Power to Gas: BI Arneburg ergreift Initiative zum Anschub der Energiewende

Windturbinen / Foto: HB
Windturbinen / Foto: HB

(WK-intern) – Rechtzeitig zum Beginn der neuen Debatte um den Fortgang der Energiewende hat die BI „Gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg“ eine Initiative ergriffen.

Sie soll sowohl die entscheidenden Probleme der Energiewende – fehlende elektrische Netze und fehlende Speichermöglichkeiten – aber auch das ungelöste Kraftwerks-Problem in Arneburg einer Lösung näher bringen soll.

An die umwelt- und energiepolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen und der sachsen-anhaltinischen Landtagsfraktionen wurden jeweils Musteranträge geschickt, deren Ziel es sein soll, die Umwandlung von Strom aus Sonne (PVA) und aus Wind (WKA) in speicherfähiges Wasserstoffgas zum Durchbruch zu verhelfen.

Folgende wichtige Eckpunkte dieser Anträge wurden formuliert:

  • Förderung und Unterstützung des Aufbaus und Betriebs von Demonstrationsanlagen von einigen Megawatt-Leistung zur Umwandlung von PVA- und WKA-Strom in Wasserstoff durch die Elektrolyse von Wasser – z.B. auch am Standort Arneburg
  • Unterstützung der Nutzung des gewonnenen Wasserstoffs durch Einspeisung in das Erdgasnetz.
  • Ergänzung des Energie-Einspeisegesetzes (EEG) durch die Vergütung der Wasserstoff-Einspeisung als Anschub-Anreiz zur Entwicklung dieser Technik.
  • Verhandlungen mit den Energieversorgungs-Unternehmen zur Beschleunigung der Erstellung und des Betriebs großtechnischer Anlagen.
  • Anschub von Forschung und Entwicklung auf breiter Front.

Näheres zur Technik ist im Vorspann zu den Anträgen zu lesen.

Die Initiatoren unterstreichen die Bedeutung des vorgeschlagenen Ansatzes:

Prof. Dr. Winfried Schülke  wörtlich: „Wir müssen uns endlich von der Fixierung auf die herkömmlichen elektrischen Netze lösen: das bestehende Gasnetz wäre in der Lage den gesamten Windstrom aus dem Jahr 2011 in Form von Wasserstoffgas aufzunehmen, zu speichern und zu verteilen.“

Und Prof. Dr. Jürgen Rochlitz fügt hinzu: „Wer diese Technik am ehesten beherrscht, wird die Energiewende ohne Atom- und Kohlekraft und ohne unwirtschaftliche Großgaskraftwerke meistern.“

Idee und Verfahren werden unterstützt vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), vom BUND-Sachsen-Anhalt; aber auch Greenpeace und Deutsche Umwelthilfe haben das Verfahren „Power to Gas“  entweder schon im Programm oder in ihren Forderungen.

www.kein-steinkohlekraftwerk-arneburg.de

PM: Udo Buchholz
BBU-Pressereferent
Buchholz@bbu-bonn.de
www.bbu-bonn.de

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