Kritik am Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken – Altmaier reagiert gereizt

Grafenrheinfeld abschalten

(WK-intern) – Hunderte Bürgerinnen und Bürger wenden sich per Twitter an den Umweltminister

Neue Wege in der Kommunikation zwischen Regierten und Regierenden:

Seit Mittwoch bekommt der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier hunderte Kurznachrichten von Bürgerinnen und Bürgern über den Internetdienst Twitter –

mit der Frage: „Lieber Peter Altmaier, warum wollen Sie mich noch zehn weitere Jahre dem Risiko eines Super-GAU aussetzen?“ Anlass ist der erste Jahrestag der Entscheidung im Bundeskabinett, neun Atomkraftwerke noch lange Jahre weiterzubetreiben. Inzwischen hat der Minister verärgert auf die Stimmen aus der Bevölkerung reagiert und es entspannt sich eine rege Debatte auf Twitter.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die Twitter-Aktion initiierte: „Endlich gibt es einmal die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, direkt mit einem Minister zu kommunizieren und nicht in Vorzimmern hängenzubleiben. Altmaier bekommt persönlich die massive Kritik aus der Bevölkerung mit, weil die Bundesregierung nach Fukushima noch weitere zehn Jahre des Risiko einer Atomkatastrophe in Kauf nimmt. Denn damit sind viele Menschen nicht einverstanden. Dass der Atomausstieg auch schneller ginge, zeigt uns die Entwicklung in Japan. Dort sind innerhalb von 14 Monaten sämtliche Reaktoren heruntergefahren worden und das Land kommt derzeit ohne Atomstrom aus.

Wenn Altmaier nun auf Twitter die Meinungsäußerungen und Fragen aus der Bevölkerung als ‚spam‘ diffamiert, wirft das kein gutes Licht auf sein Demokratieverständnis. Wir sind aber gerne zu einem Gespräch mit dem Minister bereit, um ihm unsere Bedenken bezüglich des Weiterbetriebs von neun gefährlichen Atomkraftwerken zu erläutern.“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen

PM: ausgestrahlt.de

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