In der regenerativen Modellregion Harz wird die zukünftige erneuerbare Stromversorgung getestet

HSW-Windanlagen / Foto: HB
HSW-Windanlagen / Foto: HB

(WK-intern) – E-Energy: Die Zukunft beginnt im Landkreis Harz

Die Botschaft der Regenerativen Modellregion Harz ist klar: In der E-Energy Modellregion wird die zukünftige erneuerbare Stromversorgung getestet.

Im Oktober 2012 endet das vierjährige Leuchtturmprojekt, das vom Bundesumweltministerium mit 10 Mio. gefördert wurde.

Deshalb möchten die über 20 Projektpartner die wichtigsten Projektergebnisse im Rahmen einer Abschlussveranstaltung vorstellen und mit allen Interessierten diskutieren. Die Abschlussveranstaltung findet am 17. September 2012 im Wasserschloss Westerburg in der Gemeinde Huy statt. Für die Moderation der Veranstaltung konnte der bundesweit bekannte Fernsehjournalist Dr. Franz Alt gewonnen werden.

Das Stromversorgungssystem befindet sich im Umbruch. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Ausstieg aus der Atomkraft sind nur zwei der zahlreichen Herausforderungen der Energiewende. Eine Lösungen für diese Herausforderung sind intelligente Netze, so genannte Smart Grids. Durch die kommunikationstechnische Verbindung aller Komponenten des Stromversorgungssystems wird die Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit gesteigert. Um Smart Grids in Deutschland voranzutreiben, wurden vor vier Jahren von der Bundesregierung sechs E-Energy Projekte initiiert. Eines dieser sechs Projekte ist die Regenerative Modellregion Harz, in der mehr als 20 Partner aus verschiedenen Bereichen der Elektrizitätswirtschaft Technologien und Geschäftsmodelle für Smart Grids entwickelt haben.

Die Modellregion Harz hat gezeigt, dass mit einem maximalen Anteil erneuerbarer Energien eine stabile, zuverlässige und verbrauchernahe Versorgung mit elektrischer Energie möglich ist. Der Landkreis Harz bot sich für ein derartiges Demonstrationsprojekt besonders an, da der Anteil der erneuerbaren Energien am Verbrauch hier bereits doppelt so groß ist, wie im Bundesdurchschnitt. Die Potenziale für erneuerbare Energien reichen aus, um den gesamten Landkreis regenerativ zu versorgen und darüber hinaus sogar Strom zu exportieren. Das wichtigste Element des Projekts ist das virtuelle Kraftwerk, das die verschiedenen dezentralen und größtenteils erneuerbaren Anlagen koordiniert und dadurch für eine bedarfsgerechte Erzeugung und einen angebotsorientierteren Verbrauch sorgt. Beispielhaft wird die Vermarktung des in der Modellregion erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien demonstriert. Daneben wurden auch circa 40 Haushalte im Landkreis Harz in das Projekt eingebunden.

Durch preisvariable Tarife sollten die Haushalte ihren Verbrauch in Zeiten hoher Erzeugung aus erneuerbaren Energien verlagern. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Arbeiten an den elektrischen Netzen. Schreitet der Ausbau der erneuerbaren Energien im Landkreis Harz weiter voran, müssen die Netze ausgebaut werden. Moderne Messtechnik kann den Betrieb der Netze dabei effizienter und sicherer machen. Dies sind nur einige der Ergebnisse, die im Rahmen des Projekts erarbeitet wurden und die beim Abschlusstreffen auf der Westerburg vorgestellt werden.

Das Abschlusstreffen-Programm des Projekts Modellregion Harz ist zweigeteilt:

1. Rahmenprogramm mit Vorführung des Präsentationsaufbaus Virtuelles Kraftwerk Harz, 15 Uhr, Rathaus Dardesheim, Sürenstraße 228, 38836 Osterwieck-Dardesheim

2. Pressegespräch und Abschlussveranstaltung, 16:30 Uhr, Wasserschloss Westerburg, Westerburg 34, 38836 Huy/Landkreis Harz, mit Journalist Dr. Franz Alt

  • 16:30 Uhr Pressegespräch
  • 17:00 Uhr Begrüßung und Grußworte
  • 17:30 Uhr Präsentation relevanter Ergebnisse
  • 18:30 Uhr Diskussion mit geladenen Gästen zur Bedeutung des Projekts für die Region
  • 19:30 Uhr bis 21 Uhr inoffizieller Ausklang mit Imbiss und Getränken

PM: Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik

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