EnBW, Meßkirch, Leibertingen entwickeln gemeinsames Windparkprojekt

Windpark / Foto HB
Windpark / Foto HB

(WK-intern) – EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Stadt Meßkirch und Gemeinde Leibertingen!

Meßkirch/Leibertingen – Die Stadt Meßkirch und die Gemeinde Leibertingen arbeiten zukünftig bei der Entwicklung und Realisierung eines Windparks auf Gemeindegemarkung mit der EnBW Erneuerbare Energien GmbH zusammen.

Entsprechende Verträge wurden jetzt nach Zustimmung durch die kommunalen Gremien unterzeichnet und die Zusammenarbeit der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bis zu 9 Windkraftanlagen können an dem identifizierten Standort nördlich von Talheim im Landkreis Sigmaringen in den nächsten Jahren entstehen.

Hierbei werden die Partner zukünftig eng zusammenarbeiten. Die EnBW Erneuerbare Energien GmbH wird dabei die Aufgaben der Projektentwicklung übernehmen. Träger der Projektentwicklung soll eine gemeinsame Gesellschaft werden, an der die Partnergemeinden und EnBW jeweils 50% halten.

Nach Abschluss der Projektentwicklungsphase wollen die Partner gemeinsam die Bau- und Betriebsphase angehen. Dabei sollen Bürgerbeteiligungsmodelle und Beteiligungsmöglichkeiten für die örtlichen Bürgerenergiegenossenschaften eine besondere Priorität erfahren.

“Wir freuen uns, nach unserem 2010 erfolgreich in Betrieb genommenen Solarpark in Leibertingen nun auch unser erstes Windkraftprojekt im Landkreis Sigmaringen auf den Weg bringen zu können. Gemeinsam mit unseren kommunalen Partnern wollen wir hier einen weiteren Beitrag zum Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg leisten”, betont Stefan Thiele, Sprecher der Geschäftsführung der EnBW Erneuerbare Energien GmbH.

Bürgermeister Arne Zwick, Meßkirch: “Die Stromerzeugung durch Windkraft bietet neue Chancen der Wertschöpfung gerade auch in ländlichen, strukturschwächeren Räumen. Dies kann langfristig ein Gegenwicht zu den schwierigen Entwicklungen werden, die der demographische Wandel verbunden mit einem Rückgang der Einwohner im erwerbsfähigen Alter mit sich bringt.

Mit der Beteiligung am Projekt bereits in der Entwicklungsphase können die Gemeinden den in vielen Veranstaltungen geäußerten Wunsch nach Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten aus der Region heraus sicherstellen.”

Bürgermeister Armin Reitze, Leibertingen: “Meßkirch und Leibertingen haben sich schon bisher stark im Feld der regenerativen Energie engagiert. Viele kleine und mittlere, private, gewerbliche oder Bürger-Photovoltaikanlagen, aber auch größere Freiflächenanlagen und landwirtschaftliche Biogasanlagen tragen schon wesentlich zur Regionalen Energieproduktion bei. Durch den Aufbau von  Wärmenetzen mit Partnerunternehmen haben wir in Meßkirch und in Leibertingen große Schritte im Bereich der Wärmeversorgung aus regenerativen Energien getan. Das Thema Windkraft bietet nun die Möglichkeit, den Energiemix abzurunden und zur energieautarken Region zu werden.”

Über EnBW:
Mit einem Umsatz von über 18 Milliarden Euro im Jahre 2011 und rund 20.000 Mitarbeitern ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG eines der größten Energieversorgungs-unternehmen in Deutschland und Europa. Die EnBW baut seit den 80er Jahren Windkraftanlagen und betreibt derzeit über 100 Windkraftanlagen Onshore mit rund 170 Megawatt. Seit 2009 hat sie ihr Portfolio im Bereich Onshore-Windkraft mehr als versechsfacht und plant weiteres Wachstum. Bis 2020 will die EnBW allein in Deutschland rund 3.000 Megawatt installierte Leistung aus erneuerbaren Energien zubauen und damit die jetzige installierte Leistung der EnBW im Bereich erneuerbare Energien mehr als verdoppeln.

Über Meßkirch/Leibertingen:
Der Windenergieatlas der Landesregierung weist in den Gemeinden Meßkirch (8.200 Einwohner, 76 km² Gemarkungsfläche) und Leibertingen (2.200 EW, 46 km²) verschiedene windhöfige Flächen aus, die grundsätzlich als Standort für die Windkraftnutzung geeignet sind. Eine der größten, zusammenhängen Eignungsflächen innerhalb des Regionalverbandgebiets Bodensee-Oberschwaben liegt grenzübergreifen zwischen den Ortsteilen Leibertingen, Heudorf und Rohrdorf, so dass dort schon die Regionalverbandsplanungen eine entsprechend große Vorrangfläche vorsieht. In enger Zusammenarbeit verfolgen beide Gemeinden bereits im Zuge der Regionalplanung und durch die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes das Ziel, anstatt einer Vielzahl von kleinen Einzelstandorten eine möglichst starke Bündelung von Windkraftstandorten  zu erreichen.

Mit der konkreten Beteiligung am Projekt über die Schaffung von bauleitplanerischen Grundvoraussetzungen hinaus können die Gemeinden ihre Mitwirkungsmöglichkeiten, insbesondere im Hinblick auf die Sicherung Gestaltung von Bürgerbeteiligungs-möglichkeiten weiter stärken und sichern.

PM: IWR

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top