7. Dortmunder-Auto-Tag der Fakultät für Elektrotechnik der und Uni Dortmund

(WK-news) – Elektrofahrzeuge erobern langsam aber sicher den Alltag, da sie einerseits zunehmend als klassische Straßenfahrzeuge verfügbar sind und andererseits als Spaßfahrzeuge wie elektrische Fahr- sowie Motorräder, Segways und stylische Microautos immer mehr das Straßenbild prägen.

Allen gemeinsam sind der elektrische Antriebsstrang, die durch die Batterie begrenzte Reichweite und die Frage der Akzeptanz durch die Verbraucherinnen und Verbraucher.

An diesen Punkten setzen die Fragen sowie Lösungsansätze der anwendungsorientierten Forschung und der Industrie an.

Der 7. Dortmunder-Auto-Tag, der am Dienstag (11. September) von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund veranstaltet wurde, zeigte Perspektiven und Innovationen zur Elektromobilität sowie zu Fahrerassistenzsystemen und bot Möglichkeiten, mit Expertinnen und Experten der Automobilindustrie und Forschung das Heute und Morgen zu diskutieren.

Darüber hinaus wurde auch das Wechselspiel von Fahrerassistenzsystemen und dem demografischen Wandel aus der Sicht der Verkehrspsychologie beleuchtet.

Zahlreiche Themen auf der Agenda

Neben der Optimierung des elektrischen Antriebsstrangs auch mit Unterstützung von Fahrerassistenzsystemen sowie der Energierückgewinnung über Rekuperation beim Verzögern des Fahrzeugs stehen Aufgaben zu konsequenten Leichtbaukonstruktionen und zur Kommunikationsfähigkeit von Fahrzeugen auf der Agenda. Alle diese Themen sind nicht nur auf Verkehrsmittel mit elektrischem Antriebsstrang fokussiert, denn zur Steigerung der Sicherheit und zur Reduktion der Emissionen können zahlreiche Konzepte auch auf Fahrzeuge mit allen möglichen Mischformen für den Antrieb übertragen werden.

Der DortmunderAutoTag leistet nun zum siebten Mal Beiträge zur Beantwortung der komplexen übergreifenden Fragen zur technischen Ausgestaltung der privaten Verkehrsmittel in den Verkehrskonzepten der Zukunft. Als etabliertes Diskussionsforum zu den Fachgebieten Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme bot er auch in diesem Jahr hochkarätige Referentinnen und Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft, die die Trends der individuellen Mobilität diskutierten.

Fachliche Vorträge aus der Automobilindustrie (Audi AG, BMW AG, Ford Werke GmbH, Renault Deutschland AG), der Zulieferindustrie (EMC Test NRW GmbH, Paul Vahle GmbH & Co. KG, dSPACE GmbH), Exponate und Posterpräsentationen dienten neben der Fachausstellung als Anregung für weitere Entwicklungs- und Forschungsarbeiten.

Vielseitige Forschung

Speziell wurden in diesem Jahr erste Erfahrungen mit den verschiedenen Konzepten der Elektromobilität der Renault Deutschland AG vorgestellt und durch den Vergleich der Ladekonzepte „konduktiv, induktiv, kapazitiv“ von Paul Vahle GmbH & Co. KG abgerundet, nachdem die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die sozioökonomischen Bereiche der Elektromobilität analysiert hatte.

Die AUDI AG und EMC Test NRW GmbH boten Einblicke in die Störfestigkeit und EMV-Emissionen von Komponenten der Elektromobilität. Daneben präsentierte die dSPACE GmbH ihre modellbasierten Entwicklungswerkzeuge für die Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme.

Die Elektrotechnik und Informationstechnik agieren neben den Leichtbaukonstruktionen als Schlüsseltechnologien und führen zu einem Wandel bei der Entwicklung der zukünftigen Mobilität, an dem auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dortmund im Rahmen zahlreicher Kooperationsprojekte mit Automobilherstellern sowie Zulieferern und öffentlich geförderten Projekten beteiligt sind.

Fahrerassistenzsysteme als zweiten Schwerpunkt

Im Rahmen des zweiten Schwerpunkts, den die Fahrerassistenzsysteme darstellten, stellte zunächst die BMW Group Forschung und Technik die Technik und die Herausforderungen des autonomen Fahrens  vor. Die Ford Werke GmbH diskutierte anschließend die Möglichkeiten der Fahrerassistenzsysteme in Mittelklassefahrzeugen.

Eine Studie zur Elektromobilität der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ein Vortrag des Würzburger Instituts für Verkehrswissenschaften GmbH zu Fahrerassistenzsystemen und dem demografischen Wandel boten umfangreiche Anregungen zu Diskussionen und Ideen für die zukünftige Mobilität.

In einer Fachausstellung konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DortmunderAutoTages über die TU Dortmund sowie folgende fahrzeugaffine Unternehmen und Organisationen informieren: GETracing, das studentische Rennteam der TU Dortmund, NRW Kompetenzzentrum für interoperable Elektromobilität, Infrastruktur und Netze, AutoCluster.NRW, dSPACE GmbH, EM Test GmbH, EMC Test NRW GmbH, Franz Rüschkamp GmbH & Co. KG, Teseq GmbH, Toellner Electronic, TRW Automotive GmbH.

Veranstaltung mit hoher Relevanz

Wie wichtig eine Veranstaltung wie der DortmunderAutoTag gerade jetzt ist, betonte IHK-Geschäftsführer Stefan Schreiber: „Die Autoindustrie boomt derzeit, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage aus China und den weiteren asiatischen Märkten. Deutschlandweit gehört die Autoindustrie, in der jeder fünfte Beschäftigte arbeitet und die für rund ein Viertel der Wirtschaftsleistung steht, zu den bedeutenden Branchen. Allein in der westfälischen Region sind ungefähr 550 Unternehmen mit über 40.000 Beschäftigten in der Automobilzulieferindustrie tätig.“

Seit 2006 wird das Forum jährlich in Dortmund von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit der IHK zu Dortmund und dem AutoCluster.NRW veranstaltet.

Bild: Stefan Schreiber (Geschäftsführer IHK zu Dortmund), Dipl.-Ing. Lothar Schneider (Clustermanager AutoCluster.NRW), mittig: Mareike Leber (Assistentin der Leitung des Lehrstuhls für Regelungssystemtechnik), hinten: Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Torsten Bertram (Leiter des Lehrstuhls für Regelungssystemtechnik), Prof. Dr.-Ing. Stephan Frei (Leiter des Arbeitsgebiets Bordsysteme an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik).

PM: TU-Dortmund

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