Studie: Durch Effizienz-Standards könnte in der EU auf 110 Atomkraftwerke verzichtet werden

Fukushima-1/Bild: Wikipedia
Fukushima brennt weiter - unter dem Reaktor/Bild: Wikipedia

(WK-intern) – 600 TWh elektrische Energie und eine gleich hohe Menge an Heizenergie könnten eingespart werden.

GLOBAL 2000: Die Kampagne “Coolproducts”, bei der GLOBAL 2000 Mitglied ist, eine Studie von ECOFYS, die zeigt, dass in der EU enormes Einsparpotenzial besteht.

Basis dafür sind strenge Effizienzstandards für energieverbrauchende Produkte, wie zum Beispiel Wasserboiler, PCs, Staubsauger und Klimageräte:

  • 600 TWh elektrische Energie und eine gleich hohe Menge an Heizenergie könnten eingespart werden.

 

“Das entspricht der Elektrizitätsproduktion von 110 Atomkraftwerken des Typs Fukushima. Mit der richtigen EU-Gesetzgebung könnten wir Atomenergie also einfach einsparen”, sagt Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher. “Weiters könnten 400 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden und die Gasimporte aus Russland auf einen Schlag um 50 Prozent reduziert werden.”

GLOBAL 2000 sieht die EU-Kommission gefordert, endlich entsprechende Schritte zu setzen. “Von 41 Produktgruppen gibt es bis dato nur für 11 Produktgruppen verbindliche Standards. Studien für entsprechende Regelungen wurden längst erstellt, teilweise modern sie nun schon jahrelang in den Schubladen. Die Kommission muss endlich tätig werden. Mit unserem geplanten EU-Volksbegehren “Meine Stimme gegen Atomkraft” fordern wir die EU-Kommission deshalb auf, die notwendigen Schritte endlich in die Wege zu leiten – Energieeffizenz und der Umstieg auf erneuerbare Energien sind für unsere Zukunft unabdingbar”, betont Wahlmüller.

In einem gemeinsamen Statement mit der Coolproducts Kampagne fordern heute auch die Unternehmen Siemens, Bosch, Philips, Electrolux und Camfil Farr die Politik auf, endlich tätig zu werden. “Wenn die europäische Energierechnung um 90 Mrd. Euro pro Jahr entlastet wird, bedeutet das natürlich auch große wirtschaftliche Vorteile. Auch immer mehr Unternehmen erkennen das – nur die Politik zögert noch”, fasst Johannes Wahlmüller zusammen.

Download Studie:

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