Petition – EEG-Umlage fair teilen: Immer mehr Unternehmen werden von der Umlage befreit

Entwicklung der EEG-Umlage, des Strompreises für Haushalte und Industrie sowie der Anzahl der privilegierten Unternehmen, Datenquelle: Bundesumweltministerium
Entwicklung der EEG-Umlage, des Strompreises für Haushalte und Industrie sowie der Anzahl der privilegierten Unternehmen, Datenquelle: Bundesumweltministerium

(WK-intern) – SONNENENERGIE 5/12 – von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.

Rückblende zur Orientierung: In den letzten Jahren ist der Nettostrombedarf von privaten Haushalten, Gewerbe, Industrie und Verkehrssektor relativ konstant geblieben. Das gleiche gilt für die von Netzbetreibern an Endkunden gelieferte Strommenge (Letztverbrauch). Dieser berechnet sich aus dem Nettostrombedarf abzüglich der von Stromproduzenten selbst erzeugten und am Standort verbrauchten elektrischen Energie, die nicht über das öffentliche Stromnetz transportiert wird. Dazu zählt auch der PV-Eigenverbrauch. Der Letztverbrauch wiederum wird aufgeteilt in einen EEG-Umlagepflichtigen nicht-privilegierten und einen privilegierten Letztverbrauch.

Wer ist damit gemeint?
Privilegiert in diesem Sinne sind seit 2003 stromintensive Unternehmen, die eine Begrenzung der Zahlung der EEG-Umlage beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen dürfen. Bis 2004 wurde die Regelung von 59 Unternehmen für eine Strommenge von 5,85 GWh in Anspruch genommen. Der Anwendungsbereich der Regelung ist deutlich erweitert worden, so dass Anfang 2012 insgesamt 730 (Teil-)Unternehmen mit einer Strommenge von 85.290 GWh durch die BAFA als privilegiert anerkannt wurden – darunter 51 Schienenbahnen. Das umfasst rund 15% des erwarteten Nettostrombedarfs. Im Evaluierungsbericht der Bundesnetzagentur wurde die aus der Besonderen Ausgleichsregelung folgende Mehrbelastung für nicht-privilegierte Letztverbraucher auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt. Bei diesen Stromkunden handelt es sich vorwiegend um Haushaltskunden sowie kleine und mittlere Unternehmen. Gemäß der Regulierungsbehörde wäre bei einer gleichwertigen Kostenbelastung eine EEG-Umlage „in Höhe von knapp 3 ct/kWh ausreichend“.

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Hier können Sie unterschreiben (Petition)

PM: Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.

 

WK: Hermann Betken zur Energiegerechtigkeit

Der Istzustand der deutschen Energiegerechtigkeit heißt, wer wenig verbraucht muss am meisten dafür bezahlen. Ein Hohn hier von Energieeffizienz zu reden, das Gegenteil ist der Fall.

Im einzigen Land, wo ohne Kilometerbegrenzung auf den Autobahnen gerast werden kann, kann kein Politiker für sich beanspruchen etwas für die Umwelt, für die Menschen oder auch nur für die Energiewende beigetragen zu haben oder zu wollen.

Wenn Spritschleudern, wie Porsche Cayenne mit der Umweltplakette ausgestattet werden und in Wahrheit lebensgefährliche Katapulte sind, die Mitmenschen und Tiere todesverachtend bedrohen und die Umwelt in einer nicht mehr zeitgemäßen Art und Weise belasten, nur weil ein vollkommener Unmensch sich dadurch zu beweisen sucht, dann steckt doch in Wahrheit eine völlig verfehlte Politik dahinter, die von allen jemals regierenden Parteien mitgetragen wird und die Unvernunft als Maßstab benutzt.
HB

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