Projektstart im Aargau: Innovative Bioenergie für die Schweiz

Pressebild: Gasmotor des agnion Heatpipe-Reformer
Pressebild: Gasmotor des agnion Heatpipe-Reformer

(WK-intern)Projektstart im Aargau zum Bau einer Holzvergasungsanlage im Rahmen der Cleantech-Initiative

Pfaffenhofen (D) / Aarau (CH) – Die agnion Technologies GmbH, technologischer Vorreiter in der Umwandlung von Holz in regenerativen Strom und Wärme, wurde ausgewählt, ihre moderne Anlagentechnik im Rahmen eines Projekts des schweizerischen Paul Scherrer Instituts (PSI) zu liefern.

Das Projekt im Aargau ist ein wichtiger Baustein im Rahmen der Cleantech-Initiative bei der Suche nach den besten technischen Lösungen zur Umwandlung erneuerbarer Energien in speicherbare Energieträger und besitzt Vorbildcharakter.

Der Baubeginn ist noch 2013 geplant, im Laufe des Jahres 2014 wird die PSI-Referenzanlage im Aargau ganzjährig regenerativen Strom, Wärme oder Synthesegas liefern.

Die Energiestrategie 2050 und die damit einhergehende Umstrukturierung des Energiesystems stellt die Schweiz vor große Herausforderungen. Nach Wasserkraft ist Biomasse der erfolgversprechendste regenerative Energieträger für die Schweiz. Hier sind besonders Technologien gefragt, die die regional vorhandenen Holzreststoffe aus der Forstwirtschaft möglichst effizient nutzen. Unter dem Projektnamen „X-PDU“ (Holzgas Process Development Unit) planen die AEW Energie AG und das PSI den Bau eines Heatpipe-Reformers der Firma agnion mit Wirbelschichtvergaser. Die beiden Hauptziele sind der kommerzielle Betrieb einer effizienten Holzvergasungsanlage in kleinem Maßstab und, im zweiten Schritt, die Pilotierung des am PSI entwickelten Verfahrens zur Gasaufbereitung (Methanisierung von Synthesegas) als Grundlage für spätere Nachfolgeanlagen.

Der geplante agnion Heatpipe-Reformer mit einem Gesamtwirkungsgrad von rund 80 Prozent hat eine Leistung von etwa 400 kWel und 630 kWth. (Warmwasser mit 90°C Vorlauf, 70°C Rücklauf). Als Brennstoff werden lokale Holzhackschnitzel und Restholz eingesetzt. Gebaut und betrieben wird die Anlage durch die AEW Energie AG (AEW) mit einer Beteiligung der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ). Die AEW wird auch für die Holzlogistik Sorge tragen. Die endgültige Gebäudeplanung soll 2013 eingereicht werden, der Baubeginn der Anlage ist noch im gleichen Jahr vorgesehen. Im Laufe des Jahres 2014 soll dann der reguläre Betrieb mit durchschnittlich 7.000 Betriebsstunden pro Jahr starten.

Dr. Stephan Mey, Geschäftsführer agnion, bestätigt die Planungen: „Wir freuen uns, dass unsere Technologie und das Konzept dezentraler Anlagen in mittlerer Größe auch die kritischen schweizerischen Energie-Experten überzeugt hat. Der Standort ist hervorragend für eine sinnvolle lokale und regenerative Versorgung gewählt, ohne die Notwendigkeit von externer Holzbeschaffung.“

Das Beispiel soll Schule machen

„Das PSI wird mit diesem Projekt einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 leisten. Im Zentrum der Hightech-Strategie unseres Standortkantons Aargau und der Cleantech-Initiative des Bundes stehen gerade die Initiierung und Durchführung von zukunftsweisenden Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien sowie die Förderung von Wissens- und Technologietransfer.“ erläutert Prof. Alexander Wokaun, Head of General Energy Research Department Paul Scherrer Institut und Gründungsmitglied des Vereins Cleantech Aargau, den Hintergrund des Projektes. „Mit der agnion Technologie bringen wir ein hochmodernes Bioenergie-Verfahren in die Schweiz und diesen Vorreiter-Status im Aargau werden wir weiter ausbauen.“

Die Anlage dient den Projektbeteiligten als Referenzanlage, um weitere Anlagen des gleichen Typs an anderen Standorten in der Schweiz zu realisieren und damit den Ausbau hocheffizienter Strom- und Wärmeerzeugung aus Holz zu beschleunigen.

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top