Atomkraftgegner stellen Forderungen zu den Koalitionsverhandlungen in Kiel

Grafenrheinfeld abschalten

(WK-intern) – Schleswig-Holstein: Der Atomausstieg muss vollendet werden

Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und SSW in Kiel haben Anti-Atom-Organisationen, Umweltverbände und Bürgerinitiativen einen atompolitischen Forderungskatalog aufgestellt.

Mit einer Aktion vor dem Landeshaus in Kiel werden Anti-Atom-Aktivisten diesen Forderungen heute ab 14.30 Uhr Nachdruck verleihen.

Die Atomkraftgegner verlangen von einer neuen schleswig-holsteinischen Landesregierung die sofortige Stilllegung des AKW Brokdorf, weil ein Super-GAU in dem Kraftwerk an der Unterlebe nicht auszuschließen ist.

Karsten Hinrichsen von der Bürgerinitiative ” Brokdorf Akut”:

“Die Freisetzung massiver Radioaktivitätsmengen würde das Leben und Wirtschaften in Schleswig-Holstein grundlegend verändern. Es gibt keine absolute Sicherheit gegen Kernschmelzunfälle, schon gar nicht im 25 Jahre alten AKW Brokdorf, in dem immer häufiger Störfälle passieren. Die weitere Erzeugung von Atommüll ist zu unterbinden, weil es keinen Platz gibt, an dem dieser über Jahrtausende sicher gelagert werden kann.”

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: “Die Spitzenkandidaten aller drei Parteien haben am 11. März an der Demonstration in Brokdorf für die sofortige Stilllegung des AKW teilgenommen. Haben sie das ernst gemeint oder war es nur Wahlkampf?”

Sollte es dem Land aufgrund fehlender Zuständigkeit nicht möglich sein, dass AKW sofort stillzulegen, dann erwarten die Verbände und Initiativen, dass die Atomaufsicht des Landes die vom Bundesumweltministerium und der Reaktorsicherheitskommission nach Fukushima genannten erhöhten Sicherheitsanforderungen umgehend umsetzt.

Außerdem soll Schleswig-Holstein über den Bundesrat darauf Einfluss nehmen, den Atomausstieg bundesweit zu beschleunigen.

Für die abgeschalteten Reaktoren in Brunsbüttel und Krümmel soll das Land darauf drängen, dass die Betreiber einen offiziellen Antrag auf Stilllegung stellt, denn nur dann ist ein Wiederanfahren endgültig ausgeschlossen.

Die Bürgerinitiativen und Verbände fordern die Parteien darüber hinaus dazu auf, vor atompolitischen Festlegungen in den Koalitionsverhandlungen das Gespräch mit den Atomkraftgegnern zu suchen.

Marianne Kolter von der Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg: “Wir befürchten, dass sich die Parteien um das Thema Atomkraft weitgehend drücken. Deshalb suchen wir das Gespräch und werden den Druck von der Straße aufrechterhalten.”

Den vollständigen Wortlaut der Forderungen und die Liste der Unterzeichnenden können Sie hier nachlesen:

http://ausgestrahlt.de/mitmachen/koalitionsverhandlungen

Rückfragen an: Jochen Stay, .ausgestrahlt Tel.: 0170-9358759 Marianne Kolter, Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg, Tel.: 0160-92042914

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