Grüne und ENERCON wollen Windenergie-Ausbau an Land dynamisch fortsetzen

(WK-news) – Spitzenpolitiker der Grünen sprachen mit ENERCON Geschäftsführung über Energiewende

Die Umsetzung der Energiewende und die anhaltende Diskussion über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) standen im Mittelpunkt bei einem Besuch von spitzenpolitikern von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag (13. September) bei ENERCON in Aurich.

Dabei tauschten der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, und die niedersächsische Landesvorsitzende der Partei, Anja Piel, mit der ENERCON Geschäftsführung ihre Ansichten über den Umbau des Energiesystems in Deutschland und die Rolle der Onshore-Windenergie aus.

ENERCON Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig war sich mit Grünen-Fraktionschef Trittin einig, dass die derzeit in der Bundesregierung überlegte Verlangsamung des Windenergie-Ausbaus das Gelingen der Energiewende gefährde. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP möchte offenbar den Zubau von Erneuerbaren Energien drosseln, bis Kapazitätsengpässe der Stromnetze behoben sind. «Der Ausbau der Windenergie an Land darf nicht gebremst werden», sagte Kettwig. «Im Gegenteil: Diese günstigste Erneuerbare Energieform muss dynamisch weiter ausgebaut werden.» Nur mit der Onshore-Windenergie als tragende Säule ließen sich die Ziele der Energiewende erreichen – zeitnah und zu kalkulierbaren Kosten.

Kalkulierbar müssten für die Windbranche allerdings auch die politischen Rahmenbedingungen bleiben, betonte Kettwig. «Verlässliche Rahmenbedingungen sind für Betreiber, Investoren und Hersteller unverzichtbar.» In dieser Hinsicht habe die Politik mit dem EEG in Deutschland vorbildliche Regelungen geschaffen – unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen Bundesumweltministers Trittin. Diese werden inzwischen in vielen Ländern nachgeahmt. Die aufgeregte Debatte um das EEG mit immer neuen ins Spiel gebrachten Anpassungsvorschlägen hält Kettwig für wenig hilfreich. Dies sorge bei allen Beteiligten nur für Verunsicherung.

Welche Rolle die Energiewende und der Ausbau der Windenergie bei der niedersächsischen Landtagswahl Ende Januar spielen, war ebenfalls Thema des Hintergrundgesprächs. Die Grünen-Landesvorsitzende Anja Piel informierte sich dabei über Fragen der Onshore-Windenergie speziell aus niedersächsischer Sicht.

Nach dem Gespräch erklommen Trittin und Piel gemeinsam mit ENERCON Mitarbeitern die E-126 Besucher-Windenergieanlage in Georgsfeld bei Aurich. Dabei zeigten sich die Politiker von der 7,5-MW-Maschine – der leistungsstärksten Windenergieanlage weltweit – sichtlich beeindruckt. Zuvor hatten Trittin und Piel das Gusszentrum Ostfriesland (GZO) in Georgsheil besichtigt und sich über die Fließfertigung von Gusskomponenten für Windenergieanlagen bei ENERCON informiert.

 

 

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