Siemens Industry präsentierte neuen getriebelosen Windgenerator auf der Husum WindEnergy 2012

Siemens Industry Direct Drive Wind Generator / Bild: Siemens
Siemens Industry Direct Drive Wind Generator / Bild: Siemens

(WK-intern) – Mit dem Direct Drive Wind stellt die Siemens-Division Drive Technologies auf der Husum WindEnergy 2012 einen neuen, getriebelosen Windgenerator vor.

Dieser setzt sich aus einzelnen, fertig vormontierten Generatorsegmenten zusammen und bietet somit ein hohes Maß an Flexibilität bei der Umsetzung unterschiedlichster Turbinenlösungen und Anlagenkonzepte. Der als hochpolige Synchronmaschine in Permanentmagnettechnik ausgeführte Generator zeichnet sich durch eine hohe Zuverlässigkeit aus und ist somit besonders geeignet für raue Bedingungen und abgelegene Standorte. Aufgrund des modularen Plattformkonzepts mit standardisierten Komponenten sowie der mechanisch hoch integrierten Lösung werden Logistik und Montage vereinfacht sowie ein hoher Wirkungsgrad erreicht.

Die Energiegewinnung von Windkraftanlagen muss auch unter rauen Bedingungen höchst effizient, wirtschaftlich und zuverlässig sein. Mit dem Direct Drive Wind stellt Siemens auf der diesjährigen Husum WindEnergy Messe einen neuen getriebelosen Windgenerator vor, der diesen Anforderungen gerecht wird und darüber hinaus ein hohes Maß an Flexibilität bietet. Auf Basis des modular aufgebauten technologischen Plattformkonzepts wird der Generator nicht als Ganzes gefertigt, sondern setzt sich aus fertig vormontierten Segmenten zusammen. Auf diese Weise lassen sich aus einem vorbereiteten Baukasten mit einer Auswahl an unterschiedlichen Lagerungskonzepten, Spannungsstufen und Kühlarten sehr flexibel die verschiedensten Anlagenkonzepte verwirklichen. Dabei sind sowohl Innen- als auch Außenläuferkonzepte sowie Leistungen bis 10 MW realisierbar.

Auch die Montage und Logistik des neuen Siemens-Generators werden im Rahmen des Baukastenprinzips erheblich vereinfacht. So können aus den einzelnen Segmenten individuell auf die jeweilige Turbine angepasste Generatorlösungen montiert werden, was wahlweise in einer Vormontage oder am Aufstellort erfolgen kann. Da der Generator nicht als Ganzes transportiert werden muss, gestaltet sich die Logistik sehr einfach. Bei der Endmontage des Generators werden schließlich die einzelnen Segmente auf der zentralen Lagereinheit platziert, aneinandergesetzt und stets mit den beiden benachbarten Segmenten verschraubt bis der Ring geschlossen ist. Sowohl Endmontage als auch Transport der fertig montierten Generator-Paare werden nicht durch Magnetkräfte beeinflusst.

Um aus Wind wirtschaftlich Strom zu erzeugen, müssen Generatoren maximale Energieausbeute bei höchstmöglicher Zuverlässigkeit liefern. Sowohl durch das integrierte Design, welches eine eigene Lagerung für den Generator überflüssig macht und somit zu entsprechend reduzierten Lagerreibungsverlusten beiträgt, als auch durch den Wegfall der Erregerleistung und Getriebeverluste erreicht der Direct Drive Wind einen hohen Wirkungsgrad. Darüber hinaus ermöglichen die reduzierte Komplexität und der Wegfall von Erregereinrichtungen wie Schleifringen eine hohe Zuverlässigkeit bei minimalem Wartungsaufwand. Letzteres erweist sich insbesondere bei der sehr aufwändigen Reparaturlogistik an Offshore-Windkraftanlagen als großer Vorteil.

Mit dem norwegischen Windenergieanlagenhersteller Blaaster Wind Technologies hat Siemens einen Pilotkunden und zugleich Entwicklungspartner an seiner Seite, der auf langjährige Erfahrung in der Windbranche zurückblicken kann. Der erste gemeinsame Prototyp der Direct Drive Windturbine von Blaaster mit dem integrierten vollsegmentierten Generator von Siemens Industry wurde im Frühsommer 2012 in Valsneset, Norwegen, errichtet.

PM: Siemens

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