Feldtest zum intelligenten Stromverbrauch in Haushalten auf der Zielgeraden

Von rechts: Dr. Arndt Neuhaus (Vorstandsvorsitzender RWE Deutschland), Bürgermeisterin Renate aus der Beek (Mülheim an der Ruhr), Majlinda Caci (Koordinatorin im E-DeMa-Projekt), Prof. Michael Laskowski (Projektleiter E-DeMa).
Von rechts: Dr. Arndt Neuhaus (Vorstandsvorsitzender RWE Deutschland), Bürgermeisterin Renate aus der Beek (Mülheim an der Ruhr), Majlinda Caci (Koordinatorin im E-DeMa-Projekt), Prof. Michael Laskowski (Projektleiter E-DeMa).
  • (WK-news) – 700 Bürger in Mülheim an der Ruhr und in Krefeld testen handfeste Bausteine für die Energiewende

  • RWE Deutschland und Projektpartner ziehen Zwischenbilanz aus der Praxis

  • Intelligenter Stromverbrauch und Vermarktung regenerativ erzeugter Energie gelingen

Das Forschungsprojekt E-DeMa als größter Feldtest zum intelligenten Stromverbrauch in Deutschland ist in die entscheidende Phase eingetreten.
700 private Haushalte in den Modellregionen Mülheim an der Ruhr und Krefeld beteiligen sich an einer der größten Maßnahmen für die praktische Energiewende in Privathaushalten. Auf einem Meilensteintreffen in Mülheim an der Ruhr stellen die E-DeMa-Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft heute den aktuellen Stand des seit mehr als drei Jahren laufenden Projekts vor. Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland: „E-DeMa und der Feldtest zum intelligenten Stromverbrauch zeigen ein praktisches Stück Energiewende, das erlebbar ist und zum Mitmachen anspornt.“

Mit der in den Haushalten installierten Technik können die Bürger ihren Stromverbrauch an wechselnden Marktpreisen und verschiedenen Tarifen ausrichten. Über hundert Haushalten wurden zudem intelligente Waschmaschinen, Trockner und Spülmaschinen zur Verfügung gestellt, die unterschiedliche Marktpreise automatisch für die günstigste Betriebszeit ausnutzen. Diese Geräte der weißen Ware werden von einem Gateway-Modul angesteuert, das seine Informationen über den Stromtarif von einem „lokalen elektronischen Marktplatz“ erhält. Zur Erfassung der Netzbelastung wurden dafür in Mülheim 35 Ortsnetzstationen mit intelligenter Technik umgerüstet.

Damit wird der Haushalt nicht nur zum „smarten Verbraucher“. Er kann außerdem überschüssige Mengen selbst erzeugten Stroms, beispielsweise durch eine Photovoltaikanlage oder eine Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, über das Internet an lokalen Marktplätzen anbieten. In beiden Städten wird damit ein Stück Energiewende in der Praxis getestet.

Mit E-DeMa wird der Verbraucher in die Lage versetzt, seine Stromgeräte zu Zeiten laufen zu lassen, wenn viel regenerative Energie im Netz ist und gleichzeitig die Preise niedrig sind. Über das Internet werden die notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt. Diese variablen Verbrauchstarife können auch einen Beitrag zur Reduzierung der Energierechnung leisten.

Die Vermarktung des von privaten Haushalten selbst erzeugten regenerativen Stroms gewinnt eine noch größere Bedeutung, wenn die Förderung bestehender Anlagen nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz reduziert wird oder ausläuft. E-DeMa bietet hierfür die notwendigen Lösungen, indem es die kleinen Mengen der einzelnen Haushalte über einen Aggregator bündelt und auf einem lokalen elektronischen Marktplatz verkauft.

E-DeMa steht für die Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin einem E-Energy-Marktplatz der Zukunft. Unter der Federführung von RWE Deutschland arbeiten die Partner Siemens, Stadtwerke Krefeld, die Hochschulen in Dortmund, Bochum und Essen-Duisburg, Miele und ProSyst in dem Projekt zusammen. E-DeMa wird von den beiden Bundesministerien für Wirtschaft und Umwelt gefördert und ist eines von sechs Projekten im Rahmen der bundesweiten Initiative E-Energy.

RWE Deutschland AG
Sebastian Ackermann
Leiter Kommunikation
sebastian.ackermann@rwe.com

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