Hightech-Unternehmen macht Hochspannung für Offshore-Windparks sicher

(WK-intern) – 90 Jahre Gothe & Co: Hochspannung sicher gemacht

Erfindergeist und Familienfreundlichkeit prägen das Mülheimer Hightech-Unternehmen

Das Traditionsunternehmen Gothe & Co. in Mülheim an der Ruhr, einer der weltweit führenden Hersteller elektrotechnischer Anlagen für besonders gefährdete Bereiche und extreme Umweltbedingungen, wird 90 Jahre alt.

Am 22. Juni feiern Kunden und Partner deshalb gemeinsam mit Geschäftsführerin Heike Gothe sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die signalrot lackierten „Gothe-Kästen“ die größten sind an die zwei Meter lang – sowie die ergänzende Verbindungstechnik werden rund um den Globus überall eingesetzt, wo Hochspannungskabel unter extremen Bedingungen verbunden werden. Zudem müssen oft nicht nur schenkeldicke Stromkabel, sondern auch Steuer- und Messleitungen in diese Gehäuse integriert werden. Explosionsschutz ist nicht nur auf Bohrinseln, wo zusätzlich Orkane, Salzwasser und Temperaturschwankungen dem Material zusetzen, oberstes Gebot. Auch in der chemischen Industrie oder in Raffinerien sowie im Berg- und Tunnelbau erfüllen die Mülheimer stets die höchsten Sicherheitsstandards. Weitere Einsatzgebiete der über 3.000 Hightech-Produkte sind unter anderem Offshore-Windparks, Containerterminals, Kraftwerke sowie Großbaustellen.

Heike Gothe ist stolz darauf, seit Jahren zu jeder großen Fachmesse eine Produktneuheit präsentieren zu können: „Der Erfindergeist unserer Ingenieure sorgt dafür, dass wir stets einen technologischen Vorsprung halten.“. Als gleichrangig zählt sie drei weitere Erfolgsgaranten auf: „Die Flexibilität, auf individuelle Kundenwünsche einzugehen, die Offenheit für neue Märkte und traditionell ein starkes soziales Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitarbeitern“.

Nicht allein Letzteres zeichnete vor 90 Jahren schon Firmengründer Heinrich Gothe aus. Als Steiger unter Tage grübelte er über eine Lösung, wie die finsteren Strecken und Flöze elektrisch beleuchtet werden konnten, ohne dass Funken eine der gefürchteten Schlagwetterexplosionen auslösen. Rund um seine Erfindung einer sicheren elektrischen Grubenleuchte gründete er 1922 die „Elektro-Apparate KG Gothe & Co“, die seit 1936 am bis heute bestehenden Standort in Mülheim-Heißen produziert.

Das Zechensterben in Deutschland in den 50er bis 80er Jahren wurde zur großen Herausforderung für das Unternehmen. Dem Enkel des Gründers, Wolfgang Gothe, blieb es vorbehalten, das Unternehmen ab 1993 endgültig auf neue Geschäftsfelder hin auszurichten und in der „Nische“ der Verbindungstechnik die heutige Weltgeltung zu erringen. Nach Wolfgang Gothes frühem Tod 2005 nahm seine Ehefrau Heike die Zügel allein in die Hand.

Als Managerin und zweifache Mutter weiß sie um die schwierige Balance zwischen Job und Privatleben. Für das flexible Arbeitszeitmodell und den völlig unbürokratischen Umgang mit häuslichen Herausforderungen bei den Mitarbeiter wie etwa kranke Kinder oder pflegebedürftige Eltern wurde das Unternehmen daher vor drei Jahren als familienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet. Der unternehmerische Gewinn besteht in einer extrem niedrigen Fluktuation der wertvollen Fachkräfte. Betriebszugehörigkeiten von 25 bis 50 Jahren sind keine Seltenheit. Ebenso verankert in der Firmenphilosophie wie die soziale Verantwortung ist eine besondere Sensibilität in Umweltfragen.

Im neuen weltweiten Bergbau-Boom wie in den Herausforderungen der Energiewende sieht Heike Gothe ihre Chancen: „Da spielt künftig die Musik – und in diesem Orchester werden wir unsere Instrumente auspacken!“

PM: Martina Becker <martina.becker@gothe.de>
www.gothe.de

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