Innovationszentrum Kohle wird zum Ort des Fortschritts

v.l.n.r. Andreas Kittner, Heiko Heinrichs, Kilian Bauer, Ministerin Svenja Schulze, Dr. Johannes Lambertz (Vorstandsvorsitzener RWE Power), Erbin Bossu und Eweline Enns
v.l.n.r. Andreas Kittner, Heiko Heinrichs, Kilian Bauer, Ministerin Svenja Schulze, Dr. Johannes Lambertz (Vorstandsvorsitzener RWE Power), Erbin Bossu und Eweline Enns

(WK-intern) – NRW-Forschungsministerin Svenja Schulze macht Innovationszentrum Kohle zum „Ort des Fortschritts“

  • Einrichtung der RWE Power in Niederaußem ausgezeichnet
  • Dr. Johannes Lambertz: „Ehrentitel ist Auszeichnung und Ansporn zugleich“

„Ort des Fortschritts“ – so darf sich ab sofort das Innovationszentrum Kohle der RWE Power in Niederaußem nennen. Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat heute diese Auszeichnung dem Unternehmen überreicht.

„Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nr. 1 in Deutschland, und hier schlägt das Herz der Energieforschung.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Innovationszentrums Kohle forschen daran, aus dem Abfallprodukt CO2 einen neuen Wertstoff zu erstellen. Das Beispiel des Innovationszentrums Kohle zeigt, Energieforschung ist ein Fortschrittsmotor für Nordrhein-Westfalen“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Im Innovationszentrum Kohle treibt RWE Power Forschungs- und Entwicklungsprojekte voran, in deren Fokus die Effizienzsteigerung der Kohleverstromung und der Umgang mit Kohlendioxid stehen. „Dieser Ehrentitel ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich“, betonte Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE Power.

„Wir freuen uns, dass die Landesregierung unsere Anstrengungen um den Klimaschutz auf diese Weise würdigt.“ Für die Projekte im Innovationszentrum Kohle stellt das Unternehmen insgesamt 100 Millionen Euro bereit. „Wir drehen schon heute an vielen Stellschrauben, um unsere Kraftwerke effizienter und flexibler zu machen. Doch wir wollen die Kohle zukunftsfest machen. Genau das tun wir in unserem Innovations-zentrum Kohle.“

Ein zentraler Baustein ist dabei die Pilotanlage einer CO2-Wäsche, die seit 2009 gemeinsam mit BASF und Linde betrieben wird. Mit ihr soll die Effizienz der CO2-Abscheidung aus Kraftwerksabgasen verbessert werden. Das Kohlendioxid, das in der Wäsche abgeschieden und danach verflüssigt wird, nutzt inzwischen teilweise die Bayer AG im Projekt DreamProduction. Hierbei kann das CO2 zum Beispiel die für die konventionelle Kunststoffproduktion nötige Erdölmenge reduzieren.

Ein weiteres Anliegen ist es, im Innovationszentrum Kohle junge Menschen für Technik zu interessieren. Wie das funktionieren kann, stellte eine Schülergruppe der Anne-Frank-Gesamtschule Düren-Mariaweiler unter Beweis. In einer kurzen Präsentation veranschaulichten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse die Umwandlung von CO2 durch Mikroorganismen zu Nutzstoffen. Ihre Präsentation hatten sie im Rahmen des von RWE Power geförderten Kooperationsprojekts „Schule (er)lebt Forschung“ von Gesamtschule und Forschungszentrum Jülich vorbereitet.

Zuvor waren die Jugendlichen mehrmals vor Ort, um sich intensiv mit dem Forschungsprojekt zur CO2-Umwandlung durch Mikroorganismen zu beschäftigen. In diesem Bereich kooperiert RWE Power mit der Brain AG. „Es ist beeindruckend, mit welcher Begeisterung die Schülerinnen und Schüler dieses komplexe Thema angepackt haben“, lobte Johannes Lambertz. Und weiter: „Wir wollen auch in Zukunft dem Nachwuchs hier solche Möglichkeiten bieten. So wird unser Innovationszentrum Kohle seinem neuen Titel ´Ort des Fortschritts´ gerecht.“

Hintergrund:
„Orte des Fortschritts“ sind Punkte in Nordrhein-Westfalen, an denen sich nachhaltiger Fortschritt ,made in NRW‘ ablesen lässt. Mit der Auszeichnung als „Ort des Fortschritts“ wird der besondere Beitrag der Institution zu einem qualitativen Fortschritt in NRW gewürdigt und sichtbar gemacht. Gleichzeitig wird deutlich, dass Nordrhein-Westfalen als Ort der Wissenschaft und Industrieland mit starken Regionen und einer lebendigen Kultur hervorragende Chancen hat, Fortschritt zu organisieren und zu gestalten.

Das Kooperationsprojekt „Schule (er)lebt Forschung“ zwischen dem JuLab, dem Schülerlabor des Forschungszentrum Jülich und der Anne-Frank-Gesamtschule Düren-Mariaweiler (AFG) basiert auf einem Konzept zur nachhaltigen Förderung naturwissenschaftlicher Interessen und Kompetenzen von Schülern. Ziel des Projekts ist es, in einer authentischen Lernumgebung die Berührungsängste mit „realer“ Wissenschaft herabzusetzen und ein nachhaltiges Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken, so dass die Schüler im besten Fall zu einer Berufskarriere in diesen Bereichen – auch bei RWE Power – motiviert werden.

Für Rückfragen:
Lothar Lambertz
Presse RWE Power AG

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