WEGE ZUR NACHHALTIGKEIT – Klimaschutz und Umweltpolitik in Freiburg

(WK-news) – Freiburg darf sich mit einigem Recht als eine der Geburtsstätten der Umweltschutzbewegung bezeichnen.

Der erfolgreiche Kampf gegen das Kernkraftwerk Wyhl, einer der Gründungsmythen der grün-alternativen Bewegung, mobilisierte und formierte vor über 30 Jahren jene bunte Koalition aus Studenten-, Antiatomkraft-und neuen sozialen Bewegungen auf der einen und dem wertkonservativen Freiburger Bürgertum auf der anderen Seite, die bis heute Gesellschaft und Politik in der Stadt prägt.

Anfangs waren es nur einzelne Visionäre und Bastler, Grüppchen und Vereine, die nach Alternativen zur Atomenergie suchten.

Aber schon 1986, im Jahr von Tschernobyl, bekannte sich der Gemeinderat zum Ausstieg aus der Atomenergie und zur Sonnenkraft als neuer Leitenergie; im selben Jahr richtete Freiburg als eine der ersten Städte im Land ein Umweltschutzamt ein.
Freiburg ist nicht nur in politischer Hinsicht eine der grünsten Städte Deutschlands. Keine andere Stadt von vergleichbarer Größe hat mehr Wald und Weinberge und eine derartige Vielfalt von Landschaftsformen zu bieten, von den rauen Höhen des Schwarzwalds bis hinunter zu den Auwäldern am Rhein. Freiburg liegt buchstäblich im grünen Bereich, und das trägt nicht unwesentlich zu seiner Attraktivität bei. Die Lage, das milde, sonnenreiche Klima, die entspannte Lebensart seiner Bewohnerinnen und Bewohner und nicht zuletzt die Vorzüge badischer Küche und Keller ließen Freiburg-Besucher schon im 19. Jahrhundert von den „Vorhallen Italiens“ und dem „ersten Rausch des Südens“ schwärmen.

Anspruch und Herausforderung
Freiburg darf und will sich nicht ausruhen auf dem Lorbeer der schnuckeligen, gemütlichen „Wohlfühlstadt“, in der der örtliche Fußballbundesligist zeitweilig mehr durch Sonnenkollektoren auf dem Stadiondach und Umweltpreise als durch Tore und Siege aufhorchen ließ. Heute gilt die Stadt auch als Modell für eine Versöhnung von „sanfter“ Ökologie und „harter“ Ökonomie. Umweltpolitik, Solartechnik, Konzepte von Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind zu Triebfedern der wirtschaftlichen, politischen und städtebaulichen Entwicklung geworden. Und noch wichtiger als Preise und weltweites Schulterklopfen ist: Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt identifizieren sich in hohem Maße mit dieser Politik.

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