Windpark eröffnet: Hessen ernten sauberen Strom in Rheinland-Pfalz

Gondelquerschnitt E-82 / 2.300 kW / Grafik: Enercon
Gondelquerschnitt E-82 / 2.300 kW / Grafik: Enercon
Gondelquerschnitt E-82 / 2.300 kW / Grafik: Enercon

(WK-intern) – juwi und Energieversorgung Offenbach (EVO) weihen leistungsstärkste Anlage im Südwesten mit Volksfest ein / Kurt Beck: Richtiger Schritt für die Energiewende

Kirchberg – Zwei Bundesländer, zwei Firmen – eine Vision: 100 % erneuerbare Energien.

Mit der offiziellen Eröffnung des Windparks „VG Kirchberg im Faas“ durch Ministerpräsident Kurt Beck (Rheinland-Pfalz) und Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich ist dieses Ziel seit Sonntag wieder ein gutes Stück näher gerückt.

23 Windräder haben der Wörrstädter Projektentwickler juwi und die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) zusammen mit den umliegenden Ortsgemeinden in den vergangenen Monaten auf den Höhen des Hunsrücks errichtet.

Die 138 Meter hohen Anlagen vom Typ Enercon E-82 haben eine Gesamtleistung von 53 Megawatt und produzieren pro Jahr rund 125 Millionen Kilowattstunden sauberen Windstrom. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von mehr als 35.000 Drei-Personen-Haushalten. Damit ist Kirchberg der leistungsstärkste Windpark im Südwesten Deutschland. Betreibergesellschaft des Windparks ist die Cerventus Naturenergie GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen
der juwi-Gruppe und der EVO.

Ministerpräsident Kurt Beck bezeichnete die Energiewende als eine der „größten und wichtigsten Herausforderungen“ unserer Zeit. Den Windpark in Kirchberg wertete er bei der Eröffnungsfeier vor über 1.000 Gästen, darunter Vertreter von Politik und Energiewirtschaft, als richtigen Schritt auf dem Weg hin zu einer dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien. „Projekte wie dieses leisten einen Beitrag zum erklärten Ziel, 100 Prozent des rheinland-pfälzischen Strombedarfs bis 2030 bilanziell aus erneuerbaren Energien zu decken und tragen zur regionalen Wertschöpfung bei“, so Beck weiter.

Die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich lobte das Großprojekt als gelungenes Beispiel für eine Kooperation über die Landesgrenzen hinweg. „Die Energieversorgung der Zukunft wird dezentraler werden. Die Kommunen werden entscheidend zum Erfolg der Energiewende beitragen und mit ihren Stadtwerken zum Energieerzeuger und Investor in erneuerbare Energien werden“, sagte Puttrich. In Hessen gebe es derzeit einen deutlichen Aufschwung bei der Planung und dem Bau von Windkraft-Anlagen, so die Ministerin juwi-Vorstand Matthias Willenbacher wertete den Windpark in Kirchberg „als Beleg dafür, dass der schnelle Umstieg auf erneuerbare Energien möglich und finanzierbar ist“. Ihm zufolge sind Kooperationen zwischen regionalen Energieversorgern wie der EVO und einem Projektentwickler wie juwi wichtig für die Energiewende. „Der gemeinsame Betrieb dezentraler Anlagen erzeugt Energie in der Nähe der Verbraucher und fördert eine unabhängige, preiswerte und sichere Versorgung der Menschen mit sauberer Energie“, so Willenbacher. Ausdrücklich dankte der juwi-Vorstand den beteiligten Ortsgemeinden Kappel, Kludenbach, Reckershausen, Metzenhausen und Reich für die faire und konstruktive Zusammenarbeit: „Ohne ihr Engagement hätte dieses wichtige Projekt nicht realisiert werden können.“

Juwi unterstützt den Rhein-Hunsrück-Kreis seit langem auf dem Weg in die regenerative Vollversorgung. Das Wörrstädter Unternehmen hat hier sieben Windfarmen mit insgesamt 51 Windenergie-Anlagen und einer Gesamtleistung von 114 Megawatt errichtet.

Zusammen mit den bereits in den Vorjahren gebauten 50 WEA erhöht sich so die Windenergie-Leistung der von juwi im Hunsrück projektierten Anlagen auf rund 200 Megawatt. Die rund 100 Anlagen können jährlich etwa 500 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen. Das entspricht dem Jahresbedarf von 150.000 Haushalten.

Auch die EVO setzt konsequent auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, wie deren Vorstandsvorsitzender Michael Homann berichtete. „Wir stehen zur Energiewende und leisten unseren Beitrag dafür.“ Sein Unternehmen will in den nächsten Jahren rund 150 Millionen Euro in die Windkraft investieren. Der Anteil der EVO-Eigenerzeugung am verkauften Strom soll dadurch mittelfristig von aktuell 15 auf 30 Prozent steigen. „Wir liefern saubere Energie aus der Region für die Region. Das schont das Klima und macht uns unabhängiger von den Weltmarktpreisen von Erdöl oder Erdgas“, sagte Homann. Die Energieversorgung von morgen müsse „dezentral, effizient und regenerativ“ sein.
Nach Grußworten von Landrat Bertram Fleck und Verbandsbürgermeister Harald Rosenbaum wurden die Festgäste bei bestem Muttertags-Wetter mit einem bunten Bühnenprogramm unterhalten. Dazu zählten Breakdance-Vorführungen, ein Auftritt der Tanzgruppe „Angel“ aus Kappel sowie musikalische Darbietungen. Highlight der Veranstaltung war eine atemberaubende Höhenrettungsübung der Feuerwehr Ingelheim.

Zur juwi-Gruppe:
juwi zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für erneuerbare Energien mit starker regionaler Präsenz. Unser Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energien. Unser Antrieb: Mit Leidenschaft erneuerbare Energien wirtschaftlich und zuverlässig gemeinsam durchsetzen. Von der Standortsuche über Planung, Realisierung und Finanzierung bis hin zur Betriebsführung – juwi ist der kompetente Partner für die Energiewende mit regionalen Schwerpunkten.

Gegründet wurde juwi 1996 von Fred Jung und Matthias Willenbacher in Rheinland-Pfalz. Heute beschäftigt das weltweit tätige Unternehmen mehr als 1.750 Mitarbeiter in 15 Ländern und erzielte im Jahr 2011 einen Jahresumsatz von rund eine Milliarde Euro. Zu den Geschäftsfeldern der juwi-Gruppe zählen neben Solar-, Wind- und Bioenergie auch Wasserkraft und Geothermie sowie Green Buildings und Elektromobilität. Eine eigene Forschungsabteilung (juwi Research & Development) entwickelt Lösungen und Komponenten, um Strom aus erneuerbaren Energien noch günstiger zu machen.
Bislang hat juwi im Windbereich rund 540 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von etwa 950 Megawatt realisiert; im Solarsegment sind es mehr als 1.500 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 Megawatt. Diese Energieanlagen erzeugen pro Jahr rund 3,5 Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht dem Jahresbedarf von etwa eine Million Haushalten. Im Bioenergie-Bereich kann juwi zahlreiche Referenzen für Holzpellets-Produktionsanlagen, Biomassekraft- und heizwerke, Biogasanlagen und Nahwärmenetze mit Contracting-Lösungen aufweisen. Für die Realisierung dieser Projekte hat juwi in den vergangenen 16 Jahren ein Investitionsvolumen von rund vier Milliarden Euro initiiert.

juwi gehört zu Deutschlands besten und begehrtesten Arbeitgebern: Im renommierten Wettbewerb des „Great Place to Work Institute“ ist das Unternehmen Anfang 2012 in der Kategorie 501 bis 2.000 Beschäftigte unter den Top 20 gelandet. Die juwi-Gruppe verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Griechenland, Polen, Bulgarien, Großbritannien, Indien, Singapur, Südafrika, Chile, den USA und Costa Rica. In Deutschland hat juwi Niederlassungen und Regionalbüros in zwölf Bundesländern.

PM: juwi Holding AG · Michael Löhr · Pressesprecher
Tel. +49. (0)6732. 96 57-1207 · Mobil +49. (0)152.549 289 42
loehr@juwi.de · JUWI

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