sehr darauf pochen als Heger des Wildes sich zu brüsten.
Kaum ein Jäger sorgt sich jedoch um die Natur noch um das angeschossene Wild, er sucht es nicht einmal wenn es noch wegkriechen kann und doch angeschossen einen schweren Tod erleidet. Vom Aussterben sind auf einmal Seeadler betroffen, sie sterben an Bleivergiftung, weil sie in sehr großer Zahl das leigengelassene, angeschossene und verendete Wild finden und fressen.
Schleswig-Holstein hat jetzt ein neues Gesetz erlassen:
Der Jäger darf weiter mit Streumunition schießen, weil er ja oft schon alt ist und nicht mehr richtig sehen kann, braucht er die Streumunition, damit er überhaupt etwas trifft.
Doch was macht diese Munition, die im Krieg verboten ist? Auf 100 Metern Entfernung streut sie auf etwa 10 Metern Breite und mäht alles nieder, bzw. verletzt alle Kreaturen die sich dort aufhalten.
Die Streumunition muss unbedingt verboten werden, sie ist unmenschlich und nicht waidgerecht!
Und jedes angeschossene Tier muss geborgen werden, wird ein Jäger erwischt, der ein angeschossenes Tier elendig verrecken lässt oder ein totes Tier liegen lässt, was dann von anderen Tieren verzehrt wird muss er ein für alle Mal die Jagderlaubnis verlieren, alle Waffen abgeben und darf sich nicht weiter als Jäger bezeichnen.
Hermann Betken

Landwirtschafts-Staatssekretär Kämpfer: Neufassung der Düngeverordnung ist überfällig

Auf Initiative Schleswig-Holsteins befasste sich die Agrarministerkonferenz (AMK) mit der Neufassung der Düngeverordnung. “Eine Neufassung der Düngeverordnung ist überfällig. Die EU hat zu Recht bemängelt, dass die Nitrateinträge der Landwirtschaft in Deutschland viel zu hoch sind”, äußerte sich Dr. Ulf Kämpfer, schleswig-holsteinischer Landwirtschafts-Staatssekretär. Ein Beschluss der AMK mit der Aufforderung an die Bundesregierung, bis Ende November einen Entwurf zur Neufassung der Düngeverordnung zu erarbeiten, scheiterte am Widerstand einiger Länder.

Diese Verweigerungshaltung sei unverantwortlich, kritisierte Kämpfer. “Der Nitrateintrag ins Wasser muss deutlich verringert werden, damit wir auch künftig sauberes Trinkwasser haben.”

Kämpfer weiter: “Dazu brauchen wir längere Sperrzeiten für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern wie Gülle im Sommer und Herbst, höhere Lagerkapazitäten und eine Begrenzung der zulässigen Ausbringungsmenge. Nur so können wir unsere Verpflichtungen gegenüber der EU erfüllen.”

Positiv bewertete Kämpfer hingegen zwei Beschlüsse zur Bioenergie. Die AMK bekannte sich einerseits zur Bedeutung der Biomassenutzung für die Energiewende. Andererseits mahnte sie mehr Effizienz und Nachhaltigkeit bei der Biomassenutzung an und verlangte eine stärkere Nutzung von Reststoffen und Abfällen. Die Länder fordern die Bundesregierung auf, die Auswirkungen der Biogaserzeugung und des dafür erforderlichen Energiepflanzenanbaus auf die Pachtmärke sowie die Ernährungs- und Futtermittelproduktion untersuchen. Gemeinsam mit den Ländern sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Weiter sollen nach Auffassung der Agrarminister zukünftig Biogasanlagen, deren Stromproduktion nach dem EEG 2009 vergütet wird, bei einer Betriebserweiterung nur noch die niedrigere Förderung des EEG 2012 erhalten. “Damit wird eine Ungleichbehandlung von Biogasanlagenbetreibern verhindert und der Ausbau der Biogaserzeugung abgebremst. Das ist für Schleswig-Holstein mit regional sehr intensiver Biogasproduktion von besonderer Bedeutung.”

Die Beschlüsse der AMK sind unter www.agrarministerkonferenz.de einsehbar.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail: pressestelle@melur.landsh.de | Presseinformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melur.schleswig-holstein.de | Das Landeswappen ist gesetzlich geschützt.

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