Österreichische Verbund AG steigert Stromproduktion

Österreichs modernstes Wärmekraftwerk liefert bereits Strom und Fernwärme.
Österreichs modernstes Wärmekraftwerk liefert bereits Strom und Fernwärme.
Österreichs modernstes Wärmekraftwerk liefert bereits Strom und Fernwärme.

(WK-news) – Q1/2012: Deutlich positive Geschäftsentwicklung trotz herausfordernden Markt- und Branchenumfelds

Operatives Ergebnis +22,2 % auf 263,6 Mio. €

Operatives Ergebnis und Konzernergebnis gestiegen
Das operative Ergebnis stieg um 22,2 % auf 263,6 Mio. €. Maßgeblich dafür war in erster Linie eine deutlich höhere Stromproduktion aufgrund der guten Wasserführung – die Erzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich um 1.103 GWh. Der Erzeugungskoeffizient der Laufkraftwerke lag mit 1,19 um 19,0 % über dem langjährigen Durchschnitt und um 20 %-Punkte über dem Vorjahreswert.

Auch die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke stieg deutlich (+ 29,7 %). Dies ist insbesondere auf den hohen Speicherstand zu Jahresbeginn zurückzuführen. Die Erzeugung aus Wärmekraft stieg um 239 GWh. Maßgeblich dafür waren der volle Strombezug aus dem Gas-Kombikraftwerk Pont-sur-Sambre in Frankreich seit 1.3.2011 (+ 127 GWh) und die Erzeugung des neu errichteten, in Probebetrieb befindlichen Gas-Kombikraftwerks Mellach in der Steiermark (+ 395 GWh), während die Erzeugung der an-deren thermischen Kraftwerke in Österreich rückläufig war (-282 GWh).

Die Eigenerzeugung von VERBUND war somit im Quartal 1/2012 mit 8.328 GWh um 1.358 GWh höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Zusätzlich profitierte VERBUND von einem insgesamt höheren Preisniveau. Die für das Geschäftsjahr 2012 maßgeblichen Strompreise (im Jahr 2011 gehandelte Forward-Kontrakte „Year Base 2012“) lagen mit durchschnittlich 56,0 €/MWh um 12,3 % über dem Vorjahresniveau. Grund für diesen Anstieg war vor allem der Atomunfall von Fukushima und der darauf folgende Atomausstieg Deutschlands.

Aufgrund der Absicherungsstrategie hat VERBUND rund 60 % seiner Eigenerzeugung bereits 2011 über den Terminmarkt eingepreist. Die Spotmarkt-Preise fielen im Quartal 1/2012 hingegen um 13,0 % auf 45,1 €/MWh. Ihre Entwicklung prägten vor allem die konjunkturbedingt geringe Nachfrage und die niedrigen Preise für Emissionszertifikate. Das Konzernergebnis stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 10,2 % auf 119,5 Mio. €. Der geringere Anstieg gegenüber dem operativen Ergebnis ist im Wesentlichen auf nicht-cashwirksame Aufwendungen für das französische Gas-Kombikraftwerk Toul zurückzuführen. Diese sind bedingt durch die ungünstige Entwicklung der Profitabilität für Gaskraftwerke in Europa.

Ausblick auf das Gesamtjahr
Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten des makroökonomischen und finanzwirtschaftlichen Umfelds sowie der daraus resultierenden schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist derzeit ein seriöser Ergebnisausblick für das Jahr 2012 nicht möglich. VERBUND plant im Rahmen der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse einen Ausblick auf das Gesamtjahr zu geben. Die Dividendenpolitik orientiert sich an einer Ausschüttungsquote von ca. 50 % des Konzernergebnisses.

PM: Österreichische Verbund AG

 

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