Berlin: Anhörung im Umweltausschuss Netzkauf-Genossenschaft über die Zukunft der Stromnetze

(WK-intern) – BürgerEnergie Berlin bei Anhörung im Umweltausschuss Netzkauf-Genossenschaft wird neben Vattenfall-Chef Hattaka und Netzagentur-Präsident Homann über Zukunft der Stromnetze angehört

Für den morgigen Mittwoch, 13. Juni, ist die BürgerEnergie Berlin zu einer Anhörung im Umweltausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses eingeladen.

Die Bürgergenossenschaft, die sich um die Konzession für das Berliner Stromnetz beworben hat, wird neben dem Vorsitzenden von Vattenfall Europe, Tuomo Hattaka, und dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, über die Zukunft der Energienetze in Berlin referieren.

Auch ein Vertreter des Berliner Energietisches und der GASAG-Vorstand werden zum Thema „Status quo und Zukunft der Energienetze in Berlin“ angehört. Hintergrund der Anhörung sind die auslaufenden Konzessionsverträge für die Strom- und Gasnetze in Berlin.

Hartmut Gaßner, Aufsichtsratsvorsitzender der BürgerEnergie Berlin, der die Genossenschaft bei der Anhörung vertreten wird, erklärt dazu: „Die Bürgergesellschaft will die Netze in eigener Hand. Dass im Abgeordnetenhaus nicht nur die jetzigen Netzbetreiber Vattenfall und GASAG, sondern auch die Berliner Bürger zu Wort kommen, ist ein vielversprechendes Signal. Es verdeutlicht, dass die Abgeordneten das Interesse der Bürger an den Energienetzen und die Bewerbung unserer Bürgergenossenschaft sehr ernst nehmen.“ Aus dem Kreis der Bewerber um die Stromnetz-Konzession ist neben dem derzeitigen Betreiber Vattenfall ausschließlich die BürgerEnergie Berlin im Umweltausschuss geladen.

„Eine demokratische Stadt bedeutet, den Bürgern politische Teilhabe zu ermöglichen und Einflussmöglichkeiten auf die wichtigsten öffentlichen Einrichtungen zu sichern. Eine Anhörung der Bürger ist ein erster Schritt in die richtige Richtung”. Als nächster wichtiger Schritt müsse das Land Berlin jetzt die Herausgabe wesentlicher Informationen über die Energienetze von den derzeitigen Betreibern durchsetzen. Sonst könnten sich weder das Land noch die anderen Bewerber um die Konzession ein Bild über den Zustand der Netze machen, so Gaßner weiter. “Wir wollen das Stromnetz kaufen, damit Wertschöpfung und Erträge in Berlin bleiben.”

Die BürgerEnergie Berlin wird den Fokus weiterhin auf die große energiepolitische Bedeutung des Stromnetzes für die Energiewende lenken.

Das Stromverteilnetz hat eine Schlüsselfunktion bei der Einbindung dezentraler erneuerbarer Energien und für eine nachhaltige Stadtentwicklung inne. “Wer die Netze in private Hand weggibt, der gibt wichtige Gestaltungsmöglichkeiten der Stadtentwicklung preis” erklärt Hartmut Gaßner nichtzuletzt mit Blick auf die großen Datenbestände, die den Netzbetreibern als wichtige Informationen zur Weiterentwicklung der städtischen Versorgungsstrukturen allein zur Verfügung stehen. Der neu abzuschließende Konzessionsvertrag wird über 20 Jahre laufen. “Wir wollen nicht, dass sich die Bürger in Berlin gezwungen sehen, zwei Jahrzehnte ohne Einfluss daneben zu stehen, wenn es gilt, die Herausforderungen der Energiewende zu bestehen”. Die Stellungnahme der BürgerEnergie Berlin, die diese Fragen näher erläutert, können Sie unter folgendem Link lesen:

http://www.buerger-energie-berlin.de/?p=1102

Die Anhörung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt ist öffentlich.

Sie findet statt am Mittwoch, 13. Juni, um 11 Uhr, im Raum 376 im Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchner straße 5, 10117 Berlin.

Weitere Informationen zur BürgerEnergie Berlin unter http://www.buerger-energie-berlin.de

PM: Luise Neumann-Cosel
presse@buerger-energie-berlin.de

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