Erlass an den Landesbetrieb Hessen-Forst zur Nutzung von Flächen im Staatswald

Windanlage / Foto HB
Windanlage im Wald / Foto HB

(WK-intern) – Umweltministerin zu Besuch im Windpark „Schelder Wald“

Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich informierte sich heute in Siegbach (Lahn-Dill-Kreis) über die Nutzung der Windenergie im Wald.

„Hessen ist das waldreichste Bundesland. Das stellt besondere Anforderungen an den Ausbau der erneuerbaren Energien, denn rund 80 Prozent der für die Windenergienutzung geeigneten Flächen in Hessen liegen im Wald“, so die Ministerin.

Um das Ziel, 2 Prozent der Landesfläche als Vorrangfläche für die Stromerzeugung aus Windenergie zur Verfügung zu stellen, seien Anlagen im Wald notwendig. Die Landesregierung leiste mit Flächen im Staatswald einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Dies wird in einem Erlass an den Landesbetrieb Hessen-Forst verankert.

Hessen-Forst wird im Rahmen des Ausbaus der erneuerbaren Energien die Errichtung von Windkraftanlagen im Wald durch Bereitstellung von geeigneten landeseigenen Staatswaldgrundstücken mit Nachdruck unterstützen. Mit rund 16 Prozent Anteil Staatswald an der Landesfläche und einem Flächenumfang von rund 3.430 km2 (= 343.000 ha) besteht ein großes Potenzial, entsprechende landeseigene Vorrangflächen an Vorhabensträger zur Verfügung zu stellen. Nach der Auswertung von Potenzialflächen sind etwa 1.270 km2 Staatswald (= 127.000 ha) mit den höchsten Windgeschwindigkeiten belegt.

Der Windpark  „Schelder Wald“ wurde im Dezember 2011 in Betrieb genommen. Am Standort des um drei Anlagen erweiterten Windparks „Schelder Wald“ an der Gemarkungsgrenze der Gemeinde Siegbach zur Stadt Dillenburg wurden die Planungen konfliktfrei umgesetzt. „Das Beispiel hier in Siegburg zeigt in vorbildlicher Weise, wie die Belange der Standortkommunen in Einklang mit den Interessen der betroffenen Grundstückseigentümer gebracht werden konnten und alle Beteiligten einen Vorteile daraus ziehen konnten“, so Puttrich. Der Windpark produziert Strom für ca. 10.000 Menschen.

Nach der Aussage der Ministerin wird es in Zukunft darauf ankommen, bei den offen zu gestaltenden Planungsprozessen für die Akzeptanz von Windkraftanlagen zu werben und Bedenken der Bevölkerung bereits in einem frühen Stadium zu begegnen. Der Landesbetrieb Hessen-Forst, der die Fläche für zwei Windkraftanlagen in Siegbach zur Verfügung gestellt hat, hat eine Konzeption für die von ihm betreuten Waldflächen erstellt. Diese sieht vor, Standorte vorurteilsfrei zu prüfen und eine ausgewogene Standortverteilung von einzelnen Anlagen bei unterschiedlicher Betroffenheit von Waldeigentumsflächen in Gemengelage anzustreben. Fragen der besten Standorteignung haben unter besonderer Berücksichtigung der gewünschten Bündelung mehrerer Anlagen Vorrang. „Dies wurde im Windpark „Schelder Wald“ vorbildhaft umgesetzt“, so Puttrich.

Zum Hintergrund:
Der Windpark Siegbach gehört der Mainova AG in Frankfurt und liegt im Wald auf Siegbacher und Dillenburger Gemarkung. Eigentümer des Waldes ist bei zwei Anlagen der Landesbetrieb Hessen-Forst und bei einer Anlage die Gemeinde Siegbach. Der Park ist seit Dezember 2011 in Betrieb. Es handelt sich um Nordex Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 100 Metern und einer Leistung von 2,5 MW pro Anlage. Die Nabenhöhe  beträgt 140 Meter Höhe.

Pressestelle: Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressesprecher: Thorsten Neels
E-Mail: pressestelle@hmuelv.hessen.de
www.hmuelv.hessen.de

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