Erste Phase Beteiligungsprozess: Seekabel NORD.LINK von Norwegen nach Deutschland

Agreement to realize electricity interconnector between Germany and Norway - Statnett, TenneT and KfW have agreed to develop an electricity interconnector between Germany and Norway with a goal to have it operational by 2018. The project is a key to further development of the North-European power grid, and of high priority to the partners.
Agreement to realize electricity interconnector between Germany and Norway - Statnett, TenneT and KfW have agreed to develop an electricity interconnector between Germany and Norway with a goal to have it operational by 2018. The project is a key to further development of the North-European power grid, and of high priority to the partners. pic-Statnett

(WK-news) – Interessenaustausch prägt die erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung

Rendsburg/Oslo – Seit Juni 2011 führt der norwegische Stromnetzbetreiber Statnett mit Vertretern aus Wirtschaft, Naturschutz, Verwaltung und Politik den Dialog über die geplante Seekabelverbindung NORD.LINK von Norwegen nach Deutschland.

Die erste Phase des Beteiligungsprozesses wurde gestern mit dem fünften Forum NORD.LINK abgeschlossen.

Statnett hat diesen Beteiligungsprozess vor das nun folgende Genehmigungsverfahren geschaltet. So konnte die komplexe Planung in Schleswig-Holstein vorab umfassend vorgestellt und diskutiert werden. Der intensive Austausch unterschiedlicher Sichtweisen wurde von den Teilnehmern gestern positiv bewertet, auch wenn zu einigen Aspekten nach wie vor verschiedene Auffassungen bestehen, beispielsweise zur Querung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Weitere Informationen zum Forum und zum Projekt stellt Prognos, Projektmanager für NORD.LINK auf deutscher Seite, auf der Website www.prognos.com/nordlink bereit.

Ebenfalls mit einer öffentlichen Beteiligung begleitet die Bundesnetzagentur den Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom. NORD.LINK ist in dieser bundesweiten Stromnetzplanung enthalten. Weitere Information zum Konsultationsverfahren sind unter www.netzentwicklungsplan.de veröffentlicht.
Das etwa 640 Kilometer lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel (HGÜ) NORD.LINK soll zusammen mit den Speicherwasserkraftwerken in Norwegen einen wichtigen Beitrag für die Integration der erneuerbaren Energien und den Klimaschutz leisten.

PM: Helma E. Dirks
Prognos AG
Marktfeldleiterin Planung & Dialog
helma.dirks@prognos.com

Carl-Jørgen Greidung
Statnett SF
Projektmanager NORD.LINK – Deutschland
carl-jorgen.greidung@statnett.no

Hinweise:
NORD.LINK ist ein Projekt des staatlichen norwegischen Netzbetreibers Statnett. Das Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel (HGÜ) zwischen Norwegen und Deutschland soll voraussichtlich im Jahr 2018 in Betrieb gehen. Es wird mit einer Kapazität von 1.400 Megawatt geplant. Dies entspricht etwa der Leistung von vier Offshore-Windparks, wie sie derzeit vor der Küste Schleswig-Holsteins geplant sind. Allein an Land soll die Kapazität der Windenergieanlagen in Schleswig-Holstein auf etwa 9.000 Megawatt bis zum Jahr 2015 steigen.

Oftmals müssen Windkraftanlagen in Deutschland heruntergefahren werden, da der überschüssige Windstrom nicht gespeichert werden kann. Regelbare Wasserkraftwerke in Norwegen korrespondieren ausgezeichnet mit den deutschen Windenergieanlagen. Sie bieten indirekte Speicherkapazitäten für überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien. NORD.LINK soll diesen Strom nach Norwegen transportieren. Dort kann der Strom unmittelbar verbraucht werden, die Wasserreservoire werden geschont. Die gespeicherte Energie kann zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden, der Strom kann zum Beispiel in wind- und sonnenarmen Zeiten aus den norwegischen Wasserspeichern importiert werden.
Die insgesamt etwa 640 Kilometer lange Verbindung soll in Norwegen vom Umspannwerk Tonstad an die Südküste nach Feda verlaufen. Anschließend wird NORD.LINK als Seekabel auf einer Länge von rund 530 Kilometern durch die norwegische, dänische und deutsche Nordsee verlegt. Vom Anlandepunkt in Büsum an der schleswig-holsteinischen Küste wird die Trasse als Erdkabel bis zum Umspannwerk im Raum Wilster verlaufen. Die Bauzeit beträgt etwa drei Jahre.

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