Marktprämienmodell: EnergieVerein diskutiert über Direktvermarktung

Norbert ROETTGEN
Norbert ROETTGEN

(WK-intern) – Berlin – Zum 01.01.2012 ist die Direktvermarktung im EEG deutlich erweitert worden.

Hauptanwendungsbereich ist seitdem die Direktvermarktung zum Zweck der Inanspruchnahme der Marktprämie.

Die Einführung dieser Variante der Direktvermarktung war inhaltlich und energiepolitisch sehr umstritten.

Der Umfang der Inanspruchnahme der Marktprämie zeigt, dass das neue Instrument durch die Branche angenommen wird. Fraglich ist, ob sich damit die bezweckten energiepolitischen Ziele in der erwarteten Weise realisieren. Kritisiert wird, dass die Einführung der Marktprämie zu Mitnahmeeffekten in dreistelliger Millionenhöhe ohne vorzeigbaren Nutzen führe. Die prognostizierten Mehrkosten der Marktprämie übersteigen voraussichtlich 500 Millionen Euro allein in diesem Jahr.

Dabei sei weder erkennbar, dass die Marktprämie Impulse für den Bau neuer Systeme setze, noch das eigentliche Ziel einer verbesserten Marktintegration erreicht werde.

Vor diesem Hintergrund werden hochkarätige Vertreter des BMU und der EEG-Spitzenverbände BWE und Fachverband Biogas (Hermann Albers und Josef Pellmeyer) sowie Branchenvertreter aus dem Bereich der Direktvermarktung auf einer Veranstaltung des EnergieVereins auf den Berliner Energietagen am 25.05.2012 über die gegenwärtigen Erfahrungen und Probleme, etwaige Lösungen und die weiteren Aussichten diskutieren.

PM: (iwr-pressedienst)

WK: Die Marktintegration gibt es in Wahrheit nicht

Es ist alles nur Geldschneiderei und spielt den großen Stromerzeugern und den sogenannten Direktvermarkter in die Taschen.

Der Strom und die gesamten Energiekosten sind heute schon für viele Bürger/Innen unbezahlbar geworden, so macht man Stimmung gegen die Energiewende und den Atomausstieg.

Wenn die Solar- und Windindustrie bei diesem hinterlistigem politischen Spiel mitmacht, dann wird sie sich selbst ein Grab schaufeln, bedenklich ist die Freude der Verbände, die sich jetzt auf diesen Zug in die Irrfahrt setzen.

Natürlich sind diese Möglichkeiten gesetzlich legitim, doch im höchsten Maße zugleich moralisch, energiepolitisch und gesellschaftlich verwerflich. Eine dekadente Politik, die alle Fachleute außen vor lässt und sich mit Lobbyisten verbrüdert, die Wähler belügt und Vorteilsnahme, Bestechung, Seilschaften zur Tagesordnung erhebt. Wo soll aus diesem Wirken entstehen?

Lesen/sehen Sie hierzu auch bitte unsere Artikel über das umstrittene Markprämienmodell vom:

14. Mai 2012 – Politik macht die Windenergie teuer, das Marktprämienmodell Video von Panorama

HB

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