Windreich zieht einen Gang an die Börse in Erwägung

(WK-intern) – Der baden-württembergische Konzern Windreich http://windreich.de zieht einen Gang an die Börse in Erwägung. Deutschlands größter Projektentwickler im Bereich von Offshore-Windparks kann sich diesen sogar schon für Herbst vorstellen. “Es laufen erste Gespräche. Ob wir es tun werden, ist aber noch nicht entschieden, heißt es vonseiten des Eigentümers Willi Balz. Eine Ausgabe von Aktien im Wert von 25 Prozent sei im Bereich des Möglichen. Börsengänge in der Windkraft-Branche sind allerdings kein leichtes Unterfangen.

Foto: pixelio.de, Katharina W. Müller

“IPOs in diesem Marktumfeld gestalten sich generell als eher schwierig, da die Suche nach Investoren sowie die Festsetzung von adäquaten Aktienpreisen Unternehmen vor nicht zu unterschätzende Probleme stellen kann”, erklärt Holger Fechner, Analyst der Nord/LB http://nordlb.de , im Interview mit pressetext.

Herausforderung Netzanbindung
Die große Schwierigkeit bei der Stromgewinnung durch Windparks auf dem offenen Meer ist die Entfernung zur Küste und der damit verbundene Transport zu den Endverbrauchern. “Aufgrund dieser verzögerten Netzanbindung und der fehlenden Infrastruktur ist die Offshore-Windkraft bisweilen noch ein Nischenmarkt und macht weltweit lediglich 2,5 Prozent der Gesamtkapazitäten im Windkraft-Sektor aus”, analysiert Experte Fechner.

Konzern-Gründer Balz sieht jedoch Aussicht auf Erfolg. “Wir liegen mit all unseren Projekten exakt im Zeitplan.” Die Aufbau- und Wetterrisiken für die kommenden Projekte trägt der Partner Hochtief http://www.hochtief.de . Der Mittelständler mit seinen rund 130 Mitarbeitern hat bislang zur Realisierung von über 1.000 Anlagen beigetragen. Der Großteil der Parks steht in der Nordsee.

Investitionen in Infrastruktur nötig
Entgegen den eigentlichen politischen Zielsetzungen sind die infrastrukturellen Rahmenbedingungen für die Gewinnung von Strom durch Offshore-Windparks relativ wenig fortgeschritten, so der Experte. Die technologischen Möglichkeiten für den Ausbau der Netze seien zwar gegeben, doch die dafür notwendigen Investitionen fehlen. Gleichzeitig müsse man Lösungen finden, wie man Strom aus Solar- und Windenergie zukünftig auch speichern kann.

Windreich gibt sich betont gelassen. Es sei zwar absehbar, dass es bei Nordsee-Windparks von 2015 bis 2017 allgemein ein gewisses Anschluss-Vakuum geben wird, doch der Konzern ist bis 2015 mit Projekten versorgt, heißt es von Unternehmens-Seite.
(pte)

Mit freundlicher Genehmigung von pressetext.de
pressetext.redaktion

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