Windparkeröffnungen am laufenden Band – Branche wartet sehnlichst auf neue Einspeisetarife

20120912-Eröffnung-WP-Dürnkrut-VelmGötzendorf-BM-Haasmüller-Steininger-LR-Pernkopf-dangl-BM-Bauch.jpg  von links: Bürgermeister Haasmüller, Steininger WK Simonsfeld, Landesrat Pernkopf, Dangl WEB, Bürgermeister Bauch
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(WK-news) – Gestern Nachmittag wurden weitere 10 Windräder mit einer Leistung von 20,25 MW eröffnet.

Das Gemeinschaftsprojekt von WEB Windenergie AG und Windkraft Simonsfeld speist in Zukunft Windstrom für mehr als 15.000 Haushalte ein.

Während die einen bauen, sind bei den anderen wichtige Entscheidungsgrundlagen ins Stocken geraten. Seit Monaten wartet die Branche nun auf die zukünftigen Einspeisetarife, damit das Ökostromgesetz endlich seine langfristige Wirksamkeit entfalten kann.

Gestern Nachmittag wurden zwischen Dürnkrut und Velm-Götzendorf von Landesrat Dr. Stephan Pernkopf zehn Windräder bei einem Eröffnungsfest offiziell ans Netz gebracht.

Pioniere der Windbranche
Der Windpark Dürnkrut-Götzendorf ist ein Gemeinschaftsprojekt zweier Pioniere der österreichischen Windkraftbranche. Die WEB Windenergie AG und die Windkraft Simonsfeld AG haben vieles gemeinsam: das Selbstverständnis als Bürgerbeteiligungsgesellschaft, die Rechtsform der außerbörslichen Aktiengesellschaft, mehr als ein Dutzend Jahre Erfahrung als Kraftwerksbetreiber und so manches gemeinsame Projekt. „Unser langer Atem an diesem Standort hat sich bezahlt gemacht. Seit 2001 wurde das Projekt mehrfach umgeplant. Nun wurde in enger Abstimmung mit Vogelschützern und Gemeinden ein optimaler Standort gefunden. Wir hoffen, dass sich diese ausgezeichnete Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen lässt!“ schwärmt Martin Steininger, Geschäftsführer der WK Simonsfeld. „Solche Kooperationen sind die Kraft der Zukunft, mit der wir die Energiewende vorantreiben können“, unterstreicht Andreas Dangl, Vorstandsvorsitzender der WEB.
Die zehn errichteten Windkraftwerke werden in Summe mehr als 52 Mio. Kilowattstunden Windstrom pro Jahr produzieren. Diese Strommenge entspricht dem Jahresverbrauch von 15.000 Haushalten.

Windenergie in Niederösterreich
„NÖ ist voll auf erneuerbaren Kurs“, freut sich Landesrat Pernkopf und ergänzt: „Bis 2015 wird NÖ genauso viel erneuerbaren Strom produzieren, wie es verbraucht – mit dem verstärkten Ausbau der Windkraft werden wir dieses wichtige Ziel erreichen!“
Derzeit drehen sich in Niederösterreich 227 Windräder mit einer Leistung von 667 MW. „Dies entspricht dem Stromverbrauch von 57% aller niederösterreichischen Haushalte“, erklärt Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und führt weiter aus: „Diese Windräder sparen mit 870.000 t CO2 so viel ein, wie 39% aller Autos des Bundeslandes ausstoßen.“

Einspeisetarife sind längst überfällig
Vor über einem Jahr wurde das neue Ökostromgesetz im Nationalrat beschlossen um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen und die Atomenergie aus österreichischen Stromnetzen zu verdrängen. Nach der Zustimmung der Europäischen Kommission konnte das Gesetz im Juli 2012 endlich in Kraft treten. „Damit das Gesetz auch langfristig seine Wirkung entfalten kann braucht es Stabilität durch eine rasche Verordnung der Einspeisetarife“, erklärt Moidl. Das Wirtschafts-, das Konsumentenschutz- und das Lebensministerium verhandeln bereits mehrere Monate über die Einspeisetarife. Ein Ende ist leider noch nicht in Sicht. „Die ganze Branche wartet auf diese Verordnung als Grundlage für dringend erforderliche Planungs- und Investitionsentscheidungen“, betont Moidl.

PM: Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
Mobil: +43 (0)699 1 88 77 855
Mail: m.fliegenschnee@igwindkraft.at

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