Kooperationsprojekte zwischen Serbien und RWE beschlossen

(WK-news) – RWE vereinbart strategische Zusammenarbeit mit serbischem Energieversorger EPS

  • Absichtserklärung zur Weiterentwicklung der Energieerzeugung in Serbien unterzeichnet
  • Fokus auf Wasserkraft

RWE und der staatliche serbische Energieversorger Elektroprivreda Srbije (EPS) haben heute in Berlin eine Absichtserklärung für eine weitreichende Zusammenarbeit im Energiesektor in Serbien unterzeichnet.

Der serbische Vizepremier, Aleksandar Vucic, und der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Peter Terium, unterschrieben im Beisein von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler ein entsprechendes „Memorandum of Understanding“ (MoU).

Die Absichtserklärung umfasst die Weiterentwicklung und Optimierung bestehender Energieerzeugungsanlagen in der serbischen Republik genauso wie die Planung, den Bau und Betrieb neuer Kraftwerke. Als erste gemeinsame Kooperationsprojekte wurden die Modernisierung, der Ausbau und Betrieb von Laufwasserkraftwerken sowie die Erweiterung eines bestehenden Braunkohlenkraftwerks und eines benachbarten Tagebaus identifiziert. Die Wasserkraftprojekte mit einer installierten Leistung von rund 920 Megawatt (MW) liegen an den Flüssen Drina und Donau. Bei dem Braunkohlenkraftwerk 40 Kilometer westlich von Belgrad handelt es sich um das größte konventionelle Kraftwerk des Landes mit einer installierten Leistung von derzeit 1.240 MW.

Aleksandar Vucic, Vizepremierminister der serbischen Republik, erklärt: „Über die heutige Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen RWE und EPS freue ich mich sehr. Die damit angelegte strategische Partnerschaft umfasst wichtige Projekte zur Optimierung und zum Ausbau der Energieerzeugung unseres Landes. Vor allem bei der Stromerzeugung durch Wasserkraft ergeben sich große Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.“

Peter Terium, Vorstandsvorsitzende der RWE AG: „Serbien hat einen hohen Bedarf an moderner Kraftwerkstechnologie. Gleichzeitig gibt es hier im erneuerbaren wie im konventionellen Bereich noch viele Ressourcen zu heben. Diese strategisch gute Ausgangsposition wollen wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner EPS nutzen. Dabei verfügen wir in allen Technologiesegmenten über hervorragendes Know-how, um den Ausbau der Energieerzeugung in dieser Region effizient und klimaschonend mitzugestalten.“

Die heute unterzeichnete Absichtserklärung sieht eine neunmonatige Prüfungsphase vor, in der eine technische und wirtschaftliche Bewertung der betreffenden Kraftwerke vorgenommen wird. Nach Ablauf dieser neun Monate soll dann ein Kooperationsvertrag folgen, der die genauen Projekte benennt und Aufgaben und Zuständigkeiten der Partner regelt.

Dr. Hans Bünting, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy: „Unser Fokus liegt sehr stark auf der Nutzung bestehender Laufwasserkraftwerke in Serbien. Durch gezielte Modernisierungsmaßnahmen und eine optimierte Betriebsführung können wir die Effizienz dieser Anlagen noch steigern. Darüber hinaus wollen wir die Wasserkraft dort auch weiter ausbauen. Anders als in Deutschland gibt es an den Flüssen in Serbien noch reichlich Ausbaupotenzial.“

Bereits im Mai 2011 hatte RWE Innogy mit EPS ein Joint Venture zur Entwicklung von fünf Wasserkraftwerken am Fluss Morava mit einer Leistung von insgesamt 150 MW gegründet. Derzeit laufen Machbarkeitsstudien für diese Anlagen. Ab 2014 könnte mit dem Bau der Kraftwerkskette begonnen werden. Nach Fertigstellung sollen die Anlagen rund
650 Gigawattstunden (GWh) Strom liefern. Auch diese Projekte sollen in die heute beschlossene langfristige strategische Kooperation mit EPS einfließen.

„Gerade mit unserem europaweit einzigartigen Know-how im Bereich Braunkohlenkraftwerke können wir unsere Partner bei Modernisierung und Neubau unterstützen. Effizienzsteigerung und CO2-Reduktion stehen dabei im Vordergrund“, sagte Dr. Michael Fübi, Geschäftsführer der RWE Technology.

EPS ist ein serbisches Energieversorgungsunternehmen im Besitz des serbischen Staates. Das Unternehmen beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und ist einer der größte Arbeitgeber des Landes. In Serbien verfügt EPS über Kraftwerkskapazitäten auf Basis von Kohle, Gas und Wasserkraft im Umfang von 8.359 MW und erzeugte damit in 2010 insgesamt 35.855 GWh Strom. Der Anteil der Wasserkraft am Energiemix von EPS beträgt 2.835 MW.

PM: RWE

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