6. Internationaler Kunstwettbewerb -bewegter wind-

bw-Auswahljury
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(WK-intern) – „AIR condition(s)“ – Landschaftsausstellung Nordhessen – 19.8. – 2.9.2012

Noch 100 Tage bis zum 6. bewegten wind:

Jury wählt  Exponate aus 132 Bewerbungen aus 18 Ländern

Jetzt gehen die Vorbereitungen für das Windkunstfestival auf die Zielgerade. Bereits zum 6. Mal findet vom 19. August bis zum 2. September 2012 die Landschaftsausstellung „bewegter wind“ in Nordhessen statt. Zum ersten Mal wird das gleichzeitig in den zwei Landkreisen Kassel und Waldeck-Frankenberg geschehen.
65 Künstlerinnen und Künstler aus 17 Nationen stellen Ihre Kunstideen vor und alle beschäftigen sich mit dem Thema AIR condition(s). Windobjekte, Installationen, Performances und Videos sind im Sommerwind zu sehen, zu hören und zu fühlen.
Landschaft, die wir kennen, wird neu entdeckt, bietet besondere Ein- und Ausblicke. Eine Erfahrung, die Bewegung in die tägliche Routine bringt, Denk – und Erfahrungsmuster aufbrechen kann.
Und so erfordern auch die verschiedenen Ausstellungsorte Bewegung. Auf einer faszinierenden Sichtachse von Volkmarsen bis Wolfhagen sind sie verteilt, 3-10 km voneinander entfernt. Man kann sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto erreichen. Interessante und aufregende Angebote finden sich für Naturfreunde und Kunstbegeisterte, Radsportler und Neugierige. Gruppenführungen und ein interessantes Rahmenprogramm mit Vorträgen, Publikumsaktionen und Konzerten runden diese einmalige Landschaftsausstellung ab.

AIR condition(s) ist das Thema des 6. Kunstwettbewerbs „bewegter wind“.
Luft     Zustand    Atmosphäre      Bedingung     Raumklima     Stimmung    konditionieren
…..meteorologische und metaphorische Assoziationen sind möglich.
Welche Bedingungen bewirken eine Veränderung von Atmosphäre?
Wie kann man Ausdruck für diese elementaren und unsichtbaren Zusammenhänge finden?
Künstlerische Antworten in Form von Windobjekten, Installationen, Performances und LandArt im weitesten Sinne waren gefragt.
Bis zum 24.3.2012 gingen bei „bewegter wind“ e.V. 132 Bewerbungen aus 18 Ländern der Welt ein. Anfragen und Bewerbungsdownloads gab es von über 1000 Künstlerinnen und Künstlern. Am 14.4.2012 kam in Lichtenfels eine europäische Jury zusammen, die 77 Bewerbungen auswählte, die nun umgesetzt werden.

Die Mitglieder der Auswahljury sind aktiv und erfahren in Projekten von Kunst + Natur, Landart, Vernetzung, Interdisziplinäres Arbeiten und Interkultureller Kommunikation.
•    Nik Barlo Jr., Global Arts Museum
•    Stan Coenders, Stiftung WaddenArt + MeetingInZdonov
•    Kasia Krzykawska, Krakow, Kunstakademie Kielce, Poland
•    Dr. Vera Lasch, Kulturtopographie Kassel
•    Reta Reinl, bewegter wind

Nähere Informationen zu den Mitgliedern der Auswahljury und „bewegter wind“ nachfolgend.

Mitglieder der Auswahljury:

•    Nik Barlo Jr. , GLOBAL ARTS MUSEUM        
Rechtlich getragen vom, als gemeinnützig anerkannten, GLOBAL ARTS e.V. als
künstlerische Arbeitsplattform. Nik Barlo Jr. studierte freie Kunst und visuelle Kommunikation an der Universität Kassel.
Gründer und Direktor der Messinghof Studios (1978-1987), Galerie Friedrichstrasse (1982-1986) und GLOBAL ARTS MUSEUM (1986, geplant mit Hauptsitz auf den Azoren bis ein Erdbeben 1988 das Basislager auf der Insel Pico zerstörte).z.Zt. arbeitet er an seiner 25. Buchpublikation  „Herrenhäuser Gärten“, an einer Ausstellung „The wild beauty of Sababurg Jungle“(Eröffnung 27.09.2012), an dem Projekt „Lapis Philosophorum“ ( Vatikan ), der Dokumentation der Welterbestätten auf Sri Lanka und an einem „MONUMENT FÜR
HERAKLIT“ (Selcuk / Türkei).

•    Stan Coenders,  Stiftung Waddenart,  Niederlande, Belgien   
Stan Coenders, Designer, Künstler, studierte an der Rietveld Akademie Amsterdam und lebt teilweise in Belgien und teilweise in Zdoňov, Tschechische Republik.
‚Raum‘ und ‚Individualität‘ sind erkennbar Themen in allen Arbeiten von Stan Coenders. Sein Spektrum reicht über verschiedene Disziplinen. Er arbeitete lange im eigenen Designbüro StanCoendersMaaktRuimte (www.stancoenders.nl), dann gründete er „Meeting In Zdonov“ in einem alten Farmgebäude in Zdoňov in Tschechien und die Wattenmeer-Stiftung“Waddenart“. Das ist eine Plattform für Künstler in der Wattenmeerregion von Dänemark, Deutschland und Niederlande. Er liebt es interdisziplinär zu arbeiten und alle Kunst als Ergebnis der „Kopf-Labor-Arbeit” zu betrachten. www.waddenart.eu
MeetingInZdonov ist möglicherweise einzigartig in Umfang, Charakter und kulturellen Einbettung. MeetingInZdonov wurde zu einem „Labor“ für die verschiedenen Disziplinen in der Kunst. Dort entwickelte er kinetische Zeichnungen, angespannte, zerbrechliche und ausbalancierte Strukturen, die leicht durch einen Windstoß oder einen Passanten bewegt werden können. www.meetinginzdonov.nl
Stan Coenders‘ Arbeit war schon immer von Wandel und Interdisziplinarität geprägt. Hardtslag, das neueste Projekt für WaddenArt, zusammen mit Suzanne Vanden Schrieck, bringt Kunst und Gesundheit zusammen auf einer sehr grundlegenden Ebene. Hardtslag untersucht in der Wahrnehmung der kulturellen Identität aus der Sicht der Gesundheit und Vitalität. Hardtslag verwendet Konfrontation von Visionen und wird durch kleine Kunstprojekte in der Waddenarea entwickelt als Basis für effektivere Implementierung von Kunst.
In den letzten Jahren wurden folgende Bücher über die Projekte veröffentlicht;  Footprints along a coastline, AnyQuestions, MeetingInZdonov 2005-2010, Hardtslag.
Als Mitglied der Jury für bewegter wind möchte Stan Coenders  betonen, dass Kunst nicht nur Objekt, sondern Teil des Alltags ist und Kreativität ihre Quelle.

•    Katarzyna Krzykawska,   Dozentin am Institut für Bildende Kunst, Kielce, Polen
Studium: Akademie der Bildenden Künste in Krakau, Master of Fine Arts (2000), Doktor der Schönen Künste (2008). Stipendium in Polytechnischen Universität Valencia, Spanien (2000). Pädagogischen Hochschule in Krakau, Institute of Fine Arts (1998);
Aktuelle Beschäftigung: Lehrbeauftragter am Institut für Bildende Kunst ujk in Kielce.
Einzelausstellungen : 2011-Galeria XX1, Warszawa, Polen, 2010 – Galerie „Alles wird schoen“, Hamburg, Deutschland; 2010-Galeria XS, Kielce, Polen; 2006 – Galeria BWA, Rzeszów, Polen; 2004-Galeria XX1, Warszawa, Polen, 2004 Galeria-XS, Kielce, Polen.
Katarzyna Krzykawska konzentriert sich in ihrer Arbeit auf die Skulptur und Installationen. Sie stellt dort die romantische polnische Landschaft dem Kitsch der Massenproduktion gegenüber. Katarzyna Krzykawska neueste Arbeiten beschäftigen sich mit der Idee der mentalen Spiele zwischen Tradition und nationaler Identität.

•    Dr. Vera Lasch, Kulturtopographie Kassel
Dr. Vera Lasch ist Geschäftsführerin des Vereins KulturNetz Kassel. In dieser Funktion ist sie für die Vernetzung regionaler Kulturschaffender zuständig. Zu den Projekten des Vereins gehört eine regionale Datenbank „Kulturtopografie“ (http://www.kulturtopografie-kassel.de/) sowie Projekte, die künstlerisches Schaffen neu präsentieren – als Beispiel „all2gether jam“ (ein Angebot zur kreativen Arbeit für Jugendliche) und das jährliche Kulturfest im Dezember.
Vera Lasch ist Sozialwissenschaftlerin mit Forschungserfahrung im Bereich Altern und Frauengesundheit. Erfahrungen im Bereich internationaler Zusammenarbeit hat sie auch im Rahmen der Internationalen Frauenuniversität während der EXPO 2000 gemacht.

•    Reta Reinl, bewegter wind e.V.   
Reta Reinl ist Künstlerin, Kuratorin, Initiatorin einiger Projekte.
Ihre Beschäftigung mit Landart und ihre Faszination für das Naturelement und die Metapher Wind führten 2004 zu der Idee des Internationalen Kunstwettbewerbs „bewegter wind“. 2009 wurde der gemeinnützige Verein zur Förderung der Windkunst und interkultureller Kommunikation gegründet, der Veranstalter des Windkunstfestivals ist.
www.reta-reinl.de, www.bewegter-wind.de, www.kulturagentur-ago3.de
Mit freundlicher Unterstützung von: SUN-Stadtwerkeunion Nordhessen/ Stadtwerke Wolfhagen/ art regio –Sparkassenversicherung/ Hotel Schloss Waldeck/ Sparkasse Kassel/ CUBE/ LK-Waldeck-Frankenberg/ Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen/ Sparkasse Waldeck-Frankenberg/ Stadt Bad Arolsen/ LK Kassel/  Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg/ Bundesverband Windenergie/ wpd-think energy
RR 19.4.2012

Hintergrund:
In der Zeit vom 19.8.-2.9.2012 wird AIR condition(s), die Ausstellung der Windobjekte, zum sechsten Mal an verschiedenen Orten in der vielfältigen Landschaft Nordhessens stattfinden.
Veranstalter des 6. Kunstwettbewerbs und der Ausstellung ist “bewegter wind” e.V.- Verein zur Förderung der Windkunst und interkultureller Kommunikation, der „bewegter wind“ gemeinsam mit Partnern und Helfern organisiert. Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet, das zum Entdecken von Landschaft und Exponaten einlädt.

„bewegter wind“ seit 2004
Windkunst in Landschaft kann in Nordhessen eine erfolgreiche Vorgeschichte aufweisen. Seit 2004 wurden schon fünf Kunstwettbewerbe weltweit ausgeschrieben. 2010 bewarben sich Künstlerinnen und Künstler aus 20 Ländern mit 100 Exponaten um den Preis. Internationales Interesse und erfreuliches Feedback führten zur Gründung des gemeinnützigen Vereins „bewegter wind“ zur Förderung der Windkunst und interkultureller Kommunikation. Initiatorin und Kuratorin ist die Künstlerin Reta Reinl.
Ziel ist es, die Windkunst als faszinierende, vielfältige Metapher zu fokussieren und durch Kontinuität und Nachhaltigkeit den Kunstwettbewerb und die weiterführende Vereinsarbeit zu fördern, Kunsterlebnisse in und mit der Natur anzubieten, eine Plattform für internationale Windkunst in Nordhessen zu schaffen und Kooperationen zu initiieren.

Windkunst
Was macht die Faszination Wind aus?
Wind ist global. Er ist vielgestaltig und ungreifbar. Bei „bewegter wind“ trifft die Ungestalt des Windes auf die Gestaltungskraft künstlerischer Formen.
Wind ist das einzige Element, das nicht sichtbar ist und erst durch die Beziehung zu den anderen Elementen wahrgenommen wird.  Er ist Naturphänomen und Symbol für Geist. Er steht für Fruchtbarkeit und Verwüstung, Wohltat und Stärke, Leben und Tod. Rund um den Globus findet sich die Ambivalenz seiner Eigenschaften: säuselnd und stürmisch, heulend und wispernd, wild und zahm, warm und kalt, kommunikativ und zentriert. Jede Landschaft ist durch ihn geprägt, jede Kultur ist von ihm beeinflusst. Sein Spiel mit Hoch- und Tiefdruck ist eine Metapher für Kommunikation im Hin- und Her der Winde der Welt. Diese vielfältigen Aspekte eines unsichtbaren Phänomens beschäftigen Künstlerinnen und Künstler weltweit.

PM: bewegter wind e.V.
vorstand@bewegter-wind.de
www.bewegter-wind.de

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