EEX wird europaweite Auktionsplattform für Emissionsrechte

(WK-intern) – EEX gewinnt Ausschreibung für die europaweite transitorische Auktionsplattform für Emissionsrechte.

Leipzig – Die European Energy Exchange (EEX) freut sich bekanntzugeben, dass sie von der Europäischen Kommission sowie den beteiligten 24 EU-Mitgliedstaaten als europaweite Übergangsplattform für Versteigerungen von Emissionsrechten der dritten Handelsphase ausgewählt wurde. Damit wurde die EEX beauftragt, eine Gesamtmenge von mindestens 250 Millionen Emissionsrechten zu versteigern, bis eine permanente europäische Plattform bestellt ist.

Den entsprechenden Zuschlag hat die EEX durch Jos Delbeke, Generaldirektor der Generaldirektion Klimapolitik im Namen der Kommission und den beteiligten Mitgliedstaaten als Ergebnis eines gemeinsamen Vergabeverfahrens erhalten.

„Es freut uns außerordentlich, dass die EEX von der Kommission und den beteiligten EU-Staaten als Partner für die gemeinsame europäische Auktionsplattform ausgewählt wurde. Denn die Weiterentwicklung und Umsetzung der Ziele des EU-Emissionshandels sind uns ein wichtiges Anliegen. Mit dem etablierten Auktionsmodell der EEX und der effizienten Abwicklung durch unser Clearinghaus European Commodity Clearing (ECC) wollen wir nun zu einem reibungslosen Übergang von der zweiten zur dritten Handelsperiode beitragen“, so Peter Reitz, Chief Executive Officer der EEX.

Als gemeinsame transitorische Plattform wird die EEX über ihren Spotmarkt Versteigerungen von EU-Emissionsberechtigungen (EUA) und EU Aviation Allowances (EUAA) der dritten Handelsperiode durchführen. Die genauen Auktionsvolumina und -termine werden derzeit noch von der EEX in Abstimmung mit der Europäischen Kommission und den beteiligten Mitgliedstaaten vereinbart und anschließend bekanntgegeben; die Auktionen sollen jedoch nicht später als Ende Oktober starten.

Erst kürzlich hat die EEX den Zugang zu allen Primärmarktauktionen am Spotmarkt mit einer neuen Zulassungsvariante vereinfacht. Die „Auction only“-Zulassung ermöglicht Unternehmen, die ausschließlich an Auktionen teilnehmen wollen, eine vereinfachte und kostenlose Zulassung (sofern von den Kunden keine technische Anbindung explizit gewünscht wird). Diese Zulassungsvariante richtet sich damit besonders an die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die dem Emissionshandel unterliegen – ist aber nicht auf diese beschränkt.

Die EEX ist mittlerweile die führende Börse für die Versteigerung von Emissionsrechten. Bislang hat sie mehr als 250 EUA-Auktionen der zweiten Handelsperiode für Deutschland, die Niederlande und Litauen erfolgreich durchgeführt. Zudem führt die EEX seit Juni Auktionen für die dritte Handelsperiode im Auftrag der Europäischen Investitionsbank (EIB) durch. Im Rahmen der NER-300-Initiative nutzt die EIB auch den Sekundärmarkt der Börse sowie die Möglichkeit zur OTC-Registrierung von Transaktionen.

Zusammen mit weiteren Maßnahmen wie Market Making und weiterer Kostenreduktion im Clearing hat dies die Liquidität des Handels an der EEX gestärkt: Im Juni 2012 erzielte die EEX einen neuen Monatsrekord, indem erstmals mehr als 25 Millionen Emissionsrechte über ihren Spot- und Terminmarkt gehandelt wurden. So stieg das Open Interest am Terminmarkt per Ende Juli 2012 auf über 42 Millionen Tonnen CO2 an (im Vergleich zu 12 Millionen Tonnen CO2 zu Jahresbeginn).

EEX und Eurex Exchange bieten ihren Teilnehmern eine Plattform zum Handel mit CO2-Emissionsberechtigungen. Im Rahmen dieser Kooperation, die im Dezember 2007 startete, können Eurex-Teilnehmer über ihre bestehende Infrastruktur und einen vereinfachten Zulassungsprozess die an der EEX gelisteten CO2-Terminprodukte handeln und an den EUA-Auktionen teilnehmen.

PM: European Energy Exchange AG
Katrin Berken
Telefon: +49 341 21 56 – 202
Fax: +49 341 21 56 – 109
E-Mail: katrin.berken@eex.c

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