DNR zur Vorlage des Netzentwicklungsplans zum Um- und Ausbau der Stromnetze

(WK-intern) – Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat heute den von den vier Übertragungsnetzbetreibern vorgelegten Entwurf eines Netzentwicklungsplanes als wichtigen Schritt zur Umsetzung der Energiewende begrüßt.

Die Umweltverbände, aber auch die Bevölkerung, sind jetzt aufgerufen, bis zum 10. Juli die Unterlagen kritisch zu überprüfen.

Für den DNR ist es besonders wichtig, den Ausbau von Hochspannungsleitungen auf das absolut erforderliche Ausmaß wegen der damit verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft zu begrenzen.

“Regionale, dezentrale Stromkonzepte müssen daher verstärkt gefördert werden”, sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen. Für die Netzintegration der unterschiedlich anfallenden Stromerzeugung aus Wind und Sonne ist die Speicherung des Stroms nach Auffassung des DNR von entscheidender Bedeutung. Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) könnten zu einem Ausgleich der fluktuierenden Stromerzeugung beitragen, wenn sie mit Wärmespeichern verbunden werden. In Zeiten von einem starken Wind- und Solarstromangebot würden die KWK-Anlagen mit geringerer Leistung betrieben und die erforderliche Wärme aus den Wärmespeichern geliefert. Bei einem geringen Wind- und Solarstromangebot würden dagegen die KWK-Anlagen mit hoher Leistung gefahren und die Wärmespeicher zusätzlich zum bestehenden Wärmebedarf aufgeladen.

Dadurch können neue Hochspannungsleitungen eingespart werden, betonte der DNR. Notwendig sei jetzt eine stärkere Förderung von KWK mit Wärmespeichern durch das KWK-Gesetz. Vielversprechend sei zudem der Einsatz neuer Technik, wie Gleichstromleitungen, so der DNR.

PM: Dr. Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär

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