Netzstabilisierende Solarkraftwerke sparen tausende Kilometer Netzausbau ein

Das Solarkraftwerk in Alt Daber bei Wittstock wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Militärstützpunktes der sowjetischen Luftstreitkräfte errichtet. Das dezentrale Kraftwerk erstreckt sich über eine Fläche von über 162 Fußballfeldern und versorgt bis 19.000 Vier-Personen Haushalte mit Solarstrom.
Das Solarkraftwerk in Alt Daber bei Wittstock wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Militärstützpunktes der sowjetischen Luftstreitkräfte errichtet. Das dezentrale Kraftwerk erstreckt sich über eine Fläche von über 162 Fußballfeldern und versorgt bis 19.000 Vier-Personen Haushalte mit Solarstrom. Pressebild

(WK-news) – Stromnetz 2.0: Erst optimieren, dann ausbauen – netzstabilisierende Solarkraftwerke sparen tausende Kilometer Netzausbau ein

Zum heutigen Besuch von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler und von Bundesumweltminister Peter Altmaier bei der Bundesnetzagentur, erklärt der weltweit größte Solarkraftwerksbauer BELECTRIC:

Kolitzheim – Durch das zunehmende Auseinanderdriften von Energieerzeugung und Energieverbrauch, sowohl zeitlich als auch geographisch, müssen zuerst Maßnahmen ergriffen werden, um die Netze zu stabilisieren.

Die dadurch erwirkten Kapazitätsausweitungen reduzieren den veranschlagten Netzausbau erheblich und senken deutlich die Kosten der Energiewende. Technisch sind Freiflächen-Solarkraftwerke schon heute in der Lage wie konventionelle Großkraftwerke rund um die Uhr Blindleistung bereitzustellen und die Spannung zu stabilisieren. Sie unterstützen hierdurch den notwendigen Transport von Windstrom aus dem Norden in den Süden und stellen folglich einen unverzichtbaren Baustein für die Systemstabilität in einem durch regenerative Energieträger geprägten Netz dar. „Eine massive Kostenentlastung der Verbraucher, im privaten als auch im industriellen Bereich, ist mit dem Einsatz dieser Technik schon heute möglich“ betont Bernhard Beck, Geschäftsführer von BELECTRIC.

Allerdings gibt es bislang keine ausreichenden Anreize, um diese Technik zur Reduktion von Netzausbaukosten zum Einsatz zu bringen. Da die EEG-Vergütung für Solarkraftwerke auf der Freifläche unverhältnismäßig stark abgesenkt, die Anlagengröße unnötig auf 10 MW begrenzt und die Flächennutzung weitestgehend auf verbraucherferne Konversionsflächen reduziert wurde, sind wirtschaftlich tragfähige Einsatzmöglichkeiten stark eingeschränkt. „Das laufende Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat ist eine sehr gute Gelegenheit die netzstabilisierenden Potentiale von Solarkraftwerken, bei gleichzeitiger Einsparung der dadurch vermeidbaren Netzausbaukosten, in die Diskussion aufzunehmen“ so BELECTRIC Geschäftsführer Martin Zembsch.

Die Zeit drängt. Gerade für die großen Industriegebiete im Süden Deutschlands ist die sichere Versorgung mit Strom notwendig. Hierfür sind aber weit weniger Übertragungsleitungen nötig, als durch die DENA prognostiziert, sondern vielmehr der konsequente Ausbau netzstabilisierender Freiflächen-Solarkraftwerke und der Einsatz moderner Gaskraftwerke. Leider wird jedoch aktuell die wirkliche Kostenstruktur von Solarstrom aus Freiflächen-Solarkraftwerken in der Politik verkannt. Durch die technologischen Entwicklungen und die Großindustrielle Produktion sind die Erzeugerpreise in den letzten Jahren stark gefallen. Angesichts dessen verwundern die Aussagen von Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, der immer noch der Meinung ist „Photovoltaik kann hierzulande nie eine große und kostengünstige Stromquelle sein“. Heute schon lässt sich Solarenergie auf Freiflächen aus klimatischen und geografischen Gründen im Süden Deutschlands sehr viel besser, verbrauchsnaher und auch billiger erzeugen, als Strom aus der Offshore-Windenergie quer durch die Bundesrepublik zu transportieren. Anders als bei der Fokussierung auf die Windenergieerzeugung im Norden der Bundesrepublik, welche den Transfernetzausbau erst notwendig macht, kann Solarstrom auf Freiflächen nah der Verbrauchszentren ohne Transportprobleme erzeugt werden und stellt so die perfekte Kombination zu neuen Gaskraftwerken oder anderen regelbaren erneuerbaren Energiequellen dar.

Gerade die Gewährleistung einer bezahlbaren, sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung ist für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Deutschland unerlässlich. In diesen Punkten stimmt die Firma BELECTRIC, Weltmarktführer im Bau von Solarkraftwerken, vollkommen mit den Forderungen aus Wirtschaft und Politik überein. Die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie, insbesondere der energieintensiven Branchen, muss auch zukünftig durch wettbewerbsfähige Strompreise gewährleistet werden.

Strom aus abgeschriebenen Freiflächen-Solarkraftwerken wird zukünftig noch mehr zur Stromkostenentlastung beitragen und der deutschen Industrie internationale Wettbewerbsvorteile verschaffen. Angesichts der Forderung einer Stabilisierung der EEG-Umlage und einer Kostenentlastung der Stromverbraucher sind überproportionale Einschnitte in diesem Segment kontraproduktiv. Gleichfalls führte die zunehmende Beschränkung der vergütungsfähigen Flächen zu vermehrt verbrauchsferner Errichtung von Kraftwerken und einer Einschränkung der regionalen Planungshoheit. Der Einsatz von Energiespeichern in diesen Systemen ist der nächste logische Schritt um die volatilen erneuerbaren Energien als tragende Säule der Deutschen Stromerzeugung zu etablieren. Fortschritt kann nur im Einklang mit der Gesellschaft erfolgen. Daher gilt es, die Akzeptanz für

Energiewende- und Infrastrukturprojekte durch gemeinsame Anstrengungen über alle Parteien hinweg zu steigern, um Netze in einem ersten Schritt zu stabilisieren, dann folglich in vermindertem Umfang auszubauen und die Stromkosten so mittelfristig konstant zu halten und auf lange Sicht zu senken.

Über BELECTRIC®: BELECTRIC ist Weltmarktführer (2010 & 2011) in der Entwicklung und im Bau von Freiflächen-Solarkraftwerken und Photovoltaik-Dachanlagen. Die führende Marktposition von BELECTRIC ist auf die hohe vertikale Integration der Entwicklungs- und Fertigungsprozesse zurückzuführen. Mehr als 2.000 Mitarbeiter weltweit sind von der Forschung über den Anlagenbau bis hin zur Wartung im Unternehmen beschäftigt. Ein Großteil der BoS Komponenten, wie Kabel- und Energieverteilungssysteme, Wechselrichtertechnik, Kontrollsysteme und die Unterkonstruktion, wird in Eigenproduktion hergestellt. Dieses Alleinstellungsmerkmal macht es möglich, die Komponenten perfekt auf ihr Einsatzgebiet anzupassen. Das reduziert langfristig die Kosten pro erzeugter kWh (LCOE) und liefert zuverlässige und effiziente Anlagentechnik. Ingenieure und Techniker forschen interdisziplinär in allen Bereichen der Photovoltaik und entwickeln innovative Technologien, die die Basis für eine umweltfreundliche Energieversorgung der Zukunft bilden. Modernste Kraftwerkstechnik unterstützt unter anderem die vorhandene Infrastruktur unserer Stromnetze durch Netzdienstleistungen und trägt somit zur Kostenentlastung im Energiesektor bei. Mit mehr als 100 angemeldeten Patenten stellt BELECTRIC seinen hohen Innovationsgeist unter Beweis. Neben der Solarstromerzeugung konkretisiert BELECTRIC Drive® die Verknüpfung von Photovoltaik und Elektromobilität.

PM & weitere Informationen unter www.belectric.com.

 

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