Schottland und Deutschland: Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energien

(WK-intern) – Chancen für Schottland und Deutschland – Schottischer Energieminister spricht auf der Konferenz Windforce 2012 über Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energien

Der schottische Energieminister Fergus Ewing wird im Rahmen der heutigen Konferenz die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Schottland und Deutschland erläutern und die Bedeutung der Kooperation zwischen den beiden Ländern auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien herausstellen.

Der Minister wird auf der Windforce 2012 Konferenz der Offshore-Windenergie-Branche in Bremen den Teilnehmern die Möglichkeiten verdeutlichen, die sich aus einer engeren Zusammenarbeit ergeben können.

Im Rahmen der Konferenz wird Fergus Ewing außerdem der Unterzeichnung einer Absichtserklärung für eine Kooperation zwischen ForWind, dem gemeinsamen Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen, und Energy Technology Partnership, einer Forschungskooperation zwischen schottischen Universitäten, beiwohnen.

Am zweiten Tag seines dreitägigen Besuches in Deutschland wird der schottische Energieminister eine Einführungsrede auf der Konferenz halten und sich mit Vertretern verschiedener deutscher Unternehmen treffen, die bereits Investitionen in Schottland getätigt haben oder an entsprechenden Investitionen interessiert sind.

Fergus Ewing, Minister für Energie, Unternehmen und Tourismus in Schottland, sagte: „Schottland und Deutschland verbindet eine langjährige Geschichte der Zusammenarbeit und des bilateralen Handels, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Derzeit bestehen 36 Städtepartnerschaften zwischen deutschen und schottischen Städten und in Schottland gibt es mit 18.000 Deutschen eine starke deutsche Gemeinde. Deutschland ist unser viertgrößter Exportmarkt mit einem Exportvolumen von 1,265 Mrd. GBP im Jahr 2010. Im Zuge der Energiewende und dem Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland wird dieses Volumen noch weiter gesteigert.“

Beide Länder verfolgen sehr ambitionierte Ziele für den Ausbau von erneuerbaren Energien.
Schottland ist im Bereich erneuerbare Energien weltweit führend. Mit den geplanten Offshore-Windenergieprojekten in Schottland könnte bis 2020 eine Leistung von bis zu 10 GW produziert werden und die Branche könnte bis dahin einen Wirtschaftsbeitrag von über 7 Mrd. GBP leisten.

„Wir möchten unsere Erfahrung, Fähigkeiten und Expertise mit unseren deutschen Partnern teilen. Damit wir unsere jeweiligen Ziele erreichen, ist eine Zusammenarbeit unserer beiden Länder durchaus sinnvoll. Daher bin ich sehr erfreut, der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen ForWind und Energy Technology Partnership beiwohnen zu dürfen. Damit werden einige der klügsten Köpfe in der Forschung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien zusammenarbeiten, um auf ein gemeinsames Ziel zu erreichen“, fügte Fergus Ewing hinzu.

Professor Sir Jim McDonald, Chairman der Energy Technology Partnership und Rektor der University of Strathclyde, sagte: „Schottland hat in der Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbare Energien eine Vorreiterrolle inne. Über die Energy Technology Partnership arbeiten unsere Universitäten gemeinsam an einer weltweit führenden Forschungsbasis, mit deren Hilfe wir unsere ambitionierten Ziele in diesem Bereich erreichen werden. Unser weltweites Ansehen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien wird durch die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene weiter gestärkt. Die Partnerschaft mit Deutschland ist eine interessante Entwicklung, die erneut unseren Erfolg im Streben nach mehr Innovation untermauert.“

Dr. Stephan Barth, Geschäftsführer von ForWind, erklärte: „Das Windpotenzial in der Nordsee ist eines der besten Ressourcen für erneuerbare Energien. Indem wir die gemeinsamen Fähigkeiten von ETP und ForWind in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Schulung nutzen, können wir technische Hindernisse überwinden und die Branche bei der Erzeugung von Offshore-Windenergie in Europa unterstützen.“

Anne MacColl, Chief Executive von Scottish Development International, sagte abschließend: „Wir begrüßen die intensive Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten und Organisationen im Bereich Offshore Windenergie. Schottland ist weltweit für die Kompetenz im Bereich erneuerbare Energien anerkannt und diese Absichtserklärung zeigt unsere Reputation als Partner der Wahl bei wichtigen internationalen Projekten. Mit dem Aufbau und der Stärkung von internationalen Wirtschaftsbeziehungen können wir heimische Unternehmen dabei unterstützen, internationale Märkte zu erschließen. Daneben ist es uns genauso wichtig, dass Investoren sehen, dass Schottland der ideale Ort ist, um ihr Unternehmen anzusiedeln und weiteres Wachstum zu generieren.“

Hintergrund
Deutschland ist Schottlands viertgrößter Exportmarkt und Exporte von Schottland nach Deutschland erreichten 2010 die Summe von GBP 1,265 Milliarden. Es wird erwartet, dass sich diese Zahl im Zuge der Energiewende und dem Ausstieg auf der Atomkraft in Deutschland weiter erhöht.
Deutsche Unternehmen, die in letzter Zeit in Schottland investiert haben, sind unter anderem: Motel One, Enercon, RePower, Dialog Semiconductor and Enertrag. Sie folgen damit Unternehmen wie Allianz, BASF, E.ON, RWE, TÜV Süd, SGL Carbon und Deutsche Bank.
Scottish Development International (SDI) arbeitet sowohl mit schottischen als auch mit internationalen Unternehmen und Organisationen zusammen. Die Aufgabe von SDI besteht darin, das Wachstum der schottischen Wirtschaft durch die Förderung von ausländischen Investitionen und die Unterstützung von schottischen Unternehmen bei der Entwicklung ihres Handelsgeschäfts im Ausland voranzutreiben. SDI ist eine Partnerschaft zwischen der schottischen Regierung, Scottish Enterprise sowie Highlands and Islands Enterprise.
Grundlage für die Arbeit der Organisation bildet die Strategie für Wirtschaftförderung in Schottland der schottischen Regierung (www.sdi.co.uk).

Kontakt/PM:
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Ivo Lingnau: +49 172 5244457 / ivo.lingnau@fticonsulting.com
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