European Offshore HSSE Center – einzigartige Notfallleitstelle für Offshore-Windparks

(v.l.n.r.) Hans-Werner Monsees, Havariekommando, Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, Kapitän Udo Helge Fox, DGzRS / Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement mbH, Andreas Heyer, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, und Dr. Gregor Brendel, EUROPA-CENTER AG, stellten in Bremen das neue Zentrum zum Thema Offshore-Sicherheit "European Offshore HSSE Center" vor.
(v.l.n.r.) Hans-Werner Monsees, Havariekommando, Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, Kapitän Udo Helge Fox, DGzRS / Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement mbH, Andreas Heyer, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, und Dr. Gregor Brendel, EUROPA-CENTER AG, stellten in Bremen das neue Zentrum zum Thema Offshore-Sicherheit "European Offshore HSSE Center" vor.

(WK-news) – Bremen sichert die Offshore-Branche – Einzigartiges Sicherheitszentrum im nordeuropäischen Raum

Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen teilt mit: Mit dem „European Offshore HSSE Center“ entsteht in Bremen ein neues Zentrum zum Thema Sicherheit auf See.

Das Kürzel „HSSE“ steht für „Health, safety, security and the environment” – zu Deutsch: „Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz“.

Entwickelt wird das Center von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH gemeinsam mit der EUROPA-CENTER AG am City Airport Bremen. Mit im Boot ist auch die Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement mbH, eine Tochter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die mit einer einzigartigen Notfallleitstelle für Offshore-Windparks für Sicherheit im norddeutschen Küstenraum sorgen will.

„Mit dieser Ansiedlung wollen die Seenotretter der DGzRS ihre Erfahrung zur Verfügung stellen und die Notfallrettung in Windparks auf dem offenen Meer in Bremen konzentrieren“, erklärte Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, heute anlässlich des offiziellen Projektstarts. „Bremen hat sich als zentraler Standort der Windenergie in Deutschland profiliert und ist Pionier im Bereich Offshore-Windparks – hier ist ein dichtes Netz aus Unternehmen entstanden. Hier werden attraktive und zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen.“ Im Bereich Windenergie sind im Land Bremen rund 150 Unternehmen mit gut 5.500 Mitarbeitern tätig.

Mehr als 100 Windparks sind in der deutschen Nord- und Ostsee geplant, mehr als 1.000 Menschen werden ständig auf hoher See im Einsatz sein. Ein Sicherheitskonzept ist für Offshore-Windparkbetreiber Pflicht. Die neue Notfallleitstelle der Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement mbH übernimmt die gesamte Alarmierung, Disposition und Organisation eines Notfalls – wodurch die Betreiber nicht ein jeweils eigenes Rettungs- und Überwachungskonzept samt Infrastruktur umsetzen müssen. Dies bedeutet eine erhebliche Kostensenkung, dafür sollen die Betreiber für den Betrieb der Leitstelle aufkommen. Denn für die DGzRS steht fest: Die Seenotretter, die ihre gesamte Arbeit nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen und ohne jegliche staatliche Gelder finanzieren, werden für diese zusätzliche Aufgabe, die über ihren satzungsgemäßen Auftrag hinausgeht, keine Spendengelder einsetzen.

„Wir haben den Offshore-Windparkbetreibern unsere Erfahrungen angeboten. Wir können diese Koordinierungsfunktion übernehmen, wenn die Industrie es wünscht und finanziert. Wir stoßen bei den Betreibern mit diesen Vorschlägen auf großes Interesse. Läuft alles wie geplant, kann vor Ende 2013 der Betrieb in den hierfür vorgesehenen neuen Räumlichkeiten im Europa-Center aufgenommen werden“, erläutert Kapitän Udo Helge Fox, Mitglied der Geschäftsführung der DGzRS und der Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement mbH. Bis dahin wird der Betrieb aus den Räumen der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS geleitet.

„Als Verantwortlicher für die staatliche Notfallvorsorge begrüße ich diese Entwicklung sehr. Die Zentralisierung der Unternehmeraufgaben in einer Notfallleitstelle ist ein erheblicher Qualitätsfortschritt. Mit der DGzRS haben die Offshore-Unternehmen den kompetenten Partner im maritimen Rettungswesen gewonnen. Ich hoffe, dass sich noch weitere Unternehmen dieser Lösung anschließen werden“, betont auch Hans-Werner Monsees, Leiter des Havariekommandos mit Sitz in Cuxhaven, die Wichtigkeit einer zentralen Leitstelle.

„Mit dem ’European Offshore HSSE Center’ schaffen wir ein Kompetenzzentrum am Standort Bremen, das Unternehmen, die sich mit dem Thema Sicherheit auf See befassen, maßgebliche Vorteile bietet“, erläutert Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. „Neben Bremens zentraler Lage zu den unterschiedlichen Küstenstandorten sind dies unter anderem Synergieeffekte bei Logistik und Personal, kurze Informations- und Kommunikationswege und nicht zuletzt die direkte Nähe des Centers zum Flughafen.“ Angesprochen werden damit beispielsweise Betreiber von Windparks, Außenbüros der Errichterfirmen, Helikopter Services und Dienstleister aus den Bereichen Projektierung, Finanzierung und Versicherung.

Auch die Strukturen im „European Offshore HSSE Center“ werden genau auf die Bedürfnisse interessierter Partner zugeschnitten: „Als Pionier des Standortes freuen wir uns über den neuen Impuls durch das Offshore-Sicherheitszentrum“, sagt Dr. Gregor Brendel, Vorsitzender des Vorstandes der EUROPA-CENTER AG. „Wir bieten den Unternehmen der Offshore-Branche hier ausgezeichnete Rahmenbedingungen. So können die Räumlichkeiten durch individuelle Grundrissentwicklung und vielseitige Ausstattungsmöglichkeiten den speziellen Anforderungen dieser Firmen flexibel angepasst werden.”

Hinweis:
Interessierte Unternehmen aus dem Bereich Windenergie erhalten weitere Informationen bei Dr. Erika Voigt, Tel. 0421 9600-337, erika.voigt@wfb-bremen.de Ansprechpartner für den Bereich Maritime Sicherheit ist Dr. Ralf Wöstmann, Tel. 0421 9600-355, ralf.woestmann@wfb-bremen.de

Foto: WFB / Frank Pusch

Verantwortlich:
Juliane Scholz, Pressesprecherin und Leiterin Unternehmenskommunikation, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Telefon 0421- 96 00 128, juliane.scholz@wfb-bremen.de

PM: Verantwortlich: Hermann Kleen – Sprecher des Senats
Redaktion: Gabriele Brünings – Tel. (0421) 361 4102 und
Werner Wick – Tel. (0421) 361 2193
Mailkontakt:
gabriele.bruenings@sk.bremen.de
werner.wick@sk.bremen.de

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