20 Jahre – Fachverband Biogas e.V. feiert Jubiläum

(WK-intern)

Verband hat die Entwicklung der Biogasnutzung in Deutschland entscheidend mitgestaltet

Seit nunmehr 20 Jahren setzt sich der Fachverband Biogas e.V. für den Ausbau einer nachhaltigen Biogasnutzung in Deutschland ein. Im Februar 1992 wurde der Verein von 19 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben. Am 13. Juni feiert er im Berliner Umweltforum Auferstehungskirche seinen 20. Geburtstag gemeinsam mit Wegbegleitern, Mitgliedern und Unterstützern.

Foto: Windkraft Journal / Mario De Mattia

Am Anfang stand die zunächst utopisch anmutende Überzeugung einiger weniger Idealisten, mit Biogas einen wichtigen regenerativen Energieträger der Zukunft gefunden zu haben. Dass sie damit richtig lagen hat sich erst im Laufe der Jahre gezeigt: Aus den 139 Anlagen, die Anfang der 1990er Jahre vor allem im süddeutschen Raum zu finden waren, sind mehr als 7.200 geworden. Ende 2011 deckten die Biogasanlagen in Deutschland mehr als drei Prozent des Strombedarfs. Die Branche hat im Jahr 2011 einen Umsatz von über sieben Milliarden Euro erwirtschaftet und beschäftigt mehr als 50.000 Personen.

Und aus den 19 Gründungsmitgliedern des Jahres 1992 sind über die Jahre mehr als 4.700 Mitglieder geworden, die sich in 23 Regionalgruppen im gesamten Bundesgebiet engagieren. Die Hauptgeschäftsstelle des Fachverbandes befindet sich heute in Freising bei München; zusätzlich existiert ein Hauptstadtbüro sowie vier Regionalbüros im Hannover, Düsseldorf, Erfurt und Bräunlingen im Schwarzwald. Insgesamt beschäftigt der Verband mittlerweile knapp 30 hauptamtliche Mitarbeiter.

„Der Fachverband hat die Biogasnutzung in Deutschland energiepolitisch und wirtschaftlich etabliert und zu einer wichtigen Säule der Energiewende entwickelt“, betont der Präsident des Fachverband Biogas e.V., Josef Pellmeyer. Den finalen Durchbruch für die Biogasnutzung brachte im Jahr 2000 die Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und dessen Ergänzung um den so genannten NawaRo-Bonus mit der ersten Novelle 2004.

„Von da an nahm die Entwicklung der Branche wirklich Fahrt auf“, blickt Pellmeyer auf die Anfänge seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Präsident zu Beginn dieses Jahrtausends zurück. Die im EEG auf 20 Jahre festgeschriebene Stromvergütung brachte sowohl den Anlagenbetreibern als auch den Firmen die notwendige Sicherheit, in den Fortschritt und die Effizienz der Anlagen zu investieren. In Zusammenarbeit mit Instituten und Hochschulen hat sowohl die Biogastechnik als auch der Energiepflanzenanbau große Schritte nach vorne gemacht.

„Künftig wird die bedarfsgerechte Bereitstellung von Biogasstrom die entscheidende Aufgabe der Biogasbranche sein, darauf werden wir als Verband intensiv hinarbeiten“, erläutert der Präsident die wichtigste Zukunftsperspektive. Im Zusammenspiel mit Windrädern und Solaranlagen wird Biogas Strom liefern können, wenn die Sonne gerade nicht scheint und der Wind nicht weht.

www.biogas.org

Fachverband Biogas e.V.

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