Schweiz: Auf dem Weg zur erneuerbaren Vollversorgung

(WK-news) – Die IWB (Industrielle Werke Basel) schliessen das Geschäftsjahr 2011 mit einem Gewinn von 83,2 Millionen Franken ab.

24,1 Millionen Franken werden an den Eigentümer, den Kanton Basel Stadt, ausgeschüttet.

Der Umsatz des Energieunternehmens beträgt 698 Millionen Franken.

Dank neuer Beteiligungen an Windkraftwerken produzieren die IWB in ihren eigenen Anlagen mehr erneuerbaren Strom, als für die Versorgung des Kantons Basel-Stadt benötigt wird.

Die IWB haben im Geschäftsjahr 2011 einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien erreicht: Durch den Aufbau eines Portfolios an Windparks in Frankreich produzieren die IWB in eigenen Anlagen mehr Strom aus erneuerbaren Quellen, als in Basel verbraucht wird. Knapp zehn Prozent des jährlichen Strombedarfs von rund 1580 Millionen Kilowattstunden produzieren die neuen Windparks der IWB in Frankreich. Rund 90 Prozent liefern die Wasserkraftwerke in den Alpen und am Rhein, an denen die IWB beteiligt sind. Dabei soll es aber nicht bleiben: Mit Investitionen in Höhe von rund 300 Millionen Franken wollen die IWB bis 2015 die erneuerbare Eigenproduktion auf rund 125 % des heutigen Basler Strombedarfs steigern.

Strategie bis 2015
“Wir sind wohl das einzige Energieunternehmen, das seine Strategie nach Fukushima nicht ändern musste”, sagte CEO David Thiel an der heutigen Medienorientierung, “und die jetzt vom Bundesrat eingeleitete Energiewende bestärkt unsere Strategie und unser Geschäftsmodell.” Die IWB setzen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, auf Energieeffizienz sowie auf intelligente Netze und Speichersysteme. So wollen die IWB den Umbau der heutigen Energiewirtschaft in eine zukunftsfähige Energieversorgung vorantreiben.

Voraussetzungen der Energiewende
Als wichtigste Voraussetzung für die Energiewende fordert Thiel einen funktionierenden Strommarkt, in dem die erneuerbaren Energien Chancengleichheit gegen den künstlich verbilligten Atomstrom haben.”Nur funktionierende Märkte führen zur Effizienz”, so Thiel, “das gilt auch für die Energiemärkte”. Ausserdem brauchen Stadtwerke wie die IWB den diskriminierungsfreien Zugang zu den europäischen Transportnetzen, die dringend ausgebaut werden müssen. Nur so kann die im Ausland an geeigneten Standorten produzierte erneuerbare Energie in die Schweiz transportiert werden.

Geschäftsjahr 2011
In dem für Energieversorger schwierigen, weil sehr warmen und trockenen Jahr 2011 konnten die IWB ihren Umsatz auf 698 Millionen Franken (Vorjahr: 686 Mio. Franken) steigern. Auch beim Gewinn legten die IWB auf 83,2 Millionen Franken zu (60,1). Die Eigenkapitalquote der IWB ist mit 68 Prozent sehr hoch, obwohl 2011 Investitionen in Höhe von 155 Millionen Franken in die Anlagen und die Netze flossen. Der operative Cashflow liegt bei rund 191 Millionen Franken, ein Beleg für die erfolgreiche, konservativ finanzierte Wachstumsstrategie der IWB. An den Eigentümer der IWB, den Kanton Basel Stadt, fliessen neben der Gewinnausschüttung von 24,1 Millionen Franken (22,4) rund 11 Millionen Franken Konzessionsabgaben. Insgesamt betragen die Gesamtleistungen der IWB an den Kanton 50 Millionen Franken.
Die in die Netze eingespeisten Mengen an Erdgas, Fernwärme und Strom sanken deutlich auf insgesamt 5708 Millionen Kilowattstunden (6340), die Trinkwassermenge reduzierte sich leicht auf 27,9 Millionen Kubikmeter (28,9).

Wichtigste Kennzahlen:
http://www.iwb.ch/de/unternehmen/ueberuns/eckdaten.php

Weiterführende Links:
Geschäftsbericht 2011 der IWB:
http://www.iwb.ch/de/unternehmen/
Video von der IWB Medienkonferenz (ab ca. 16.00 Uhr):
http://www.iwb.ch/de/medien/aktuell.php
Aktuelle Interviews und Artikel von Dr. David Thiel zur Energiewende:
http://www.iwb.ch/de/unternehmen/ueberuns/positionen/index.php

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